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Sabine Winter - the sky is the limit (Foto: WTT)
Im Halbfinale gegen Wang Manyu / Patrick Franziska trifft heute um 11:45 Uhr auf Lin Yun-Ju

Singapore Smash: The sky is the limit - Sabine Winter besiegt im Viertelfinale Wang Yidi

MS 28.02.2026

Singapur. Sabine Winter ist beim mit 1,55 Millionen Dollar dotierten Singapore Smash nicht zu stoppen. Nur zwei Tage nach ihrem Triumph über die Weltranglistenvierte Zhu Yuling (Macau) setzte Sabine Winter im Viertelfinale mit ihrem ersten Sieg über die an Position sieben im Ranking notierte Chinesin Wang Yidi bereits das nächste Ausrufezeichen. Und Deutschland hat beim ersten Grand-Smash-Turnier des Jahres sogar noch ein weiteres Eisen im Feuer: Um 11:45 Uhr trifft der Saarbrücker Patrick Franziska auf den Taiwanesen Lin Yun-Ju.

Erster Einzug in ein Grand-Smash-Halbfinale

Das Duell zwischen Sabine Winter und Wang Yidi im Viertelfinale war eine Begegnung mit Vorgeschichte. Zweimal hatte die Chinesin im Jahr 2025 die Oberhand über die Bayerin behalten – in Yokohama und im Champions-Finale von Montpellier, als Winter sich sogar einen Matchball erarbeitete, diesen jedoch damals noch nicht zu nutzen wusste. Im dritten Aufeinandertreffen nun unterstrich die Deutsche auf spektakuläre Art und Weise ihre spielerische Weiterentwicklung. Beim 4:11, 11:5, 9:11, 11:5, 11:4 und 11:4 verwandelte Winter diesmal ihren Matchball und erreichte erstmals das Halbfinale eines Grand-Smash-Turniers, der höchsten Kategorie des Veranstalters World Table Tennis.

Taktische Finesse und Rhythmuswechsel

Zwar ging der Auftaktsatz noch klar an Wang Yidi, doch Winter fand schnell die passende Antwort. Mit ihrem Antitopspinbelag auf der Rückhand, mit dem sie erst seit ihrer Systemumstellung im Dezember 2024 agiert, baute sie am Tisch eine anschließend kaum noch für die Chinesin zu durchbrechende Mauer aus Blocks und Störbällen auf. Die ständigen Rhythmuswechsel und die Gefährlichkeit Winters nahmen der Favoritin zunehmend die Sicherheit.

Lediglich in der Endphase des knapp gewonnenen dritten Durchgangs schöpfte Wang noch einmal Hoffnung. Ansonsten wich Winter bei den Angriffen ihrer Gegnerin keinen Millimeter vom Tisch zurück. Dicht am Tisch variierte sie Tempo und Platzierung und setzte überdies ihre seit mehr als einem Jahrzehnt zur absoluten Weltklasse zählende, gefürchtete Vorhand immer wieder gewinnbringend ein. Die Deutlichkeit der vier gewonnenen Sätze – 11:5, 11:5, 11:4 und 11:4 – untermauert eindrucksvoll die Kontrolle, die Winter sich in diesem Match gegen eine der besten Spielerinnen der Welt erarbeitete.

Die Revanche für Montpellier

„In Montpellier hatte ich einen Matchball gegen sie nicht genutzt. Im letzten Satz hatte ich dann bei 10:3 plötzlich sieben“, erinnerte sich Winter. „Ich dachte mir, einen davon sollte ich diesmal nutzen.“ Mit bemerkenswerter Ruhe verwandelte sie kurz darauf ihren zweiten Matchball. Mit dem Einzug in das Halbfinale des Singapore Smash setzt die zweifache Doppel-Europameisterin das nächste Ausrufezeichen in einer spielerischen Entwicklung, die seit Dezember 2024 kontinuierlich nach oben zeigt.

Dass die Entwicklung der auch physisch zu den besten Spielerinnen der Welt zählenden Ausnahmesportlerin noch lange nicht abgeschlossen ist, zeigen die Meilensteine, die Winter seit ihrer Umstellung in immer kürzeren Abständen setzt. Als erste Europäerin erreichte sie 2025 in Montpellier das Finale eines Champions-Turniers, im Februar gewann sie in Montreux erstmals das Europe Top 16. Mit den in Singapur bereits sicheren mindestens 900 Weltranglistenpunkten bewegt sie sich zielsicher in Richtung Top Ten der Welt.

Die nächste Herausforderung heißt Wang Manyu

Im Halbfinale wartet nun am Sonntag um 5 Uhr MEZ mit der Chinesin Wang Manyu die nächste Herausforderung. Die ehemalige Weltmeisterin und aktuelle Nummer zwei der Welt gilt als eine der komplettesten Spielerinnen der Tour. „Ich gehe jetzt ins Hotel zurück, werde in Ruhe essen und relaxen“, sagte Winter nach ihrem Sieg über Wang Yidi. „Gegen Wang Manyu habe ich nichts zu verlieren und hoffe, dass ich ihr einen guten Kampf liefern kann.“

So stark, wie Sabine Winter aktuell agiert, klingen die Worte der ebenso klugen wie bescheidenen Bayerin allerdings durchaus etwas nach Understatement. Die Tischtennisfans sollten sich deshalb sicherhalber besser auch diesen Termin bereits vormerken: Das Finale in Singapur beginnt am Sonntag um 12 Uhr.

Links Singapore Smash


Die Spiele der Deutschen am Samstag
Damen-Einzel, Viertelfinale
Sabine Winter - Wang Yidi CHN 4:2 (-4,5,-9,5,4,4)
Herren-Einzel, Viertelfinale
Patrick Franziska - Lin Yun-Ju TPE 11:45 Uhr MEZ, Tisch 1

Die Spiele der Deutschen am Sonntag
Damen-Einzel, Halbfinale
Sabine Winter - Wang Manyu CHN 5 Uhr, Tisch 1

Links

Die deutschen Teilnehmenden beim WTT Singapore Smash (19. Februar – 1. März)

Herren-Einzel
Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt), Dang Qiu (Borussia Düsseldorf), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken-TT), Dimitrij Ovtcharov (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell), Ricardo Walther (ASC Grünwettersbach), Andre Bertelsmeier (TSV Bad Königshofen)

Damen-Einzel
Sabine Winter (TSV Dachau), Ying Han (KTS Tarnobrzeg/Polen), Annett Kaufmann (DJK Kolbermoor), Nina Mittelham, Xiaona Shan (beide ttc berlin eastside), Yuan Wan (TTC Weinheim)

Betreuer-Team
Damen:
Tamara Boros (Damen-Bundestrainerin), Zoltan Batorfi (Assistenz-Bundestrainer Damen)
Herren: Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer), Lars Hielscher (DTTB-Cheftrainer Düsseldorf)

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