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Good Governance

Der Ethik-Code des Deutschen Tischtennis-Bundes

Präambel

In einer sich rasant wandelnden, globalisierten Welt können Vereine und Verbände des deutschen Sports einen essentiellen Beitrag zur demokratischen und nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft leisten. Dies erfordert verantwortliches Handeln auf der Grundlage von Transparenz, Integrität, Rechenschaftspflicht sowie Partizipation als Prinzipien der Good Governance.

Die im nachfolgenden Ethik-Code definierten Werte und Grundsätze bestimmen das Verhalten und den Umgang miteinander innerhalb unseres Verbandes und gegenüber Außenstehenden.

Der Ethik-Code ist für alle Bundesangehörige gemäß § 16 der DTTB-Satzung, Trainer, hauptamtliche und sonstige Mitarbeiter des DTTB verbindlich.

Er kann den Mitgliedsverbänden des DTTB als Grundlage für die Entwicklung eigener Ethik-Codes dienen.

1. Toleranz, Respekt und Würde

Toleranz und Wertschätzung sind die Grundlagen für ein vertrauensvolles Miteinander. Gegenseitiger Respekt sowie die Wahrung der persönlichen Würde und der Persönlichkeitsrechte gewährleisten eine faire, kooperative Zusammenarbeit und sichern die Einheit in der Vielfalt.

Diskriminierung, insbesondere in Bezug auf Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Nationalität, Religion, Alter, Geschlecht, sexuelle Neigung, Behinderung oder politische Haltung ist unzulässig. Belästigungen jeglicher Art werden nicht toleriert.

2. Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Zukunft

Der DTTB verpflichtet sich im Interesse der Zukunftssicherung für nachfolgende Generationen zu einer umfassenden nachhaltigen Verbandspolitik, welche die Achtung der Umwelt, ökonomische Anforderungen und gesellschaftliche Aspekte in angemessenen Ausgleich bringt.

3. Null-Toleranz-Haltung

Regeltreue und Fair Play sind wesentliche Elemente im Sport.

Geltende Gesetze sowie sonstige interne und externe Richtlinien und Regeln sind einzuhalten. Gegenüber Rechts- und Pflichtverstößen, insbesondere Doping und Spielmanipulationen, hat der DTTB eine Null-Toleranz-Haltung.

4. Transparenz

Alle für den DTTB und dessen Aufgaben relevanten Entscheidungsprozesse sowie die zugrunde gelegten Fakten werden mit größtmöglicher Transparenz und Sorgfalt behandelt. Dies betrifft insbesondere alle finanziellen sowie personellen Entscheidungen.

Vertraulichkeit sowie datenschutzrechtliche Vorgaben werden beachtet.

5. Integrität

Integres Handeln setzt von persönlichen Interessen und Vorteilen unabhängige Entscheidungsfindung voraus. Wenn persönliche – ideelle oder wirtschaftliche – Interessen bei einer (für den Verband) zu treffenden Entscheidung berührt werden („Interessenkonflikt“), sind diese offenzulegen.

Einladungen, Geschenke und sonstige materielle oder ideelle Vorteile dürfen nur im vorgegebenen Rahmen in transparenter Weise angenommen oder gewährt werden.

Die Interessenvertretung für unseren Sport erfolgt in transparenter und verantwortlicher Weise.

6. Partizipation

Demokratische Mitgliederrechte, insbesondere auch für Jugendliche und Aktive, sowie die Einbindung beteiligter Interessengruppen gewährleisten der pluralistischen Struktur entsprechende zukunftsweisende Entscheidungen.

7. Sportlerinnen und Sportler im Mittelpunkt

Die Sporttreibenden aller Alters- und Leistungsstufen stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Ihnen zu dienen verlangt eine ethisch geprägte Grundhaltung von allen Verantwortlichen.

