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Verabschiedet sich in die Zwangspause: Bastian Steger (Foto: ms)

Steger fällt mehrere Wochen aus, WM-Start aber nicht in Gefahr

SH 10.11.2016

Düsseldorf. Schon mal vom Sesamknochen oder Sesambein gehört? Nein? Hatte Bastian Steger auch nicht. Und ihm wäre lieber gewesen, es wäre so geblieben. Genau dieser Teil seines linken Großzehs zwingt ihn nämlich jetzt zu einer mehrwöchigen Pause. 

Die Sesambeine sind kleine rundliche Knochen, wie kleine Höcker, und liegen zum Beispiel unterhalb des ersten Mittelfußköpfchens, wobei sie in die kurzen Beugesehnen der Großzehe eingebettet sind. Dort sorgen sie für einen zusätzlichen Abstand der Sehne zum Knochen.

Vier bis sechs Wochen Pause

Einer dieser Höcker ist beim Olympia-Bronzemedaillengewinner von Rio gebrochen. MRT, CT und Co. ergaben, dass er Bruch schon älter ist, ganz frisch ist dagegen eine schmerzhafte Entzündung in dieser Region. Die Konsequenz: „Etwa vier bis sechs Wochen Pause, sagt Toni“, so Bastian Steger über die Diagnose von Deutschlands Teamarzt Dr. Antonius Kass in Düsseldorf.

Ein unbemerkter Bruch... Ist Steger so hart im Nehmen? „Man kann auf den Bildern nicht erkennen, wie alt der Bruch ist“, erklärt der 35-jährige Spitzenspieler des SV Werder Bremen. „Er könnte sogar angeboren oder schmerzfrei aufgetreten sein. Das gibt’s alles.“ Mit besonderen Maßnahmen behandeln könne man die Stelle nicht. „Die Therapie ist in erster Linie Ruhe und so wenig Belastung wie möglich. Ich gehe aber nicht auf Krücken daher, trage keinen Gips oder eine Schiene, sondern spezielle Einlagen und versuche, möglichst in Schonhaltung zu gehen.“

„Da werde ich dann zum Pavelka“

Eine längere Pause ist ungewohnt für den zweifachen Deutschen Einzel-Meister. „Ich war noch nie so lange verletzt. Das wird eine ganz neue Situation für mich. Es wird sich rausstellen, wie geduldig ich bin. Keine Bewegung, kein Sport, es ist blöd, wenn du gar nichts machen darfst.“ Gelangweilt hat er sich bislang nicht, denn „ich bin vom Arzt zum Krankenhaus hin- und hergefahren, um zu wissen, was da los ist“. Doch jetzt, da Diagnose und "Therapie" stehen, hat er plötzlich viel Zeit. Noch ist er in Düsseldorf, liebäugelt aber mit einem Familienbesuch in seiner oberpfälzischen Heimat und mit einem kleinen Urlaub, der ihm in der langen Olympia-Saison so fehlte. „Ein Wanderurlaub wird es sicher nicht“, scherzt er und überlegt. „Wahrscheinlich nimmt sich der Körper irgendwann, was er braucht.“

Sportlich ist er jetzt stark eingeschränkt, aber ein bisschen Fitness werde er versuchen einbauen. Für den Oberkörper zum Beispiel. „Da werde ich dann zum Pavelka“, sagt er in Anspielung auf den muskulösen, langjährigen tschechischen Nationalspieler und Ex-Grenzauer Spieler-Trainer, Tomas Pavelka.

Start bei der LIEBHERR WM bisher nicht in Gefahr

Was die Pause für seine weitere Saisonplanung, vor allem für die LIEBHERR WM in Düsseldorf Ende Mai bedeutet? "Das ist im Moment noch schwer zu sagen, weil ich nicht genau weiß, wie lange ich pausieren muss. Ich hoffe, dass ich Mitte Dezember wieder einsteigen kann und Anfang Januar fit bin. So ist die erste Planung, die ich für mich habe", so Steger und er fügt an. "Ich möchte mich nicht zu sehr damit beschäftigen, aber noch ist die Heim-WM weit genug weg, um bis dahin fit zu sein. Wenn sich die Verletzung nicht weiter hinauszögert, sollte sie für WM kein Problem sein.“

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