TTC Langweid eilt dem Titel entgegen / Beim Auf- und Abstieg sind die Vorentscheidungen gefallen

MS 14.01.2011

Ähnlich wie bei den Herren besitzt auch die 2. Bundesliga der Süd der Damen einen unangefochtenen Spitzenreiter, der in Sieben-Meilen-Stiefeln auf den Wiederaufstieg in die Bundesliga zueilt.  Der TTC Langweid kann bei derzeit vier Punkten Vorsprung bereits Mitte März im Spitzenspiel gegen Busenbach die Meisterschaft endgültig für sich entscheiden. Doch nicht nur für die TTC-Damen sowie für den alleinigen Verfolger TV Busenbach scheint der Saisonverlauf schon nach der Hälfte aller Spiele vorausbestimmt zu sein, auch im längst aussichtslosen Abstiegskampf von Schlusslicht NSU Neckarsulm und DJK Offenburg kämen Veränderungen  im zweiten Saisonabschnitt einer Sensation gleich. Die am vergangenen Wochenende begonnene Rückrunde wird zwar in puncto Entscheidungen keinerlei Überraschungen mehr bereithalten, dafür jedoch gibt es von Rang drei bis acht insgesamt sechs Mannschaften, die ihre Positionen im weiteren Saisonverlauf je nach Tagesform noch untereinander tauschen können.


Aya Umemura beste Spielerin


Die besten Vereine stellen erwartungsgemäß auch die besten Spielerinnen des ersten Saisonabschnitts. Langweids Japanerin Aya Umemura hatte mit 16 Siegen bei nur zwei Niederlagen den Löwenanteil am Erfolg des ehemaligen Deutschen Meisters, dicht gefolgt bei nur einem mehr verlorenen Match von Busenbachs Guo Pengpeng, die zusammen mit Jessica Göbel (Platz vier/15:4 Bilanz) die beste Doppelspitze der Liga bildet. Das hintere Paarkreuz hingegen dominieren ein wenig Spielerinnen der Teams aus dem Mittelfeld, die häufiger zum Einsatz kamen als beispielsweise Langweids Larisa Stancu (8:2). Stolze 10:1-Siege hat Linda Renner vom Viertplatzierten LTTV Leutzscher Füchse in ihrer Bilanz zu Buche stehen, und nicht minder eindrucksvoll nimmt sich die 14:3-Erfolgsserie von Iveta Klacanska vom Tabellendritten BSC Rapid Chemnitz aus. Die beiden direkten Kontrahenten im Kampf um den dritten Platz nehmen auch in der Zuschauerstatistik die Führungsrollen ein. Insgesamt 625 Fans wollten bislang die Spiele der Füchse sehen, was im Schnitt eine Besucherzahl von 125 ergibt. Im Duell mit Chemnitz (525/87) sorgten 205 Zuschauer auch für den bisherigen Saisonrekord der Liga.


Chemnitz hat den dritten Rang im Visier


Die Vorrunde noch nicht komplett abgeschlossen hat der TTC Optolyth Wendelstein, der derzeit mit 9:7 Punkten auf Rang fünf liegt. Das letzte Heimspiel gegen Offenburg musste allerdings abgesagt werden, da die Halle im Dezember wegen der massiven Schneefälle gesperrt werden musste. Die Partie wird nun erst am 22. Januar nachgeholt, so dass die Mittelfranken dann ihr Punktekonte weiter aufwerten können. Trumpfasse in Wendelstein waren bislang die an der Spitze stark auftrumpfende Tschechin Martina Smistikova (9:5) sowie das Doppel Andrea Schiel/Svenja Weikert, das in acht Begegnungen nur zwei Niederlagen kassierte.


Die Bundesligareserve von Hassia Bingen, der ATSV Saarbrücken (beste Spielerin    Simone Haan an Position drei mit 8:6) sowie der nicht zuletzt von den Punkten Desirées Czajkowskis an Position drei (11:4) profitierende NSC Watzenborn-Steinberg komplettieren derzeit auf den Rängen sechs bis acht das Sextett, das sich in der zweiten Saisonhälfte noch Chancen auf den dritten Tabellenplatz machen darf, wenngleich dieser nach Beginn der Rückrunde mit den beiden Siegen über Leutzscher Füchse und den ATSV Saarbrücken derzeit relativ fest in den Händen von Rapid Chemnitz erscheint.


Neckarsulm ein bemerkenswertes Schlusslicht


Der Tabellenvorletzte DJK Offenburg kann einem in dieser Saison regelrecht leidtun. Nachdem vor Saisonbeginn bereits die Hiobsbotschaft des Nichteintreffens ihrer brasilianischen Nummer zwei Karin Sako die DJK bis ins Mark traf und von einem gleichwertigen Kampf um den Klassenerhalt abhielt, wird nun auch noch mit Petra Heuberger aufgrund ihrer Schwangerschaft eine zweite Spielerin der Mannschaft ausfallen. Den Südbadenerinnen kommt damit bei bereits sechs Punkten Rückstand auf das rettenden Ufer auch die letzte Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd in der Rückrunde sowie auf den Verbleib in der 2. Bundesliga abhanden. Als Trostpflaster bleibt dem Team von Trainer Pavel Levine die gute Bilanz der Niederländerin Yana Timina (9:7) im Spitzenpaarkreuz sowie das passable 5:3-Ergebnis der 20-jährigen Polizei-Auszubildenden Christine Koch an Position drei.

Schlusslicht NSU Neckarsulm kann bei mittlerweile 0:20-Punkten nur noch ein Wunder retten. Umso bemerkenswerter ist die bärenstarke 12:6-Bilanz, die sich Spitzenspielerin Alexandra Urban trotz der Niederlagenserie mit herausragenden Leistungen erkämpfte. Für den funktionierenden Verein Neckarsulm spricht zudem der Zuschauerschnitt von 71 Besuchern, der immerhin trotz des aussichtslosen Unterfangs Klassenerhalt der viertbeste der Liga ist.

 

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