Frankfurt/Main. Am kommenden Wochenende startet die Unterhaus-Saison der Damen: Die Vereine freuen sich bereits auf die neue Runde und erwarten interessante Spiele. Als Anwärter auf den Titel fallen häufig die Namen Langweid und Langstadt. Das sagen die Vereinsvertreterinnen und -vertreter zur neuen Spielzeit.
„Wir gehen positiv gestimmt in die Saison“, sagt Cennet Durgun, Trainierin des bayerischen TTC Langweid. Ihre Mannschaft wird häufig genannt, wenn es um die Frage nach den Favoritinnen in der Liga geht. Zumindest die Richtung stimmt auch für Durgun: „Unser Ziel ist es, vorne mitzuspielen“, erklärt sie. Verstärkt hat sich der TTC mit Ting Yang, sie ergänzt den Trupp aus Veronika Matiunina, Airi Avameri, Melanie Merk und Ganna Fariadanska. Klare Sache ist das aber im Unterhaus nicht. „Anröchte ist gut aufgestellt“, sagt Durgun. Generell sei die Liga ziemlich ausgeglichen.
Zum bayerischen Derby des TTC Langweid mit dem TuS Fürstenfeldbruck wird es am 6. Dezember kommen. Dort setzt Sandra Peter auf einen bewährten Personalstamm, es gab keine Zu- und Abgänge. „Wir möchten möglichst bald einen Nicht-Abstiegsplatz sichern", erklärt sie. Zudem vertraut sie auf eine gute Stimmung, der Mannschaftsgeist wird durch gemeinsames Training und Aktivitäten gefördert.
Auch in Anröchte setzt Manfred Vogel auf Kontinuität: „Wir spielen mit der gleichen Mannschaft“, erklärt er. Der Fokus liegt auf den jungen Spielerinnen Lisa Wang und Lukrecija Juchnaite, beide sollen zwischen zehn und zwölf Spiele absolvieren. „Sie entwickeln sich enorm weiter“, weiß Vogel. Das Ziel der Westfalen ist eine Platzierung unter den Top 3.
Klassenerhalt als Überraschung für Aufsteiger Schönmünzach?
Die Erwartungen an die Saison dämpft Klaus Frey vom SSV Schönmünzach. Sein Team war durch die 3. Bundesliga Süd marschiert, hatte direkt die Meisterschaft geholt. „Der Klassenerhalt wäre eine Überraschung“, meint er. Besonders freut er sich auf das Lokalderby gegen Offenburg. Dort ist die Zielsetzung wiederum sehr klar: „Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt“, sagt Petra Heuberger. Die Mannschaft verlassen hat Nathalie Marchetti, Theresa Lehmann und Rosalia Behringer pausieren. Stattdessen hat man in Offenburg die Iranerin Shima Safaei verpflichtet, auch Ramona Betz ist in der Mannschaft nun mit dabei.
Ebenfalls der Klassenerhalt ist das Ziel der DJK BW Annen. Die Mannschaft hatte nach dem Abstieg in die 3. Bundesliga den direkten Wiederaufstieg feiern können. „Wir freuen uns auf jedes Spiel“, sagt Mannschaftsführer Paulo Rabaça. Neu besetzt sind die erste und dritte Position mit Polina Dobreva und Shriya Anand. Wer das Rennen mache, das komme am Ende auf das Personal an. Auch Rabaça sieht Langweid vorne.
Im Norden hat der MTV Tostedt den Abgang von Mia Griesel mit Anastassiya Lavrova und Suwen Evers-Fan kompensiert. „Wir möchten in beiden Ligen die Klassen halten“, sagt Abteilungsleiter Michael Bannehr. Sein Verein tritt auch in der 3. Bundesliga Nord an. Dort hat Hannover 96 dem Verein das in die 3. Bundesliga aufgestiegene Team übertragen. In der zweiten Mannschaft schlagen jetzt unter anderem die Nachwuchsspielerinnen Sofie Bogulavska, Elisa Meyer und Lisanne Tschimpke auf. Die Stimmung in Tostedt ist gut: „Wir haben Bock drauf“, fasst Bannehr zusammen.
Komplettiert wird die Staffel vom TTC Langen und dem TSV Langstadt II. In Langen hat Sportwart Heiko Keller einen Favoriten. „Bei der Meisterschaft wird kein Weg an Langstadt vorbei gehen“, erklärt er. Aufsteigen dürfte die Mannschaft allerdings nicht, die erste Garde spielt in der 1. Bundesliga. Bis auf den Abgang von Ramona Betz nach Offenburg bleibt die Mannschaft in Langen gleich. Nun soll sich die Truppe im Mittelfeld stabilisieren und die ein oder andere Mannschaft hinter sich lassen. „Für unsere Heimspiele erhoffen wir uns eine gute Resonanz und möchten den Zuschauern großartige Spiele liefern“, meint Keller.
Janina Kämmerer, Spielerin des TSV Langstadt II, bescheinigt der 2. Bundesliga einen Stärkezuwachs. „Einige Mannschaften haben sich nochmal mit neuen Spielerinnen verstärkt", sagt sie. Dennoch könne man aktuell nur schwer abschätzen, wer am Ende oben stehen wird. „Man muss sehen, wie die Mannschaften dann letztendlich antreten werden", erklärt Kämmerer. Ihr eigenes Ziel ist es, am Ende der Saison zu den Top 3 Teams der Liga zu zählen. „Wir sind ein junges Team, das sich auch im Laufe der Saison noch gut entwickeln kann", so die Spielerin.
Die Unterhaus-Saison beginnt am Samstag mit der Partie zwischen Anröchte und Langweid. Die Bayerinnen reisen tags darauf gleich weiter zum TuS Uentrop.