Siegerjubel bei den Düsseldorfern (Foto: BeLa Sportfoto)
Mit Siegen gegen Grünwettersbach und Ochsenhausen sicherte sich das Team um Timo Boll den 27. Titel in diesem Wettbewerb

Borussia Düsseldorf ist Deutscher Pokalsieger

Borussia Düsseldorf / SH / TTBL 09.01.2021

Ulm/Neu-Ulm. Borussia Düsseldorf ist Deutscher Pokalsieger. Mit zwei Siegen gegen Titelverteidiger ASV Grünwettersbach im Halbfinale und TTF Lieberherr Ochsenhausen im Endspiel (jeweils 3:1) sicherte sich das Team um Rekordeuropameister Timo Boll den 27. Titel in diesem Wettbewerb. Nach dem Erfolg in der Champions League im Dezember ist es bereits der zweite Triumph in dieser Saison.

Im Endspiel sorgte Kristian Karlsson mit seinem Auftaktsieg gegen den Weltranglisten-Sechsten Hugo Calderano für das Break. Dabei war der Sieg für den Schweden nach zwei deutlichen Satzverlusten in weite Ferne gerückt. „Ich bin ein Kämpfer“, sagte Karlsson nach dem Match. „Ich wollte nicht aufgeben und habe einfach nur noch gespielt.“ Zum erfolgreichsten Spieler avancierte Timo Boll, der zunächst den US-Amerikaner Kanak Jha bezwang und mit seinem Sieg gegen Calderano den entscheidenden Matchball zum Pokalsieg verwandelte. Anton Källberg unterlag in seinem Match gegen Simon Gauzy, den er vor wenigen Wochen noch klar bezwang, knapp in der Verlängerung des 5. Satzes. „Es war schön, dass ich heute mal den Sack zumachen konnte", kommentierte Timo Boll. "Ich habe meine Spiele zwar gewonnen, aber die waren nicht so souverän wie es vielleicht aussieht. Aber das ist jetzt alles egal. Der Mannschaftssieg zählt, und das ist ein tolles Gefühl.“

Am Vormittag hatte die Borussia das Halbfinale gegen den ASV Grünwettersbach mit 3:1 gewonnen. Boll hatte zu Beginn gegen Deni Kozul zwar Startschwierigkeiten, konnte das Spiel in der Mitte des zweiten Satzes aber drehen und am Ende genauso knapp mit 3:2 für sich entscheiden, wie danach Källberg gegen Dang Qiu. Der künftige Düsseldorfer ging heute leer aus, denn er verlor auch sein zweites Einzel gegen Boll, der mit zwei Siegen erfolgreichster Spieler der Vorschlussrunde war.

Für die Borussia ist es der 73. Titel in der Vereinsgeschichte. Mit der Mannschaftsmeisterschaft steht noch eine weitere Titelvergabe im Juni auf dem Programm des Rekordmeisters.

Finale live im Free-TV auf SPORT1

Über einen ebenso gelungenen wie historischen Tischtennis-Tag durfte sich Nico Stehle, Geschäftsführer der ausrichtenden Tischtennis Bundesliga (TTBL) GmbH, freuen. Nachdem im Vorjahr mehr als 4600 Fans das Liebherr Pokal-Finale besucht und für eine Rekordkulisse gesorgt hatten, musste das diesjährige Final Four aufgrund der COVID-19-Pandemie ohne Zuschauer auskommen. „Es ist sehr schade, dass wir in diesem Jahr keine Fans in der ratiopharm arena empfangen konnten. Sport lebt von Emotionen und der Atmosphäre, daher hoffen wir, dass der Besuch von Sportveranstaltungen bald wieder möglich ist“, sagte Stehle.

Dafür hatten alle Fans in diesem Jahr die Chance, den Pokal-Showdown vom heimischen Wohnzimmer aus zu verfolgen. SPORT1 zeigte die Titelentscheidung live ab 15.30 Uhr in voller Länge. „Die TV-Sender haben Lust auf Tischtennis. Und wir haben Lust auf Tischtennis im TV“, erklärte Stehle kurz und bündig. Bereits im vergangenen Sommer waren Play-offs und Liebherr TTBL-Finale live auf Eurosport und somit im frei empfangbaren Fernsehen übertragen worden. Alle Spiele des Liebherr Pokal-Finals waren wie gewohnt im Livestream von Sportdeutschland.TV zu sehen. Der Online-Sportsender überträgt alle Spiele aus TTBL und dem Deutschen Tischtennis-Pokal.

Die Spiele in der Übersicht

Finale
TTF Liebherr Ochsenhausen – Borussia Düsseldorf 1:3
Hugo Calderano – Kristian Karlsson 2:3 (5, 5, -6, -7, -4)
Kanak Jha - Timo  Boll 0:3 (-8, -8, -7)
Simon Gauzy - Anton Källberg 3:2 (-8, 4, 7, -9, 10)
Hugo Calderano – Timo Boll 1:3 (-5, -10, 10, -10)

Halbfinale
Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:1
Timo Boll – Deni Kozul 3:2 (-6, 7, 3, -5, 5)
Anton Källberg – Dang Qiu 3:2 (-7, 7, -5, 6, 4)
Kristian Karlsson – Wang Xi 0:3 (-7, -7, -7)
Timo Boll – Dang Qiu 3:1 (-9, 6, 5, 12)

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:2
Hugo Calderano – Alvaro Robles 3:0 (8,5,6)
Kanak Jha – Benedikt Duda 1:3 (11,-6,-9,-6)
Simon Gauzy – Stefan Fegerl 3:0 (5,6,4)
Hugo Calderano – Benedikt Duda 2:3 (-3,4,-11,7,-4)
Simon Gauzy/Samuel Kulczycki – Alvaro Robles/Stefan Fegerl 3:0 (15,5,8)

Alles zum Final Four auf der TTBL-Website

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