Beschlossen vom DTTB-Bundestag am 1. Dezember 2019 in Frankfurt/Main

Ethik-Kommission

Die 2021 eingesetzte Ethik-Kommission des DTTB überwacht den Ethik-Code des DTTB, den der Bundestag 2019 in Frankfurt am Main verabschiedet hat. Darin bekennt sich der DTTB zu Transparenz, Integrität, Rechenschaftspflicht sowie Partizipation als Prinzipien der Good Governance. Der Ethik-Code ist für alle Bundesangehörige gemäß § 16 der DTTB-Satzung, Trainerinnen und Trainer, hauptamtliche und sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DTTB verbindlich. Die Ethik-Kommission berät das Präsidium und leitet bei Anhaltspunkten für oder Hinweisen auf Verstöße gegen die Good-Governance-Regelungen neutrale Untersuchungen ein.

Ein Fall für die Ethik-Kommission? So ist der Ablauf!

An die Ethikkommission können Sie sich wenden, wenn Sie Anhaltspunkte für Verstöße gegen den Ethik-Code des DTTB durch Bundesangehörige, das heißt die den Mitgliedsverbänden angeschlossenen Vereine, deren Mitglieder oder in den Organen des DTTB tätige Personen, oder durch Trainerinnen und Trainer, hauptamtliche und sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DTTB anzeigen möchten. Der Ethik-Code soll alle, die mit der Arbeit des DTTB in Berührung kommen, vor Diskriminierungen und Belästigungen jeglicher Art schützen. Besonders wichtig ist der Kommission dabei der Schutz der Spielerinnen und Spieler, die im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Der Ethik-Code verpflichtet den DTTB sowie seine Angehörigen und Mitarbeiter außerdem zu Nachhaltigkeit, Transparenz, Integrität und Fairness. Wenn Sie hier Anhaltspunkte für Fehlverhalten sehen, können Sie die Kommission jederzeit vertraulich kontaktieren.

So erreichen Sie die Ethik-Kommission

Kontakt zur Vorsitzenden
E-Mail: ombudsfrau@web.de (Brigitte Zypries)

Gemeinsamer Kontakt der drei Kommissionsmitglieder
E-Mail: ethikkommission-dttb@web.de (Brigitte Zypries, Dr. Herbert Dierker, Dr. Michael W. Müller)

Vorsitzende: Brigitte Zypries, Bundesministerin a. D.

Mit Brigitte Zypries hat eine der renommiertesten deutschen Politikerinnen der beiden vergangenen Jahrzehnte den Vorsitz der Ethik-Kommission übernommen. Die in Berlin lebende SPD-Politikerin war von 2002 bis 2009 Bundesjustizministerin, 2017 und 2018 leitete sie das Ministerium für Wirtschaft und Energie, nachdem sie zuvor vier Jahre lang das Amt der parlamentarischen Staatssekretärin bekleidet hatte.

Von 1998 bis 2002 war sie im Bundesinnenministerium als beamtete Staatssekretärin für den Sport zuständig. "Das hat mir das Engagement hunderttausender Ehrenamtlicher im Sport sehr oft deutlich vor Augen geführt. Diese Struktur unterstütze ich gerne, denn sie muss erhalten werden", sagt sie. Als Mitglied von Ethik-Kommissionen bzw. Ombudsfrau ist Zypries bei mehreren Organisationen tätig, unter anderem beim Deutschen Turner-Bund.

Beisitzer: Dr. Herbert Dierker

Nach elf Jahren als Leiter der Sportabteilung bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Berlin ist Dr. Herbert Dierker u. a. als Lehrbeauftragter für Sportmanagement an der Uni Bayreuth sowie als Berater des Bundesinnenministeriums tätig. Zuvor hatte er 13 Jahre an der Spitze der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes wesentlich dazu beigetragen, dass diese heute als wichtigste Beratungsorganisation des organisierten Sports in Deutschland gilt. Die berufliche Arbeit wird aktuell durch verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten u. a. als Vizepräsident Finanzen des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbands Berlin e.V. ergänzt.

