Deutschlands ehemalige Nummer 1 Timo Boll gratuliert dem neuen Weltranglisten-Ersten Dima Ovtcharov (Foto: ITTF)
Stimmen zur neuen Nr. 1 vom Weltranglisten-Dritten Timo Boll, Bundestrainer Jörg Roßkopf und der DTTB-Spitze

Timo Boll: "Freue mich für Dima und Tischtennis"

01.01.2018

Frankfurt. Seit heute ist Dimitrij Ovtcharov die neue Nummer 1 der Welt. Was sagt erste Nichtchinese seit 81 Monaten an der Spitze des ITTF-Rankings und beste Spieler des Jahres 2017 zur eigenen Inthronisierung, wie beurteilen sein deutscher Vorgänger an der Weltranglistenspitze, Timo Boll, Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf und die DTTB-Spitze den Machtwechsel an der Spitze der Weltrangliste? Die Stimmen auf einen Blick:

Dimitrij Ovtcharov: "Ein Traum wird wahr. Es fühlt sich an wie ein Welttitel"
"Ich bin ungemein stolz, nun die Nummer 1 zu sein. Für mich ist es die Erfüllung eines Traumes. Es fühlt sich für mich persönlich an wie der Gewinn eines Welttitels. Ich habe 20 Jahre auf dieses Ziel hingearbeitet und es nun geschafft. Ich möchte sehr vielen Menschen danken, die mich die ganze Karriere über unterstützt haben. Dieser Erfolg war nur mit der Hilfe des gesamten Teams und natürlich der Unterstützung durch die Familie möglich. Ohne meinen Vater hätte ich es nie dorthin geschafft, wo ich heute stehe, meine Mutter hat mir die ersten Schläge beigebracht, meine Frau Jenny unterstützt mich und hält mir den Rücken frei, wo immer es nur geht.“

Timo Boll: "Ich freue mich für Dima und für Tischtennis"
„Ich freue mich besonders für Dima, aber auch für den deutschen Tischtennissport, sowie für unser gesamtes Tischtennis, das nun jahrelang von China dominiert wurde. Es ist wieder Leben in unserem Sport! Ich freue mich natürlich auch, nach den härtesten acht Monaten meiner Karriere im Januar selbst die Position 3 in der Welt einzunehmen."

Jörg Roßkopf: "Dima hat sich das redlich verdient"
"Dima hat es sich redlich verdient, ab heute die Nummer 1 der Welt zu sein. Seit der WM hat er konstant wie kein anderer im Welttischtennis gespielt. Es ist zudem gut für Tischtennis, dass es mal wieder eine Veränderung an der Spitze gibt. Dima ist nach Timo der zweite Deutsche, der die Nummer 1 der Welt ist, und Timo selbst hat wieder den Sprung auf Rang drei geschafft. Das ist eine tolle Bestätigung für die außergewöhnlichen Leistungen der beiden in 2017. Sie wissen aber beide auch, dass es am Ende im Sport nur um Titel geht."

ITTF-Präsident Thomas Weikert: "Abwechslung tut dem Sport gut"
"Als Weltverbandspräsident freue ich mich, dass durch Dimitrij Ovtcharovs Übernahme der Spitzenposition etwas Abwechslung in die Weltrangliste kommt, nachdem Chinesen nun bereits einige Jahre die Vormachtstellung innehatten. Die Position 1 durch Dima und Rang drei durch Timo Boll sind ein besonderer Tag für den DTTB. Ich bin mir sicher, dass China diese Herausforderung annehmen und noch mehr trainieren wird, um die Spitzenposition zurückzuerobern. Dem Sport tut diese Abwechslung gut, und ich sehe gespannt interessanten Duellen der Asse Asiens, insbesondere der Chinesen, mit der Elite Europas, ganz besonders den Deutschen, entgegen."

Richard Prause, DTTB-Sportdirektor: "2017 war ein überragendes Jahr für Dimitrij"
"Seit heute ist Dimitrij die Nummer 1: Diesen Triumph hat sich Dima absolut verdient. 2017 war ein überragendes Jahr für Dimitrij mit einem tollen Abschluss bei den Grand Finals. Ich hoffe, ihm gibt dieses fantastische Jahr noch einen Extrapush. Dimas Erfolge, aber auch das Superjahr von Timo, das  ihn im Januar bis auf Platz drei in der neuen Weltrangliste steigen lässt, sind noch einmal eine zusätzliche Motivation für unser gesamte Team - im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Halmstad und für die weiteren Jahre, die noch vor uns liegen."

