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Heinz Böhne (Foto: TTVN)
Seit 17 Jahren steht er an der Spitze des siebtgrößten Fachverbandes im Landessportbund Niedersachsen

TTVN-Präsident Heinz Böhne feiert seinen 75. Geburtstag

Dieter Gömann (TTVN) 08.11.2021

Hannover/Bückeburg. Er erblickte acht Tage nach der Gründung des Landes Niedersachsen das Licht der Welt. Er entdeckte mit 20 Jahren seine Vorliebe für den Tischtennissport und verschrieb sich bereits acht Jahre später dem Ehrenamt. Er ist einer der ältesten „Landesfürsten“ der 18 Landesverbände im DTTB und obendrein wird er mit seinem 17 Dienstjahre andauernden Wirken an der Spitze eines Landesverbandes lediglich um zwölf Monate von einem „Kollegen“ übertroffen - die Rede ist von Heinz Böhne, der am 9. November seinen 75. Geburtstag feiert hat und seit dem Jahr 2004 bis heute Präsident des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen (TTVN) ist.

Heinz Böhne stammt gebürtig aus Rusbend im Schaumburger Land - seit der Gebiets- und Verwaltungsreform ein Ortsteil der Stadt Bückeburg – wo er auch heute noch lebt. Im Jahr eins nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, zählt der Jubilar zu jenem besonderen Jahrgang 1946, in dem so bekannte Größen wie König Carl XVI. Gustaf von Schweden, die Musiker Udo Lindenberg, Howard Carpendale, Mireille Mathieu oder auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton das Licht der Welt erblickten.

Mit 28 Jahren Verbandsjugendwart

Die ersten Schritte als Sportfunktionär unternahm Heinz Böhne in einem Alter, in dem seine damaligen Altersgenossen einzig und allein dem Tischtennisball frönten, sich im Punktspielbetrieb gemessen haben und sich (noch) nicht so sehr für die Gemeinschaft einbringen wollten. Ganz anders der Jubilar: Er startete 1974, als er acht Jahre zuvor erst zum Tischtennissport gekommen war, mit 28 Jahren seine Funktionärskarriere als Verbandsjugendwart und übte dieses Amt bis 1986 aus. Sein Stellvertreter war Dieter Gömann (GSV Holzminden) – der Autor dieser Laudatio übrigens und TTVN-Pressewart –, Verbandsmädelwartin Irene Reinhardt (TSR Olympia Wilhelmshaben) und als Beisitzer fungierte das Ehepaar Ernst und Inge Vollbrecht (TTV Rinteln).

Schon in den 1970er- und 80er-Jahren erkannten die Funktionäre übergeordneter Gliederungen, dass Heinz Böhne mit seinen jungen Jahren ein exzellenter Mann für die Zukunft im Tischtennissport im Allgemeinen und für die Belange des Jugendsports im Besonderen sein könnte. Man hatte sich nicht lange mit dem Gedanken befasst, sondern schlicht und einfach gehandelt. Das Ergebnis ist hinreichend bekannt: Der Jubilar wurde wenig später anlässlich des Ordentlichen Verbandstages des Norddeutschen Tischtennis-Verbandes (NTTV) zum NTTV-Jugendwart gewählt. Dieses Amt hatte er mehr als 15 Jahre ausgeübt. Und Kraft dieses Amtes zog er zugleich in den DTTB-Jugendausschuss ein.  Anfangs in der Endphase unter Hans-Jürgen Haase (19667-1979), dem damaligen Schulleiter aus Kiel, und danach unter Dieter Steffen (1979-1997) aus Löhne, gleichfalls ein Schulleiter. Als Beisitzerin fungierte Erika Deichsel aus Kiel.

Frühes Ziel Böhnes: TTVN als Spitzenverband im DTTB

Schon sehr früh hatte sich Heinz Böhne im Ehrenamt ein großes Ziel gesetzt – geboren aus der langjährigen Jugendarbeit heraus -, mit seinen Bemühungen, den Tischtennis-Verband Niedersachsen auf dem sportlichen Sektor zu einem Spitzenverband im DTTB zu machen. Die Folge war, dass er sich im Jahre 1986 auf den beschwerlichen Weg begeben hatte, als er sich anlässlich des Ordentlichen Landesverbandstags als Vizepräsident Sport wählen ließ und fortan die Weichen für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit gestellt hatte.

Erster Auslöser hierfür war, zusammen mit dem damaligen Landestrainer Karl Kamps maßgeblich bei der Gründung des „Vereins zur Förderung des Tischtennissports (VFTT)“ mitzuwirken und so die Politik, Wirtschaft, die LOTTO-Sportstiftung neben dem Landessportbund Niedersachsen (LSB) sowie Einzelpersonen aus dem Land Niedersachsen ins Boot zu holen. Zuvor hatte Böhne bereits mit der vor Karl Kamps tätigen Landestrainerin Lena Andersson, beheimatet in der schwedischen Universitätsstadt Lund, zielführende Ideen und Vorhaben entwickelt, um gute und letztlich erfolgreiche Jugendarbeit im und für den TTVN auch umzusetzen.

