Fukuoka. Bei den mit 700.000 Dollar dotierten WTT Finals 2024 (20. bis 24. November) im japanischen Fukuoka kämpfen am Freitag der Düsseldorfer Dang Qiu und der Bergneustädter Benedikt Duda um den Einzug ins Halbfinale. Der dritte Deutsche beim Showdown der 16 Jahrespunktbesten der WTT-Tour, Patrick Franziska, verpasste hingegen heute den Einzug in die Runde der besten Acht. Der Weltranglistenelfte unterlag der Nummer 1 des ITTF-Rankings, dem topgesetzten Chinesen Wang Chuqin, knapp mit 1:3. Am Freitag steht Duda um 7:.20 Uhr MEZ Franziskas Saarbrücker Vereinskollegen Darko Jorgic (Slowenien) gegenüber. Um 12:55 Uhr fordert Qiu den Weltranglistenzweiten Lin Shidong heraus, der vor zwei Wochen den Titel beim WTT Champions Frankfurt gewann. Ebenfalls in Fukuoka noch im Dauereinsatz: Kerstin Duchatz, die in Herne lebende Weltschiedsrichterin des Jahres 2023.
Es war ein Duell, das von Beginn an auf des Messers Schneide stand. Jeder Ballwechsel in der von klarer Taktik auf beiden Seiten strukturierten Partie war hochgradig umkämpft. Bevor Favorit Wang Chuqin mit einer nicht einmal sehr harten, aber millimetergenau platzierten Rückhand den vierten Satz mit 11:6 zum insgesamt verdienten Sieg abschloss, erarbeitete sich Patrick Franziska jedoch beim 8:11 im ersten und beim 10:12 im zweiten Durchgang mit einer starken Leistung immer wieder Chancen, dem Spiel frühzeitig eine andere Richtung zu geben. Doch erst der dritte Durchgang ging mit 13:11 verdientermaßen an Franziska, der nach einer 10:8-Führung allerdings drei Ballwechsel später bei 10:11 zunächst einen Matchball des Chinesen abwehren musste.
Vor dem Duell mit dem Asiaten hatte sich Franziska erhofft, vielleicht von den zuletzt weniger stabilen Vorstellungen Wangs profitieren zu können. Das erwies sich allerdings als Trugschluss: „Heute hat man von seinen Unsicherheiten der letzten Wochen nichts mehr gesehen. Er hat von Beginn an ungemein aggressiv gespielt und wenige leichte Fehler gemacht. Ich fand, es war auch von mir ein sehr gutes Spiel, und ich habe gegen ihn besser gespielt als im Finale des Saudi Smash. Etwas schade war, dass ich mir den zweiten Satz nicht geholt habe. Ich kann mit meiner Leistung heute sehr zufrieden sein. Aber ich habe natürlich auch die kleinen Schwachstellen in meinem Spiel gesehen, die mich schon bald wieder in die Trainingshalle treiben, um weiterzuackern.“
Duda und Qiu spielen am Freitag um Halbfinaleinzug
Um den Titel kämpfen im Viertelfinale am Freitag zwei Chinesen, zwei Deutsche sowie je ein Spieler aus Schweden, Südkorea, Japan und Slowenien. Sollte dem in bestechender Form spielenden Europameisterschaftszweiten Benedikt Duda nach seinem Sieg über den Olympiadritten Felix Lebrun (Frankreich) um 7:20 Uhr auch ein Coup gegen seinen Angstgegner, den Europe-Top-16-Gewinner Darko Jorgic, gelingen, so käme es am Samstag zu einem Halbfinalduell mit dem Olympiazweiten Truls Möregardh oder Wang Chuqin. Auf den Macao-Champions-Finalisten Dang Qiu, der sich gestern gegen den Taiwanesen Lin Yun-Ju behauptete, würde im Erfolgsfall nach dem Match gegen Lin Shidong (12:55 Uhr) entweder der Japaner Tomokazu Harimoto oder der Südkoreaner Jang Woojin warten. Ebenfalls in Fukuoka noch im Dauereinsatz: Kerstin Duchatz, die in Herne lebende Weltschiedsrichterin des Jahres 2023.
Die Ergebnisse der Deutschen am Donnerstag
Achtelfinale
Patrick Franziska - Wang Chuqin CHN 1:3 (-8,-10,11,-6)
Die Ergebnisse der Deutschen am Mittwoch
Achtelfinale
Dang Qiu - Lin Yun-Ju TPE 3:2 (-5,-7,5,8,13)
Benedikt Duda - Felix Lebrun FRA 3:2 (-9,6,12,-6,9)
Die Spiele der Deutschen am Freitag
Viertelfinale
Benedikt Duda - Darko Jorgic SLO 7.20 Uhr
Dang Qiu - Lin Shidong CHN 12.55 Uhr
die übrigen Viertelfinalbegegnungen
Wang Chuqin CHN - Truls Möregardh SWE
Tomokazu Harimoto JPN - Jang Woojin KOR
Links
Das DTTB-Aufgebot in Fukuoka
Spieler
Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken-TT), Dang Qiu (Borussia Düsseldorf), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt)
Betreuer
Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer)
Schiedsrichterin
Kerstin Duchatz (Herne)