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Auch beim Nachwuchs auf Ballhöhe: René Adler bei den Jugend-Europameisterschaften in Prag (Foto: DTTB)
Langjähriger Autor stirbt nach langer Krankheit im Alter von nur 51 Jahren

Ein Nachruf auf Tischtennis-Journalist René Adler

SH 28.01.2021

Legden. Das Magazin „tischtennis“ hatte in der Januar-Ausgabe die traurige Mitteilung verbreitet: Der langjährige Tischtennis-Fachjournalist René Adler starb Ende vergangenen Jahres nach langer Krankheit im Alter von nur 51 Jahren.

Die Europameisterschaften in Stuttgart 1992 waren der Startschuss. Seitdem berichtete er von Tischtennis-Großveranstaltungen in aller Welt, war regelmäßig bei EMs, Weltmeisterschaften und sogar Olympischen Spielen vor Ort, bei Turnieren in Deutschland sowieso. Adler arbeitete multimedial – für Zeitungen und Zeitschriften ebenso wie für den Hörfunk sowie als Kommentator für Fernsehen und Internet-TV. Das Magazin „tischtennis“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung waren genauso seine Auftraggeber wie die Deutsche Presse-Agentur, Radio NRW und Eurosport. Sein persönlicher Höhepunkt der journalistischen Karriere war die Vor-Ort-Berichterstattung von den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Dort war er mittendrin im Land der Begeisterung für den Sport, der ihn bis zuletzt intensiv beschäftigte.

„Mir wurde die Tischtennis-Begeisterung in die Wiege gelegt“

„Vielleicht ist mir die Tischtennis-Begeisterung schon in die Wiege gelegt worden, vermutlich ist es aber wohl eher Zufall, dass ich im selben Jahr wie Jörg Roßkopf, Jean-Michel Saive, Zoran Primorac und Peter Karlsson geboren bin“, schrieb er auf seiner Homepage. Als Spieler hat er es zu Erfolgen auf Kreis- und Bezirksebene gebracht. „Schon kurz nach dem Abi habe ich damit begonnen, über die zu berichten, die es viel besser können.“

Die Verbundenheit zu seinem Lieblingssport war immens. Jede Neuigkeit griff er für die verschiedensten Medien auf und setzte sie in Meldungen um, unter anderem für zahlreiche Heimatzeitungen von Mitgliedern des Nationalteams. Adler war immer gut informiert, berichtete oft kritisch, mal ironisch.

In den letzten Jahren wurde es krankheitsbedingt ruhiger um ihn. Die Kontakte wurden weniger. Bei Veranstaltungen auch in Deutschland war er nicht mehr vor Ort. Zu stark war seine chronische Krankheit fortgeschritten, die seine Mobilität zunehmend einschränkte. Weil er nicht mit vielen über seine Erkrankung gesprochen hatte, waren zahlreiche seiner früheren Kollegen von den unterschiedlichsten Medien bestürzt über seinen frühen Tod. Ihr Mitgefühl geht an seine drei Kinder und seine Mutter Christel.

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