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Erfolgreiches Finalwochenende in Grenzau und Mühlheim-Kärlich

Series-Finals 2025: Steven Kaltenbrunner sorgt für dritten TTBW-Erfolg in Serie

02.02.2026

Spannung war versprochen, Spannung wurde geboten. Die fünfte Ausgabe der Series Finals in Grenzau und Mühlheim-Kärlich zeigte einmal mehr, warum das Bundesfinale der Turnierserien fünf großer Landesverbände stetig wächst. Die Ausrichtung wird von Jahr zu Jahr professioneller.

Wie bereits im vergangenen Jahr wurde erneut an zwei Tagen gespielt. Am ersten Tag stand die Qualifikation auf dem Programm. Die jeweils besten sechs Spielerinnen und Spieler der beiden Qualifikationsgruppen lösten ein Ticket für das große Finale um die Plätze eins bis zwölf. In diesem Jahr sorgten der TTC Mülheim-Urmitz/Bahnhof am Samstag sowie die Jugendabteilung des TTC Zugbrücke Grenzau am Finaltag für perfekte sportliche Bedingungen und eine hervorragende Verpflegung.

Qualifikation: Starkes Team TTBW und erste Überraschungen

Aus sportlicher Sicht ließen die Athletinnen und Athleten des TTBW bereits am Samstag kräftig die Muskeln spielen. Alle fünf Qualifizierten schafften es in ihrer jeweiligen Gruppe unter die besten sechs und zogen damit geschlossen in das große Finale ein. Doch auch Überraschungen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits im ersten Spiel der Qualifikation gewann der elfjährige und damit jüngste Teilnehmer Maximilian Zhang (ByTTV) mit 3:0 gegen einen der Mitfavoriten, Mathias Ullrich (ByTTV). Beim Race-Finale in Bayern hatte Ullrich seinen jungen Kontrahenten noch deutlich mit 3:0 besiegt.

Insgesamt erreichten jedoch alle Favoriten die notwendigen ersten sechs Plätze für den Einzug ins große Finale. Steven Kaltenbrunner (TTBW) und Alexander Döll (RTTVR) gewannen ihre Qualifikationsgruppen jeweils ungeschlagen. Auch die beiden Teilnehmerinnen im Feld, Anja Brodbeck (TTBW) und Tina Acker (HeTTV), spielten sich souverän in das Finale.

Dramatischer Kampf um den Gesamtsieg

Am Sonntag war spätestens ab der vierten Runde Spannung pur im Kampf um den Gesamtsieg angesagt. Alexander Döll verlor in der zweiten Runde gegen Leonard Lange (TTBW), der wiederum in der dritten Runde Steven Kaltenbrunner unterlag. In Runde vier schlug Döll jedoch Kaltenbrunner. Nach vier Runden war somit kein Spieler mehr ungeschlagen.

In den folgenden beiden Runden entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Döll, Kaltenbrunner und Lange. Erneut wurde Wolfgang Krickl zum Zünglein an der Waage – wie schon im vergangenen Jahr, als er dem damaligen Topfavoriten Yannick Wolff die einzige Niederlage des Wochenendes zufügte und damit dessen Gesamtsieg verhinderte. Krickl gewann in Runde fünf gegen Lange. Vor der letzten Runde waren Döll und Kaltenbrunner punktgleich.

In der entscheidenden Schlussrunde spielten beide an benachbarten Tischen um den Gesamtsieg: Döll traf auf Krickl, Kaltenbrunner auf Ullrich. Kaltenbrunner erledigte seine Aufgabe souverän und gewann mit 3:0 gegen den etwas enttäuscht wirkenden Ullrich, der mit einem Podestplatz geliebäugelt hatte, am Ende jedoch Rang acht belegte. Trösten konnte sich Ullrich mit dem Titel des besten Bayern der diesjährigen Series Finals. Für Kaltenbrunner bedeutete der Erfolg den dritten Gesamtsieg des TTBW in Folge.

Am Nebentisch avancierte Krickl erneut zum Spielverderber. Im fünften Satz führte Döll zunächst mit 3:1, doch Krickl blieb in der Folge fehlerfrei und gewann den entscheidenden Durchgang mit 11:4. Dadurch rutschte Döll noch auf Platz drei ab, während Leonard Lange Rang zwei belegte. Krickl selbst entwickelte sich zum Marathonmann, da er seine letzten drei Spiele jeweils im fünften Satz gewann. Am Ende sprang für ihn Platz vier heraus.

Die besten hessischen Starter belegten die Plätze fünf und sechs. Tina Acker wurde einmal mehr beste Frau im deutschen Race-Kosmos und schloss das Turnier auf Rang fünf ab – angesichts ihres Ziels, in die Top 10 einzuziehen, eine ganz starke Leistung. Leon Nguyen erreichte überraschend Platz sechs. In Anbetracht seiner Setzposition als Nummer zwölf war dies eine bemerkenswerte Leistung des jungen Hessen. Bester Niedersachse wurde der bereits Series Finals erfahrene Hans-Malte Hanne. Am Ende belegte er Platz sieben.

Im kleinen Finale wurde ebenfalls hart um jeden Punkt gekämpft. Samuel Hochmann (HeTTV) setzte sich mit nur einer Niederlage durch. Für seinen Sieg musste Hochmann allerdings Schwerstarbeit leisten, denn drei seiner sechs Erfolge errang er erst im fünften Satz.

Rahmenbedingungen auf höchstem Niveau

Neben dem Sport war es vor allem das Hotel Zugbrücke Grenzau, das für ein unvergessliches Wochenende sorgte. Im malerischen Brexbachtal gelegen, setzten der großzügige Wellness-Bereich, der Bowling-Abend am Samstag im Brexx sowie die ausgezeichnete Verpflegung des Hotels eine Benchmark, die in den kommenden Jahren nur schwer zu erreichen sein dürfte.

Ein sehr positives Fazit zog dann auch René Rammenstein (Organisationsleiter der Series-Finals, TTVN): „Wir haben uns in Grenzau und Mühlheim-Kärlich super wohlgefühlt. Die beiden ausrichtenden Vereine haben sich hervorragend um uns gekümmert – dafür vielen Dank. Auch dem Hotel Zugbrücke Grenzau möchten wir danken, das mit seinem Team für ein wunderbares Ambiente sorgte. Auf sportlicher Ebene merkt man, dass die Spieler immer näher zusammenrücken und Prognosen über potenzielle Sieger zunehmend schwieriger werden. Ich freue mich jetzt schon auf die Series Finals im kommenden Jahr, bei denen erstmals der Westdeutsche Tischtennis-Verband dabei sein wird.“

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