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Turnierdirektor Alex Schilling bei der Siegerehrung mit Shan Xiaona und Barbora Balazova
Deutscher Tischtennis-Bund und Borussia Düsseldorf ziehen positive Bilanz

WTT-Feeder machen Lust auf mehr

MS 25.01.2022

Düsseldorf/Frankfurt. Seit dem vergangenen Donnerstag sind die ersten drei Turniere der neuen WTT-Kategorie Feeder Geschichte. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) und sein Partner Borussia Düsseldorf waren sowohl Gastgeber der Weltpremiere im Dezember als auch der beiden Auftaktturniere des Jahres 2022. Jeweils vier Tage lang wurde das Deutsche Tischtennis-Zentrum (DTTZ) zum Nabel der Tischtennis-Welt, die via Livestreaming in Düsseldorf zugeschaltet war. Im DTTB-Generalsekretariat in Frankfurt am Main und in der Geschäftsstelle der Borussia ziehen die Verantwortlichen eine überaus positive Bilanz und nehmen bereits weitere Top-Veranstaltungen in Deutschland in ihr Visier.

Perfekte Turnierbedingungen für die Sportler

„Der Aufwand hat sich gelohnt. Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen von den Athleten erhalten, die sich ein Turnier genau in dieser Art gewünscht hatten“, resümiert Alex Schilling. Der erfahrene Pressesprecher der Borussia schlüpfte für die Feeder-Turniere zusätzlich in die Rolle des Turnierdirektors und organisierte mit seinem aus Profis und Volunteers bestehenden Team zusätzlich zum Setup der Wettkampfhalle auch Hotelbuchungen, Shuttle-Service, Speiseangebot, Schiedsrichterbereich, Players-Lounge, Trainingshalle und die reibungslos funktionierende Koordination mit ITTF-Veranstalter World Table Tennis – schlichtweg alles Notwendige rund um das Turnier. „Wir hatten gute Voraussetzungen und haben diese optimal genutzt. Außerdem haben wir versucht, beim Feeder all unsere Kräfte auf den Sport zu bündeln“, erklärt Schilling, der ergänzt: „Das scheint uns ganz gut gelungen zu sein. Viele Teilnehmer haben anschließend gefragt, wann das nächste Turnier bei uns stattfindet. Es war uns wichtig, den Spielern das Turnier so angenehm wie möglich zu machen. Außer den Räumlichkeiten im DTTZ hatten wir ein Partner-Hotel in nur zehn Minuten Entfernung mit einem häufig fahrenden Shuttle-Service. Wir konnten eine Trainingshalle mit 16 Tischen anbieten, die fast rund um die Uhr zur Verfügung stand. Dazu flexible, ausgedehnte Essenszeiten und eine Players-Lounge, die ebenfalls gut genutzt wurde.“

Covid-19 sorgt für einen Wermutstropfen

Dass am Ende nicht alles nahezu perfekt verlief, daran hatte Covid-19 den größten Einfluss. Die Pandemie verhinderte weit höhere Teilnehmerzahlen, verrät Schilling: „Wir hatten zahlreiche Anfragen und Teilnahmewünsche, insbesondere aus Asien. Angesichts der Entwicklung der aktuellen Situation haben diese dann aber die Reise gescheut.“ Beim letzten Turnier nahm das Sars-Cov2-Virus dann sogar direkten Einfluss. „40 der gemeldeten Akteure sind gar nicht erst gekommen, nachdem sie zum Teil vor der Abreise positive Tests hatten. Bei den täglichen Schnelltests in Düsseldorf gab es nur sehr wenige vereinzelte Fälle, bei denen dann sofort Kontakte verfolgt und Sportler entsprechend isoliert wurden. Die verpflichtenden PCR-Tests vor der Anreise, die täglichen Testungen und das Tragen einer FFP-Maske vor Ort haben die Events sehr sicher gemacht.“ Nochmals Schilling: „Wir haben aber niemanden in dieser Situation allein gelassen, sondern uns bis zur Entlassung aus der Isolation intensiv um diese Athleten gekümmert, sie verpflegt und täglich mit ihnen im Austausch gestanden.“