Michael Geiger, DTTB-Präsident: "Sportlich herausragende, historische Leistung"
„Platz eins und drei in der heute erschienenen Weltrangliste sind ein fantastischer Erfolg für das deutsche Tischtennis, vor allem aber für Dimitrij Ovtcharov, der sich diese Position mit einem absolut überragenden Jahr verdient hat. Wenn es ein Spieler in der 92-jährigen Geschichte seines Verbandes und in einer der an Aktiven größten Sportarten der Welt es an die Spitze der Weltrangliste schafft, dann ist das sportlich herausragend und eine historische Leistung. Deutlich wird dies auch daran, dass Dima nach Timo Boll überhaupt erst der zweite Deutsche ist, dem es gelingt, an der Spitze der Weltrangliste eine Wachablösung der dominierenden Chinesen zu erreichen. Nicht minder bemerkenswert ist aber auch 15 Jahre nach seinem ersten Sprung auf Platz 1 der aktuelle dritte Rang von Timo Boll, den er sich mit phantastischen Leistungen in 2017 redlich verdient hat.

Dimitrijs Erfolg zählt zu den Früchten der sportlichen Infrastruktur, die der DTTB bereits über mehr als drei Jahrzehnte hinweg durch professionelle Arbeit im Trainerbereich gewährleistet. Es über drei Generationen hinweg mit Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und dem heutigen Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf zu zwei Weltranglisten-Ersten und einem Weltranglisten-Vierten zu bringen, ist neben all den von diesen Akteuren und ihren Nationalmannschaftskollegen gesammelten Titeln und Medaillen auf Weltebene ein eindrucksvoller Beleg für kontinuierliche Qualität und Produktivität des deutschen Tischtennis. 

Von der Jugend an bis heute gab es einen kontinuierlichen Aufbau und eine hervorragende Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Das haben Dima, seine Familie, Verein, der TTVN und natürlich alle Experten im DTTB, inklusive des Präsidiums, vom Beginn an bis heute super gemacht. Nur so geht's."


Hans Wilhelm Gäb, DTTB-Ehrenpräsident: "Die Führung erarbeitet und verdient"
„Dimas körperliche Verfassung und Schnellkraft wird heute auch von keinem der chinesischen Stars mehr übertroffen, sein Ehrgeiz und seine totale Konzentration auf den Erfolg ohnehin nicht. Für mich ist das eigentliche Phänomen aber die Tatsache, dass er technische Schwächen, die ihn noch vor wenigen Jahren vom Sprung in die absolute Elite abzuhalten schienen, durch ein erbarmungsloses und einzigartig intensives Training abgebaut oder durch neue Stärken kompensiert hat.

Dima hat sich so die Weltranglisten-Führung erarbeitet und verdient – dicht verfolgt von einem Timo Boll, der heute die Tücken des Plastikballes bewältigt und nun nach schon 16 Jahren in der absoluten Weltspitze mit 36 Jahren immer noch spielen kann wie eine Nr. 1, in taktischer Klugheit, Kreativität und Nervenkraft von niemandem in der Welt übertroffen.“

Heike Ahlert, DTTB-Vizepräsidentin Leistungssport: "Ein besonderer Tag für Tischtennis"
"Das Erscheinen der neuen Weltranglisten mit dem Sprung auf Platz 1 für Dimitrij Ovtcharov und dem dritten Platz für Timo Boll ist die beste je dagewesene Platzierung zweier deutscher Spieler und deshalb ein ganz besonder Tage für den Deutschen Tischtennis-Bund. Dima hat sich die Nummer 1 hart erarbeitet und verdient. Dies ist auch ein großer Erfolg für Michael Ovtcharov, Jörg Roßkopf und allen anderen, die eng mit und für Dima gearbeitet haben. Ich hoffe, dass durch Dimas Erfolg und Platz drei für Timo Tischtennis noch mehr als beachtenswerter Sport auch in den deutschen Medien wahrgenommen wird."

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