WADA verzichtet auf Einspruch beim CAS / Kein Dopingfall Ovtcharov

SH 11.02.2011

Montreal. Nach der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) hat auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) im Fall Dimitrij Ovtcharov die Entscheidung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) bestätigt und erkennt in dieser Angelegenheit keinen Dopingfall. Sie verzichtet auf ihr Einspruchsrecht beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne, wie die WADA dem DTTB mitgeteilt hat. Weil der Weltverband ITTF bereits frühzeitig von einer Berufung abgesehen hatte, ist das Verfahren nunmehr abgeschlossen. Der 22-jährige Weltranglisten-15., Ovtcharov, muss keine Sperre oder sonstige Konsequenzen fürchten.


„Die WADA hat unsere Präsidiumsentscheidung vom Oktober in vollem Umfang bestätigt“, kommentierte DTTB-Präsident Thomas Weikert. „Unsere Entscheidungen werden damit von allen Seiten akzeptiert. Die Nationale Anti Doping Agentur hatten wir bereits in die Anhörung im Oktober eingebunden. Auch das unabhängige Disziplinarorgan Anti-Doping des DTTB war nach eingehender Prüfung des Sachverhalts im Dezember und Januar zu keinem anderen Ergebnis gekommen.“


Dimitrij Ovtcharovs Urinprobe vom August 2010 enthielt Spuren der verbotenen Substanz Clenbuterol. Der vierfache Mannschaftseuropameisters konnte überzeugend darlegen, dass die Substanz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die Nahrungsaufnahme während der China Open ohne sein Wissen in seinen Körper gelangt ist. Diese Argumentation wurde auch durch führende deutsche Anti-Doping-Experten wie Prof. Dr. Wilhelm Schänzer, Leiter des Biochemischen Instituts an der Sporthochschule Köln, und Dr. Detlef Thieme, Direktor des Instituts für Dopinganalytik und Sport¬biochemie in Kreischa/Dresden, gestützt.

 

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