Manager Andreas Preuß: „DTTZ hat sich als Austragungsort empfohlen“

Bemerkenswert bleibt unter dem Strich, mit welcher Souveränität die Düsseldorfer Borussia die drei Feeder-Turniere neben ihren nationalen und internationalen Vereins-Verpflichtungen sowie unter Berücksichtigung der besonderen Corona-Bedingungen und der wenigen Wochen zur Organisation stemmte. Entsprechend zufrieden zieht Manager Andreas Preuß Bilanz: „Wir als Borussia sind sehr stolz, in dieser schwierigen Zeit erneut mit Düsseldorf Tischtennis-Hauptstadt gewesen zu sein. Natürlich hätten wir uns mehr Teilnehmer gewünscht und auch Zuschauer, die leider nicht erlaubt waren. Wir waren aber insgesamt zufrieden, dass wir unter sehr widrigen Covid-Bedingungen Turniere durchführen konnten. Es freut uns auch, dass sich mit Benedikt Duda und Patrick Franziska deutsche Topspieler im Einzel sowie in den Doppel-Wettbewerben Yuan Wan/Chantal Mantz im Doppel und Franziska Schreiner/Tobias Hippler in die Siegerliste eingetragen haben.“ Geht es nach Preuß, dann finden in der Zukunft weitere Turniere den Weg in die Tischtennis-Hauptstadt Düsseldorf: „Es hat sich gezeigt, dass sich das Deutsche Tischtennis-Zentrum als idealer Austragungsort für internationale Turniere mehr als empfohlen hat. Damit haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Tischtennis-Bund einen Beitrag für eine noch bessere Kooperation mit Veranstalter WTT geleistet.“

DTTB-Präsidentin Claudia Herweg will internationale Top-Events

DTTB-Präsidentin Claudia Herweg verknüpft ihre Feeder-Bilanz mit einem Dankeschön an den Partner Borussia Düsseldorf: „Wir sind sehr erfreut, dass erstmals seit den German Open im Januar und Februar 2020 wieder offizielle internationale Turniere in Deutschland stattfinden konnten. Ein großes Dankeschön geht dabei an unseren Kooperationspartner Borussia Düsseldorf, der mit seiner Kompetenz und Manpower vor Ort erfolgreiche und von allen Athleten gut angenommene Turniere im Deutschen Tischtennis-Zentrum organisiert hat. Dabei hat sich das DTTZ als ein perfekter Standort erwiesen und sich für künftige Veranstaltungen empfohlen.“

Die Kölnerin hofft, in Deutschland nach der Ausrichtung der Feeder-Turniere bald auch wieder internationale Top-Events mit den Stars der Branche präsentieren zu können: „Für den DTTB waren die Feeder-Turniere die erste enge Zusammenarbeit mit dem neuen ITT-Veranstalter World Table Tennis. Wir hoffen, dass wir in den kommenden Gesprächen mit den WTT-Verantwortlichen schon sehr bald die Weichen auch wieder für die regelmäßige Ausrichtung internationaler Top-Veranstaltungen stellen können. Deutschland mit seinem hohen Zuschauerzuspruch und seinem begeisterungsfähigen Publikum ist ein Weltklasse-Standort für den Tischtennissport.“

Auch sportlich waren die Feeder für Deutschland ein Erfolg

Auch die sportliche Bilanz kann sich aus deutscher Sicht mehr als sehen lassen. Mit Europe-Top-16-Sieger Patrick Franziska und dem Deutschen Meister Benedikt Duda trugen sich zwei DTTB-Asse im Einzel in die Siegerliste ein, hinzu gesellten sich Erfolge in den Doppel-Wettbewerben von Chantal Mantz/Yuan Wan und Tobias Hippler/Franziska Schreiner. Drei weitere Male standen Deutsche in den Endspielen, achtmal gelang ihnen der Sprung ins Halbfinale. Erfolgreichste Athletin war Chantal Mantz mit zwei dritten Plätzen im Einzel sowie einem Turniersieg im Doppel. 
 

Die Top-Platzierungen der Deutschen bei den drei Feeder-Turnieren
Gewinner
Patrick Franziska (Herren-Einzel, Feeder 2/2022)
Benedikt Duda (Herren-Einzel, Feeder 2021)
Chantal Mantz/Yuan Wan (Damen-Doppel, Feeder 2/2022)
Tobias Hippler/Franziska Schreiner (Mixed, Feeder 2021)
Finalisten
Shan Xiaona (Damen-Einzel, Feeder 1/2022)
Sabine Winter (Damen-Einzel, Feeder 2021)
Franziska Schreiner/Tobias Hippler (Mixed, Feeder 1/2022)
Halbfinalisten
Benedikt Duda (Herren-Einzel, Feeder 1/2022)
Sabine Winter (Damen-Einzel, Feeder 1/2022)
Chantal Mantz (Damen-Einzel, Feeder 2021 und 1/2022)
Tobias Hippler/Kilian Ort Doppel (Herren-Doppel, Feeder 2/2022)
Ricardo Walther/Fanbo Meng (Herren-Doppel, Feeder 1/2022)
Yuan Wan/Chantal Mantz (Damen-Doppel, Feeder 2021)
Yuan Wan/Cedric Meissner (Mixed, Feeder 2021)
Benno Oehme (mit Vivien Scholz, Luxemburg / Mixed, Feeder 2021)

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