Das Team der TTG Süßen: Aktuell auf Rang zwei (Foto: Süßen)

3. Liga, Süd: "Mehrspieler"-Kämpfe um Meisterschaft und Klassenerhalt

Barbara Jungbauer 09.01.2016

Neu-Isenburg. Mit der Aussicht auf spannende "Multiplayer"-, Mehrspieler-Duelle um Meisterschaft und Klassenerhalt ist die - im krassen Gegensatz zum nördlichen Pendant - voll besetzte Süd-Staffel der 3. Damen-Bundesliga in die Rückrunde der Spielzeit 2015/16 gestartet. Absolute „Überflieger“ oder überforderte Kellerkinder - Fehlanzeige: Jedes Team kann jedes schlagen.


Süßen und Langweid erneut obenauf


Ganz vorne liegen zur Halbzeit jene beiden Teams, die dort auch schon am Ende der Vorsaison zu finden waren, jedoch in umgekehrter Reihenfolge: Angeführt von der polnischen Neuverpflichtung Martyna Dziadkowiec verdiente sich der Vorjahres-Zweite TTG Süßen den inoffiziellen Herbstmeister-Titel. Dziadkowiec, vom neuen Ligakonkurrenten TB Wilferdingen gen Süßen gewechselt, entpuppte sich als absolut ebenbürtiger „Ersatz“ für die Ungarin Edina Toth, „beerbte“ jene mit einer Bilanz von 15:1-Siegen gar als Nummer eins der ligaweiten Spielerrangliste. Auf Platz zwei: Vorjahres-Meister TTC Langweid, der allerdings noch seltener als 2015/16 in „voller Montur“ antrat, also mit Ex-Europameisterin Krisztina Toth.


Chemnitz und Schwabhausen bilden aussichtsreiches Verfolger-Duo


Richtig, richtig gut stehen bei derzeit nur einem Punkt Rückstand auf das Führungs-Duo aber auch die Titelchancen des BSC Rapid Chemnitz, zumal Langweid und Süßen in der Rückrunde in Chemnitz antreten müssen, wo die Sächsinnen traditionell noch einen ganzen Deut bzw. um die nach wie vor große Klasse ihrer langjährigen Führungsspielerin Nicole Delle stärker sind als auswärts, wo der BSC in aller Regel ohne die Ex-Nationalspielerin antritt. Etwas anders ist es wohl um die Titelchancen der Erstliga-Reserve des TSV Schwabhausen bestellt, die lange Zeit die Tabellen-Führung innehatte. Zwar liegen auch die Oberbayerinnen mit nur zwei Zählern Rückstand noch gut im Rennen, doch müssen sie in der Rückrunde ohne ihre bisherige Spitzenspielerin Eva-Maria Maier auskommen, die ins Erstliga-Team aufrückte.


Teilzeit-Führungskräfte sorgen in Neckarsulm und Sindelfingen für Sorglosigkeit


Weder in Meisterschafts- noch Abstiegskampf verstrickt sind einzig die NSU Neckarsulm (12:8) und der VfL Sindelfingen, die mit knapp positiven bzw. ausgeglichenem Punktekonto von den Rängen fünf und sechs absolut sorglos in die Rückrunde starten konnten. Besagte Sorglosigkeit verdanken beiden Team nicht zuletzt ihren superstarken Teilzeit-Führungskräften Martina Korbelova (Neckarsulm) bzw. Xu Yanhua (Sindelfingen), die zwar zu selten zum Einsatz kamen/kommen, um ganz vorne mitmischen zu können, aber oft genug, um gehörigen Abstand zur Abstiegszone zu wahren.


Ein junges Quartett kämpft gegen den Abstieg


Die Abstiegsfrage wird sich daher wohl zwischen den drei Aufsteigern SV Schott Jena (aktuell: 5:17-Punkte), SV DJK Kolbermoor II und TB Wilferdingen (beide 4:16) sowie dem TV Hofstetten (3:17) entscheiden - allesamt recht junge, mit hoch veranlagten Talenten versehene Teams, denen es im Vergleich zur Konkurrenz lediglich an Routine und Stabilität mangelt. An guten Tagen sind sie selbst den Spitzenteams schon ebenbürtig. Speziell Wilferdingen hat es mit Remis-Spielen gegen Langweid und Süßen gezeigt.

Der Start ins neue Drittliga-Jahr in der Übersicht

Samstag, 9. Januar

TB Wilferdingen - NSU Neckarsulm 2:6

BSC Rapid Chemnitz - TSV Schwabhausen II 3:6

SV Schott Jena - TTC Langweid 0:6

Sonntag, 10. Januar

SV DJK Kolbermoor II - VfL Sindelfingen 0:6

BSC Rapid Chemnitz - TTC Langweid 4:6

TV 1921 Hofstetten - TTG Süßen 5:5

SV Schott Jena - TSV Schwabhausen II 2:6

Die nächsten Partien

Sonntag, 24. Januar

SV DJK Kolbermoor II - TB Wilferdingen, 10:30 Uhr

VfL Sindelfingen - TTG Süßen, 14:00 Uhr

TV 1921 Hofstetten - TSV Schwabhausen II, 14:00 Uhr

Weitere Partien am 6. und 7. Februar

 

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