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Georg Böhm in Bremen auf Medaillenjagd (Foto: ms)

Steffen Fetzner ereilt das Aus / Böhm noch im Wettbewerb

Jürgen Thiele / Günter Burow / FL 30.05.2013

Bremen. Zwei ehemalige deutsche Spitzenspieler bereichern die Senioren-Europameisterschaften in Bremen an und abseits der Tische: Steffen Fetzner und Georg Böhm. Autogramme schreiben und Fotos mit Fans machen gehört ebenso zum Alltag wie das Topspinziehen. "Speedy" Fetzner genießt die Aufmerksamkeit: "Es ist schön zu sehen, wie die Leute hier an der Box mitfiebern." Die Anfeuerung hat in seinem Viertrundenmatch nicht mehr genutzt. Gegen den Engländer O`Driscoll - beide kennen sich aus der Jugendzeit - gab es eine 2:3-Niederlage. "Drei Spiele hintereinander im fünften Satz - am Ende hat mir die Kraft und Konzentration gefehlt. Zum Schluss hat er aber auch sehr gute Bälle gespielt", erklärte Fetzner. Zuvor hatte der Doppel-Weltmeister von 1989 zwei Partien knapp für sich entschieden. Gegen den Russen Kushov lag er bereits 1:2 und 6:10 hinten. "Ich war schon mit anderthalb Beinen draußen. Das war ein richtig schwerer Brocken für die erste Runde. Ich habe schon verloren gegen ihn. Es ist nicht einfach, wenn man wenig trainiert", so Fetzner. Mit Frank Kasiske hatte er in der 64er-Runde im Anschluss auch keine leichte Aufgabe, besiegte den Oberliga-Mann von Füchse Berlin Reinickendorf und ehemaligen Deutschen Meister der Senioren 40 in fünf Sätzen. Gegen O`Driscoll kam für Fetzner dann in der 32er-Runde das Aus.

Georg Böhm hatte in der 50er-Klasse bislang noch keine Probleme, im Doppel tritt er an der Seite von Kumpel Andreas Fejer-Konnert in der 40er Klasse an.

Böhm: "Das Turnier ist nichts zum Ausruhen"

Der eine ist Netzwerkadministrator und der andere Produktmanager bei einem Sportartikelhersteller. Was die beiden eint, ist ihr Sport: Im Tischtennis haben sich Steffen Fetzner und Georg Böhm internationale Meriten erworben. Bei den Europameisterschaften in Bremen kommen sie wieder zusammen.

Georg Böhm, der gelernte Netzwerkadministrator, begann mit sieben Jahren Tischtennis zu spielen. In seinem Geburtsland Rumänien gewann er 25 nationale Titel. 1980 ließ er sich in Mörfelden bei Frankfurt/Main nieder und startete später für Deutschland. dort avancierte er zu einem der stärksten Akteure, wurde sechsmal nationaler Einzelmeister. Achtmal trat er bei Europameisterschaften an, sechsmal bei Weltmeisterschaften. Mit Hagen stieg er zuletzt in die Bundesliga auf. „Das Turnier ist nichts zum Ausruhen. Je länger die Veranstaltung geht, desto deutlicher wird sich das bewahrheiten", sagt Böhm, der im Einzel und Doppel zu den Mitfavoriten zählt.

Spaß steht für "Speedy" Fetzner im Vordergrund

Vielleicht eine etwas weniger ehrgeizige Grundhaltung zum Turnier hat Steffen "Speedy" Fetzner: „Für mich steht gerade bei der EM in Bremen der Spaßfaktor ganz oben. Und vielen Mitspielern geht das ebenso. Aber klar, wenn der Erfolg da ist, dann macht es doppelt Spaß.“ Auch Fetzner hat sich mehr als zwanzig Jahre als deutscher Spitzenspieler hervorgetan. Sein wichtigster Erfolg war der Sieg im Doppel mit Jörg Roßkopf bei der Weltmeisterschaft 1989 in Dortmund. Mit ihm erreichte er auch Olympisches Silber 1992 in Barcelona. Der Übergang vom Leistungssport zum Normalsportler ist Fetzner relativ leicht gefallen: „Ich habe einen stufenweisen Übergang vollzogen, damit war das Ganze harmonisch“. Kontakt zu den Mitspielern aus seiner aktiven Zeit besteht immer wieder, mit seinem Kumpel und Doppelpartner Heiko Wirkner spielt der Donic-Produktmanager beim TV Mosbach in der kommenden Saison Oberliga. Auch im Verein steht der Spaß im Vordergrund. Bei der EM in Bremen hat sich Fetzner dennoch ein Ziel gesetzt: Das Viertelfinale soll es wenn möglich schon sein.

 

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