Dierker spielte in seiner aktiven Zeit bei der Spvg. Niedermark, dem VfL Osnabrück und Tennis Borussia Berlin Tischtennis. Bei einem der ersten Lehrgänge des DTTB 1977 erwarb er sogar die Trainer-A-Lizenz.

Beisitzer: Dr. Michael W. Müller

Dr. Michael W. Müller ist Jurist und habilitiert sich aktuell als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie in der Rechtsphilosophie. Er ist Mitglied der Auswahlkommission (Studienförderung) der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Müller gewann in seiner Studienzeit in England mit seiner Mannschaft die College-Liga in Cambridge. In Deutschland spielte er zuletzt in der Bezirksliga des TSV Schleißheim im Münchener Norden. Nach einer Verletzung am Handgelenk arbeitet er an seinem Comeback.


Nachrichten aus dem DTTB

Magazin "tischtennis" 11.04.2021

"tischtennis" im April: Von guten Ideen in der Krise

Während die Profis mit dem World-Table-Tennis-Auftakt in Katar endgültig den Re-Start vollzogen haben, müssen sich die Amateure hierzulande noch gedulden. Was nicht heißt, dass man nicht auch in der Pause aktiv werden kann. Mit guten Ideen und Initiativen, die auch dem Amateursport zu einem gelungenen Re-Start verhelfen sollen, beschäftigt sich die April-Ausgabe von "tischtennis".
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Jobs 06.04.2021

DTTJ sucht zum 1. Mai eine/einen Jugendbildungsreferenten*in (m/w/d)

Die Deutsche Tischtennis-Jugend als DTTB-Jugendorganisation sucht zum 1. Mai 2021 für das Generalsekretariat in Frankfurt am Main eine/einen Jugendbildungsreferenten*in (m/w/d) im Rahmen einer dsj-geförderten Stelle. Bewerbungsschluss ist der 9. April.
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Personalie 02.04.2021

Die Sportler schützen

Schon die Besetzung ist hochkarätig: Mit Brigitte Zypries steht sogar eine ehemalige Bundesministerin an der Spitze der Ethik-Kommission des DTTB. Das dreiköpfige Gremium soll das Präsidium in Fragen der guten Verbandsführung beraten. Außerdem soll die Ethik-Kommission bei Anhaltspunkten auf oder bei Verstößen gegen den Ethik-Code eingreifen. Welche das sein können, darüber sprechen die drei Mitglieder der Kommission im Interview – und erzählen auch, welche persönliche Verbindung sie zum Tischtennis haben.
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Personalie 30.03.2021

Die moralische Instanz wird 85

Eine große Feier hätte Hans Wilhelm Gäb zu seinem 85. Geburtstag verdient. Doch die muss aus bekannten Gründen ausfallen. Für den agilen Ehrenpräsidenten des DTTB ist das keine ungewohnte Situation.
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Personalie 19.03.2021

Bastian Steger ist 40: "Noch das eine oder andere Jährchen dranhängen"

Nach Timo Boll am 8. März wird heute auch dessen langjähriger Nationalmannschaftskollege Bastian 'Basti' Steger 40 Jahre alt. Oder eher jung? Lesen Sie die Antwort im Interview.
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Jobs 18.03.2021

TTVN: FSJler und BFDler für Geschäftsstelle und Vereine gesucht

Der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) sucht junge Menschen, die in der Verbandsgeschäftsstelle sowie und in niedersächsischen Vereinen für 12 Monate ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) absolvieren möchten.
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Kein Raum für Missbrauch
Seit Juni 2012 ist das "Kindeswohl im Sport" in der Satzung des DTTB verankert. Der DTTB bittet darum, sich dieses sehr sensiblen und brisanten Themas auf Vorstands- und Vereinsebene anzunehmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Kontakt

Matthias Bomsdorf
Referent für Verbandsentwicklung
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