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Bojana Kolaric schaut nicht nur beim Service genau hin (Foto: Schillings)
Schiedsrichter sorgten für reibungslosen Ablauf beim WTT Champions Frankfurt

Schiedsrichter Bojana Kolaric und Steeven Schawe: Bleibende Eindrücke in Frankfurt

Julian Hörndlein / Jingying Yao 16.11.2025

Frankfurt/Main. 62 Partien finden im Laufe eines Champions-Turniers statt. Das sind 62 Möglichkeiten für die jeweils Top 32 der Damen und Herren, ihr Können zu zeigen. Für all diese Spiele braucht es aber auch Schiedsrichter, die mit Expertise und Ruhe die Begegnungen leiten. Zwei von ihnen erzählen von ihrem Einsatz beim WTT Champions in Frankfurt.

Bojana Kolaric: Von der Spielerin zur Schiedsrichterin

„Ich liebe es hier!“, sagt Bojana Kolaric im Backstage-Bereich der Süwag Energie ARENA. Die Schiedsrichterin ist Inhaberin des „Blue Badge“ – der zweithöchsten Qualifizierungsstufe in einer Schiedsrichterkarriere. Kolaric gehört in Frankfurt zu einem exklusiven, kleinen Kreis aus erfahrenen Unparteiischen, die für einen reibungslosen Ablauf des Champions-Turniers sorgen.

Die Kroatin entdeckte früh ihre Leidenschaft für Tischtennis: Mit sieben Jahren griff sie erstmals zum Schläger, später spielte sie auf professionellem Niveau. Wegen zunehmender Rückenprobleme wechselte sie ins Schiedsrichterwesen. Zunächst leitete sie nationale Turniere in Kroatien und betreute zudem Nachwuchswettbewerbe. „Jugendturniere können ziemlich anspruchsvoll sein, aber ich mag sie gerne“, erklärt sie – denn dort gehören Emotionalität und gelegentliche Tränen der Mädchen und Jungen zum Alltag.

2010 folgte die Weiterqualifizierung zur Internationalen Schiedsrichterin, seither reist sie weltweit zu Turnieren. Die Einladung nach Frankfurt ist für sie dennoch etwas Besonderes. „Ich war sehr glücklich, als ich nach Frankfurt eingeladen wurde“, sagt sie. Die Atmosphäre sei einzigartig: Ein Tisch, eine große Show, viele unvorhersehbare Faktoren – von Verletzungen bis zu technischen Problemen, als einmal sogar die Lichtanlage für kurze Zeit verrückt spielte.

Steeven Schawe: Frühe Leidenschaft für das Schiedsrichterwesen

Auch Steeven Schawe aus Baden-Württemberg war beim „Heim-Champions“ im Einsatz. Seine Begeisterung für das Schiedsrichterwesen keimte erstmals im Jahr 2005 auf, als in seinem damaligen Heimatverein die brandenburgischen Landesmeisterschaften ausgetragen wurden. Dort durfte er die Zähltafel bedienen – und traf auf einen Schiedsrichter, der ihn nachhaltig beeindruckte. „Ich wusste, dass ich so auch mal werden möchte“, erinnert sich Schawe.

20 Jahre später leitete er in Frankfurt erstmals auch Partien bei einem Turnier der Champions-Kategorie. Zuvor war er vor allem bei kleineren WTT-Turnieren im Einsatz. Schawe zeigt sich beeindruckt: „Die Halle, die Atmosphäre, die Show danach – ich finde es großartig.“ Teil dieser Bühne zu sein, sei beeindruckend - und natürlich sei man vor dem ersten Auftritt nervös. „Nach dem ersten Spiel hat sich das dann aber gelegt“, sagt der Spieler des SV Bad Wimpfen-Hohenstadt.

Frankfurt Champions - ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt

Für Schawe war das Turnier eine „einmalige Erfahrung“. Eine erneute Nominierung liegt zwar nicht in der Hand der Schiedsrichter, gerne jedoch würde ein weiteres Mal einen Einsatz beim WTT Champions erleben. „Ich gönne es aber auch allen anderen“, betont er.

Selbst falls es im nächsten Jahr nicht klappen sollte: Kolaric und Schawe werden das WTT Champions Frankfurt 2025 in jedem Fall in bester Erinnerung behalten – sportlich wie menschlich. „Ich liebe das Publikum, in Deutschland werden immer alle angefeuert“, nimmt die Kroatin einen unvergessliche Eindrücke mit in ihre Heimat.

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