Nina Mittelham (Foto: ITTF)
Kurz-Interview mit Nina Mittelham über ihre Ambitionen im Einzel, die Auswahl ihrer Doppelpartnerinnen und die Vorfreude auf freie Tage

Topgesetzte Mittelham möchte ihren Titel in Chemnitz verteidigen

SH 27.02.2020

Frankfurt/Main. Sie ist in Chemnitz an Position eins gesetzt und im Einzel und Doppel die Titelverteidigerin. Nina Mittelhams Konkurrenz ist jedoch groß. Die letztjährige und sehr erfolgreiche Zufallskombination mit Mädchen-Team-Europameisterin Franziska Schreiner wird es dieses Mal nicht geben. Mittelham schlägt an der Seite von Nationalteamkollegin Sabine Winter auf. Ein Tipp für zukünftige Interessentinnen als Doppelpartnerin: Nina Mittelham entscheidet sich fast immer kurzfristig.

Du bist im Einzel topgesetzt und die Vorjahressiegerin. Wie schwer wird es, deinen Titel in Chemnitz zu verteidigen?
Nina Mittelham:
Als Topgesetzte möchte ich natürlich meinen Titel verteidigen. Ich denke schon, dass das im Rahmen des Möglichen ist. Aber dafür muss ich gut spielen, gut drauf sein. Es sind immer Gegnerinnen dabei, gegen die ich verlieren kann. Ich persönlich spiele außerdem gegen schlechtere Spielerinnen immer schlechter, daher wird es für mich umso schwerer. Ich werde mein Bestes geben, und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt.

Im Doppel hast du 2019 zusammen mit Franziska Schreiner gewonnen, bist mit Kristin Lang Europameisterin und spielst jetzt mit Sabine Winter. Wie entstehen eigentlich solche Traumduos?
Mittelham:
Dass ich im vergangenen Jahr mit „Franzi“ gespielt habe, war eher Zufall. Ich hatte eigentlich überlegt, gar nicht zu spielen, und dann hat „Franzi“ mich kurzfristig gefragt, ob ich nicht doch spielen möchte. Kristin (Lang, d. Red.) wollte eigentlich mit Nana (Shan Xiaona) spielen, und als Nana dann abgesagt hat, hatten Sabine und ich uns schon abgesprochen.

Wie früh muss man dich fragen, um mit dir Doppel spielen zu können?
Mittelham:
Ich bin eine, die sich relativ spät abspricht – außer man hat sich bei einem anderen Turnier vorher schon abgesprochen. Ich sehe das relativ entspannt und finde, es muss auch ein bisschen Spaß machen.

Du trittst in Chemnitz nicht im Mixed an. Liegt das an deinen vielen Terminen mit World Tour, Bundesliga, Champions League und Lehrgängen?
Mittelham:
Ich hatte eigentlich vor, mit Dang (Dang Qiu, d. Red.) Mixed zu spielen. Dann hat er sich aber umentschieden und will sich lieber aufs Einzel fokussieren, weil er in den Wochen vorher schon viel unterwegs war und auch noch um einen Startplatz bei der WM kämpft. Das war für mich okay, und so habe ich entschieden, dass ich selbst ebenfalls nur Doppel und Einzel spiele. Ich werde auch so schon genug Spiele machen. Ich war ziemlich viel unterwegs und bin relativ fertig. Ich freue mich darauf, wenn nach Chemnitz und direkt im Anschluss den Qatar Open mal eine ruhigere Woche kommt.

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