Vorjahresfinalist Engemann geht in Varadzin erneut auf Medaillenjagd (Foto: Steinbrenner)
Beginn am Mittwoch / Nur Hippler von Stufe eins freigestellt / Vorjahresfinalist Engemann am Start

U21 EM: Sieben Deutsche kämpfen in Varadzin um Medaillen

02.03.2020

Frankfurt/Varadzin. Mit insgesamt sieben Spielern geht der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) von Mittwoch bis Sonntag bei den U21-Europameisterschaften in Kroatien an den Start. In Varazdin kämpfen die 56 besten Junioren und Juniorinnen des Kontinents um Edelmetall im Einzel, Doppel und Mixed, darunter auch Gerrit Engemann (Hamm), der im Vorjahr in Portugal Einzel-Silber mit nach Hause nahm.

Bereits dreimal standen DTTB-Asse bei den U21-Titelkämpfen im Finale. Bei der Premiere in Sotschi 2017 gewann Chantal Mantz das deutsche Endspiel vor Yuan Wan, Dang Qiu sicherte sich damals die Silbermedaille hinter Tomislav Pucar (Kroatien). Bei der dritten Auflage im Vorjahr spielte Gerrit Engemann um Gold und musste nach einem starken Finalauftritt nur knapp dem Griechen Ioannis Sgouropoulos gratulieren. 

Vorjahresfinalisten müssen in Stufe 1 an den Tisch

Der Vorjahressieger ist ebenso wie Engemann wieder mit von der Partie, beide zählen aber nicht zu den acht Topgesetzten. Der DTTB liebäugelt dennoch in Varadzin erneut mit Edelmetall, und die qualifizierten Nachwuchsasse haben allemal das Format dazu. Tobias Hippler (Celle) ist unmittelbar vor Engemann an Position acht gesetzt und gehört damit zur privilegierten Gruppe jener acht Asse, die erst in der zweiten von drei Turnierstufen ins Geschehen eingreifen. Hinter den beiden am höchsten eingestuften Talenten komplettieren Cedric Meissner (Mainz) und Fanbo Meng (Fulda) das deutsche Aufgebot bei den Herren. Beide stellten in den letzten Wochen bei ITTF-Turnieren ihre Gefährlichkeit ein ums andere Mal unter Beweis. Meissner gelang dies zudem an diesem Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Chemnitz, als er sensationell den Turnierfavoriten und Weltranglisten-14. Patrick Franziska bezwingen konnte.

Bei den Damen sind drei Spielerinnen mit von der Partie, die angesichts ihrer Jugend gegen die vielfach ältere Konkurrenz nicht zu den direkten Medaillenaspiranten zählen, aber durchaus für eine positive Überraschung gut sind. Zum Aufgebot gehören wie im Vorjahr Sophia Klee (Niestetal) und Franziska Schreiner (Hofstetten), dritte Spielerin ist Yuki Tsutsui (Bad Driburg).

Helmut Hampl: "Alles ist möglich"

Helmut Hampl, der Cheftrainer des Deutschen Tischtennis-Zentrums (DTTZ) und Bundestrainer der U23-Fördergruppe, der unter anderem die Karrieren von Timo Boll und Jörg Roßkopf entscheidend mit beeinflusste und der in Varadzin von seinen Kollegen Tamara Boros und Lei Yang unterstützt wird, hofft auf ein gutes Abschneiden, weiß gleichzeitig aber auch um die Stärke der Konkurrenz: "Es ist alles möglich, das Teilnehmerfeld ist sehr ausgeglichen." Auf wen die Deutschen in ihren ersten Spielen treffen, entscheidet sich übrigens erst bei der Auslosung am Dienstagabend um 18 Uhr.  In Kroatien eintreffen wird das deutsche Aufgebot erst am späten Montagabend. Wegen einer am Frankfurter Flughafen am Vormittag gesichteten Drohne verschob sich der Abflug des deutschen Teams um mehrere Stunden nach hinten auf 18 Uhr.

Bei den Herren führen der Franzose Bastien Rembert, die Rumänen Cristian Pletea und Rares Sipos sowie der Russe Vladimir Sidorenko die Setzungliste an, bei den Damen zählen Titelverteidigerin Adriana Diaconu (Rumänien), Lisa Lung (Belgien), Andreea Dragoman (Rumänien) und Tatiana Kukulkova (Slowakei) zum engsten Favoritenkreis.

Zwei Gruppenphasen, dann K.-o.-System / Auslosung erst Dienstag

Gespielt wird in Varadzin bei Damen und Herren zunächst in zwei Gruppenstufen, bevor der Wechsel der 16 Besten in das K.-o.-System erfolgt. Die jeweils acht Topgesetzten sind für die erste Stufe mit zwölf Vorrundengruppen à vier Spielern freigestellt. Zusammen mit den Gruppensiegern und den Zweitplatzierten der Vorrunde, zusammen 24 an der Zahl, ermitteln die acht Gesetzten in Stufe zwei in acht Vorrundengruppen à vier Spielern die 16 Achtelfinalteilnehmer, die ab Samstag im K.-o.-System die neuen Europameister ausspielen. Die Auslosung findet am Dienstag ab 18 Uhr statt.

Auslosung und Ergebnisse auf der Webseite der ETTU

DAS U21-AUFGEBOT DES DTTB

Damen-Einzel: Sophia Klee (SC Niestetal/TuS Bad Driburg), Franziska Schreiner TV 1921 Hofstetten), Yuki Tsutsui (TuS Bad Driburg)
Herren-Einzel: Gerrit Engemann (TTC GW Bad Hamm), Tobias Hippler (TuS Celle), Cedric Meissner (FSV Mainz 05), Meng Fanbo (TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell)
Damen-Doppel: Klee/Schreiner, Tsutsui/Nikita Petrovova (Tschechien)
Herren-Doppel: Engemann/Meng, Hippler/Adrien Rassenfosse (Belgien), Meissner/Andreas Csaba (Ungarn)
Mixed: Engemann/Tsutsui, Hippler/Schreiner, Meng/Klee, Meissner/Tania Plaian (Rumänien)
Trainer: Helmut Hampl (Cheftrainer DTTZ und Bundestrainer U23), Tamara Boros (DTTZ-Trainerin), Lei Yang (DTTB-Honorartrainer)
Physiotherapeut: Maria Först (Neuss)
Schiedsrichter: Sven Weiland (Oberschiedsrichter), Michael Kamann

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