Schon Ende der 1990er-Jahre – lang, lang ist’s her – hatte der Jubilar bekannt: „Da Mittelmaß nie meine Sache war, muss das Fernziel sein, den TTVN zu einem Spitzenverband im DTTB zu machen. Ich weiß, das ist ein verdammter Brocken. Aber die Voraussetzungen sind vorhanden, im Tischtennis und im TTVN.“ Seit jener Zeit hat die Leistungsförderung im Schüler- und Jugendbereich ihre Früchte getragen. Nach Dimitrij Ovtcharov und Ruwen Filus, die seit nunmehr rund 15 Jahren den TTVN als bemerkenswerten Ausbildungsverband innerhalb des DTTB repräsentieren und international viele Meriten, Medaillen und Titel gesammelt haben, hatte die nächste Generation als Nachfolger dieses Duos auf sich aufmerksam gemacht: Tobias Hippler, Nils Hohmeier und Cedric Meissner waren beim Zweitligisten TuS Celle 92 in deren Fußstapfen getreten und spielen heute – in Ermangelung mindestens eines Zweitligisten im TTVN – beim 1. FC Köln (2. Bundesliga) beziehungsweise bei den Erstligisten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und TTC OE Bad Homburg.

Etablierung des Bundesstützpunktes Nord in Hannover

Dieser Ist-Zustand ist maßgeblich das Ergebnis eines bestens an der Akademie des Sports in Hannover etablierten Bundesstützpunktes Nord, wo während der seit März 2020 andauernden Corona-Pandemie die niedersächsischen Bundeskader-Athletinnen und -Athleten durchgängig trainieren konnten. Dies alles sind Erfolge, die die Handschrift des frisch gebackenen 75-Jährigen tragen. Er steht an der Spitze des TTVN, der zu den fünf leistungs- und mitgliederstärksten Verbänden innerhalb des DTTB gehört – und dieser wiederum zu den größten Sportfachverbänden im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zählt.

Nach einem arbeitsreichen Leben, begonnen bei der Deutschen Bundespost und danach bis zur Pensionierung bei der Telekom in Hannover – hier verbeamtet – ist der Jubilar seitdem in seinem (Un-)Ruhestand voll und ganz im Ehrenamt für den Tischtennissport aufgegangen. Er engagiert sich in einer Art und Weise, die ihn zu einem führenden Funktionär für den Tischtennis-Verband Niedersachsen im Kreis der Fachverbandsvorsitzenden im Landessportbund Niedersachsen (LSB) hat werden lassen. So verwundert es nicht, dass Heinz Böhne in junger Vergangenheit zum stellvertretenden Vorsitzenden der „Ständigen Konferenz“ gewählt wurde, die innerhalb der Landesfachverbände für die Meinungsbildung und den Meinungsaustausch zuständig ist. Sie setzt sich aus den Präsidenten beziehungsweise Vorsitzenden der Landesfachverbände zusammen.

Bei der TS Rusbend immer noch am Ball

Im Konzert der 18 Landesverbände innerhalb des DTTB spielt der Jubilar bei den ersten Geigen einen ganz wichtigen Part und zählt bei konzertanten Aktionen zum äußerst einflussreichen Quintett, den so genannten „Big Five“, die sich neben Niedersachsen aus den Verbänden Hessen, Westdeutschland, Baden-Württemberg und Bayern zusammensetzen. Und diese fünf Verbände sind seit Mitte September dieses Jahres in einer Videokonferenz in ganz besonderer Weise aktiv gewesen. Sie haben sich bei der Suche nach einem Nachfolger oder Nachfolgerin für den am zweiten Dezember-Wochenende auf dem Bundestag in Frankfurt am Main nicht wieder für das Amt des DTTB-Präsidenten kandidierenden Michael Geiger zwischenzeitlich einvernehmlich für Claudia Herweg aus Köln, frühere Zweitligaspielerin und Trainerin beim Westdeutschen Tischtennis-Verband (WTTV), ausgesprochen, die ihrerseits ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hat.

Bei diesem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement um den Tischtennissport im TTVN und DTTB verfügt der Jubilar in seiner eng bemessenen Freizeit über drei ganz besondere Nischen: Einerseits geht er wöchentlich in die Sporthalle der Turnerschaft (TS) Rusbend, die der Stadt Bückeburg gehört, zum Tischtennis-Training und misst sich mit vornehmlich jüngeren Gegnern im Punktspielbetrieb. Andererseits verbringt er mit seiner Frau viele Wochen in seiner zweiten Heimat: in seinem Ferienhaus in Mittelschweden, in dem auch seine drei erwachsenen Töchter und drei Enkelkinder gern Urlaub machen. Und zum Dritten: Bei nationalen und unternationalen Veranstaltungen beziehungsweise Meisterschaften pflegt das Ehepaar Böhne seit vielen Jahren mehr als nur die Geselligkeit und Freundschaft mit dem WTTV-Präsidenten Helmut Joosten und seiner Frau – er ist übrigens der eingangs erwähnte um ein Jahr dienstältere Verbandspräsident. Beide Paare nutzen vor und nach diesen Veranstaltungen die Gelegenheit, Kunst, Kultur und Musik in der näheren Umgebung wahrzunehmen.

Bleibt anschließend der Wunsch der großen Tischtennisfamilie im TTVN, NTTV und DTTB, dass unserm 75-jährigen Heinz Böhne viel Gesundheit und Wohlergehen auch künftig beschieden sein möge, dass er auch im kommenden Lebensjahr weiterhin einflussreich an den Tischtennis-Stellschrauben zum Wohle und der Fortentwicklung unserer Sportart drehen möge.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion ist dieser Text der Dezember-Ausgabe des offiziellen TTVN-Verbandsorgans "tischtennis magazin für niedersachsen" (ttm) entnommen.

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