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Ankündigungsplakat eastside vs. Weil (Bild: ttc berlin eastside).
Samstag, 14.00 Uhr / Sonntag, 13.00 Uhr: ttc berlin eastside – ESV Weil

Titelverteidiger berlin eastside mit zwei Heimspielen gegen Überraschungs-Halbfinalist Weil

Dr. Stephan Roscher 09.04.2021

Berlin. Einen Tag nach den Rivalen Kolbermoor und Langstadt steigt auch Titelverteidiger und Champions-League-Sieger ttc berlin eastside in die Play-offs ein. Gegen den ESV Weil, der sich in drei packenden Viertelfinalmatches überraschend gegen den TSV Schwabhausen durchgesetzt hatte, tragen die Berlinerinnen beide Halbfinalpartien in heimischer Halle aus, nämlich in der ASP.5 Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz in Berlin-Lichtenberg. Die Vereine haben sich dahingehend geeinigt.

Natürlich sind die „Machtverhältnisse“ ziemlich eindeutig. Alles andere als zwei deutliche Berliner Siege käme einer Sensation gleich. Und Weil hat als Aufsteiger mit dem Erreichen des Pokal Final Four und nun des Meisterschafts-Halbfinales bereits so viel erreicht, dass die Truppe aus dem Dreiländereck in der Hauptstadt ganz entspannt aufspielen kann. Sie hat – aus ihrer Perspektive betrachtet – bereits alles gewonnen und kann eigentlich gar nichts mehr verlieren. Besonders gespannt ist man natürlich darauf, wie sich die Bulgarin Polina Trifonova präsentiert, die in den Duellen mit Schwabhausen überragte und das Kunststück fertigbrachte, die in der Punktrunde unbesiegte Sabine Winter gleich dreimal zu schlagen.

eastside nimmt Weil nicht auf die leichte Schulter

Für Berlin zählt natürlich nur der Sieg – und der ist Pflicht und sollte bei den überragenden personellen Möglichkeiten des Hauptstadtklubs nach menschlichem Ermessen auch gelingen. Dennoch muss natürlich alles erst gespielt werden und ist so lange offen, bis ein Team zweimal erfolgreich war.

In diesem Sinne denkt auch eastside-Trainerin Irina Palina nicht daran, den Gegner zu unterschätzen. „Für mich kommt der Sieg von Weil gegen Schwabhausen weniger überraschend“, so Palina. „Sie haben eine sehr ausgeglichene, spiel- und kampfstarke Mannschaft. Hinzu kommt ein unglaublicher Teamspirit, den die Südbadenerinnen im Laufe der Saison entwickelt haben.“ Palina ergänzt: „Alle Spielerinnen können unbeschwert aufspielen, weil sie nichts zu verlieren haben. Wir sind sehr gut beraten, wenn wir diesen vermeintlichen Außenseiter sehr ernst nehmen und in beiden Spielen vom ersten bis zum letzten Ballwechsel voll konzentriert zur Sache gehen.“

Auch Manager Andreas Hain äußert sich ähnlich. „Selbstverständlich nehmen wir die Spiele sehr ernst“, sagt Hain. „Wir wollen natürlich Deutscher Meister werden und dafür muss man auch das Halbfinale erst mal gewinnen. Weil ist ausgeglichen besetzt und wir müssen schon sehr konzentriert an die Sache herangehen. Der knappe 5:3-Sieg im Januar sollte Warnung genug sein. Aber das wissen unsere Spielerinnen natürlich.“ 

Hain erklärt auch, wie es zum Doppel-Halbfinal-Duell in Berlin gekommen ist: „Weil hatte aufgrund der Reiseentfernung zwischen Berlin und Weil angeboten, auch beide Spiele in Berlin auszutragen. Das trägt vor allem zur Sicherheit aller Spielerinnen bei, da wir in Berlin ja auch schon viel Erfahrung mit der Abwicklung von Spielen unter Corona-Bedingungen haben. Da keine Zuschauer zugelassen sind und beide Vereine mit JOOLA auch den gleichen Ausrüster haben, war dies letztlich organisatorisch die beste Lösung. So werden jetzt z.B. auch beide Spiele live bei Sportdeutschland.tv übertragen.“ 

Gästeteam will sich gut verkaufen

An der eindeutigen Außenseiterrolle der Weilerinnen gibt es nichts zu rütteln, die den Ausfall der verletzten Vivien Scholz kompensieren können, da der Kader bekanntlich aus fünf Spielerinnen besteht. Auch Abteilungsleiterin Doris Spiess ist klar, dass die Chance sehr gering ist, das Finale um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. „Wir werden in Berlin voraussichtlich komplett antreten“, kündigt sie an. „Zum Spiel selbst gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass Berlin natürlich als haushoher Favorit ins Rennen geht. Wir werden aber trotzdem versuchen, das Beste aus der Mannschaft herauszuholen, um uns möglicherweise den einen oder anderen Punkt zu sichern.“

Auch Doris Spiess schneidet nochmals das Thema des Verzichts auf das Heimrecht an und erklärt: „Dass beide Spiele in Berlin stattfinden, ist der Tatsache geschuldet, dass es ja keine Zuschauer gibt und es deshalb auch keine Vorteile für den Heimverein gibt. Daher macht es wenig Sinn, dass beide Mannschaften sich den Stress mit der weiten Anreise zumuten und viel Geld für Fahrtkosten und Übernachtung ausgeben. So haben wir uns mit Berlin auf Kostenteilung geeinigt und spielen deshalb zweimal in Berlin. Mit Zuschauern wäre das natürlich anders.“

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