Des einen Freud'...: Weltmeister Ma Long und der zweitplatzierte Falck (Foto: MS)
Die meisten deutschen WM-Starter müssen im Mai-Ranking leichte Verluste hinnehmen

Weltrangliste: Weltmeister ist zurück im Konzert der Besten

SH 29.04.2019

Budapest. Sein Titel-Gewinn von Budapest macht sich für Weltmeister Ma Long auch in der Weltrangliste bemerkbar. Nach sechsmonatiger Abwesenheit im Konzert der Besten wird der Chinese im Mai-Ranking des Weltverbands ITTF wieder in den Top 10 geführt. Mit Platz fünf liegt er zwei Ränge vor Europas und Deutschlands Nummer eins, Timo Boll (Düsseldorf), der zwei Plätze gegenüber dem April verlor. Zu seinem Achtelfinalspiel hatte Rekord-Europameister Boll wegen einer fiebrigen Virusinfektion während der Welttitelkämpfe in Ungarns Hauptstadt ebenso wenig antreten können wie zum Viertelfinale im Doppel an der Seite von Patrick Franziska (Saarbrücken). Franziska, der im Einzel in der Runde der besten 32 Top-10-Spieler Lee Sangsu aus Südkorea unterlag, hat sich auf Rang 17 vorgeschoben.

Auf seinem Weg zurück nach langer Verletzungspause im vergangenen Jahr hat der Orenburger Dimitrij Ovtcharov, der in Budapest in Runde drei scheiterte, auch in der Weltrangliste einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen. Er ist im Mai auf Position 15 zurückgefallen, wo er zuletzt im Juli 2011 zu finden war. Erfreulich ist der weitere Aufstieg von WM-Debütant Dang Qiu. Der Grünwettersbacher TTBL-Akteur, der in Einzel, Doppel und Mixed die Qualifikation überstand, machte 26 Plätze gut und rangiert auf Position 72.

"Die WM in Budapest ersetzt in der Wertung die WM in Düsseldorf vor zwei Jahren", erklärt Richard Prause, Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes. "Auch die großen Sprünge erklären sich so, wenn ein Spieler besser oder schlechter oder vielleicht die letzte WM gar nicht gespielt hat." Ruwen Filus etwa, Fuldas Abwehrass, hat sich bei der diesjährigen DTTB-internen WM-Qualifikation der Herren nicht durchsetzen können und war in Budapest nicht am Start, hatte aber bei der Heim-WM 2017 das Achtelfinale erreicht. So verliert er nun 28 Plätze bis zum 87. Rang.

Solja weiter beste Deutsche

Bei den Damen bleibt Mixed-Bronzemedaillengewinnerin Petrissa Solja (Langstadt) als 24. die beste Deutsche vor Han Ying (Tarnobrzeg, Polen) als 37. und der Berlinerin Nina Mittelham, die die Nummer 49 ist. Plätze eingebüßt haben die Kolbermoorerinnen Sabine Winter und Kristin Lang, Achtelfinal-Teilnehmerin der WM 2017, die nach der Ungarn-WM neun bzw. sogar 25 Plätze hinter ihrer April-Marke stehen.

Die Weltrangliste wird bei den Herren von einem chinesischen Trio um Spitzenreiter Fan Zhendong angeführt. Der WM-Finalist aus Schweden und zukünftige Bremer, der 27-jährige Mattias Falck, erreicht die beste Platzierung seiner Karriere und ist die neue Nummer elf der Welt.

Bei den Damen dominiert ein Quintett aus dem Reich der Mitte, dem WM-Bronzemedaillengewinnerin Ding Ning vorsteht. Weltmeisterin Liu Shiwen rückte um einen Platz auf Position vier vor.

 

Die Mai-Weltrangliste

Herren

Die Top 10
1 (1) Fan Zhendong (CHN)
2 (3) Lin Gaoyuan (CHN)
3 (2) Xu Xin (CHN)
4 (4) Tomokazu Harimoto (JPN)
5 (11) Ma Long (CHN)
6 (9) Liang Jingkun (CHN)
7 (5) Timo Boll (Düsseldorf)
8 (7) Hugo Calderano (BRA)
9 (10) Jang Woojin (KOR)28
10 (6) Lee Sangsu (KOR)

Die Platzierungen der übrigen Deutschen unter den Top 100
15 (12) Dimitrij Ovtcharov (Orenburg, Russland), 17 (18) Patrick Franziska (Saarbrücken), 39 (35) Ricardo Walther (Grünwettersbach), 42 (43) Benedikt Duda (Bergneustadt), 87 (59) Ruwen Filus (Fulda), 89 (83) Bastian Steger (Bremen), 72 (98) Dang Qiu (Grünwettersbach)

Die weiteren Platzierungen der Deutschen unter den Top 300
205 (221) Gerrit Engemann (Hamm), 212 (230) Tobias Hippler (Celle), 255 (280) Steffen Mengel (Mühlhausen), 258 (234) Dennis Klein (Jülich), 259 (193) Kilian Ort (Bad Königshofen)

Zur kompletten Weltrangliste der Herren


Damen

Die Top 10
1 (1) Ding Ning (CHN)
2 (3) Chen Meng (CHN)
3 (4) Wang Manyu (CHN)
4 (5) Liu Shiwen (CHN)
5 (2) Zhu Yuling (CHN)
6 (6) Kasumi Ishikawa (JPN)
7 (7) Mima Ito (JPN)
8 (8) Cheng I-Ching (TPE)
9 (9) Miu Hirano (JPN)
10 (11) Suh Hyowon (KOR)

Die Platzierungen der Deutschen unter den Top 100
24 (23) Petrissa Solja (Langstadt), 34 (37) Han Ying (Tarnobrzeg, Polen), 49 (50) Nina Mittelham (Berlin), 67 (58) Sabine Winter (Kolbermoor), 117 (92) Kristin Lang (Kolbermoor)

Die weiteren Platzierungen der Deutschen unter den Top 300
171 (143) Wan Yuan (Bingen/Münster-Sarmsheim), 185 (146) Chantal Mantz (Bingen/Münster-Sarmsheim), 214 (250) Shan Xiaona (Berlin)

Zur kompletten Weltrangliste der Damen

WM-Abschlusstag: Ma Long bleibt "der Diktator"

Durch Mattias Falck ist Schweden zurück im Tischtennis-Fieber

 

 

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