Zwei Contender-Turniere im März in Doha
Neue Turnierserie WTT startet im März mit zwei Events in Katar

WTT Contender-Turniere: Kürzere Spiele und reduzierte Top-20-Plätze

MS 14.01.2021

Frankfurt/Main. Nach dem internationalen Restart im November mit den World-Cup-Turnieren und den ITTF Finals in China blickt die Sportwelt im Frühjahr gespannt nach Qatar. In der ersten Märzhälfte ist Doha Gastgeber der ersten beiden offenen internationalen Turniere seit dem Beginn der Pandemie im März 2020. Gleichzeitig bedeutet die Austragung der Turniere aus der Reihe WTT Contender (3. bis 6. März) und Star Contender (8. bis 13. März) den offiziellen Start der neuen Veranstaltungsserie World Table Tennis. Auch Deutschland wird mit einem Aufgebot an den Start gehen.

Deutschland bei beiden Turnieren am Start

Der Nachfolger der World Tour beginnt das Jahr 2021 im Emirat Katar mit den beiden niedrigsten seiner insgesamt vier Kategorien. Weitere Termine, darunter für das neue Aushängeschild Grand Smash sowie die zweite Kategorie WTT Champions, sollen folgen. Deutschland hat für die Bubble in Doha bislang noch keine Spieler gemeldet, wird aber bei beiden Turnieren vertreten sein, verrät DTTB-Sportdirektor Richard Prause: "Es sind für den Tischtennissport die ersten offenen internationalen Turniere nach längerer Zeit. Deshalb werden wir in jedem Fall eine Mannschaft nach Katar senden und in Doha bei Star Contender und Contender vertreten sein, auch wenn ein paar spezielle Restriktionen vorhanden sind, mit denen wir uns noch auseinandersetzen müssen. So dürfen zum Beispiele ein paar Spieler mehr aus den Top 20 antreten, als am Anfang gedacht, aber eben nicht alle."

Nur sechs Spiele pro Turnier über vier Gewinnsätze

In dieser Woche gab der Weltverband ITTF auf seiner Webseite die Einzelheiten für die Turniere in Katar bekannt. Weitgereiste werden sich dabei kaum über den neuen Austragungsmodus freuen: Sämtliche Qualifikationspiele sowie praktisch auch alle Hauptrundenbegegnungen in den fünf Wettbewerben Herren-Einzel, Damen-Einzel, Herren-Doppel, Damen-Doppel und Mixed werden bereits nach drei Gewinnsätzen entschieden. Die einzige Ausnahme von der Regel bilden die letzten sechs Matches eines jeden Turniers: Die Halbfinal- und Finalspiele der Einzelwettbewerbe werden über vier Gewinnsätze gespielt.Bei beiden Veranstaltungen werden Herren- und Damen-Einzel, Herren- und Damen-Doppel sowie der Mixed-Wettbewerb ausgespielt.

Das war es auch im Wesentlichen bereits mit den Gemeinsamkeiten der beiden Turnierserien. Alle künftigen Star-Contender-Events (in Klammern die Zahlen der Contender-Turniere) werden über 6 Tage (Contender: 4) hinweg stattfinden. Die Hauptfelder bestehen aus je 48 Spielern (Contender: 32) im Einzel bei Damen und Herren, je 16 Doppel (Contender: 16) und 8 Mixed (Contender: 8). Zusätzlich werden Qualifikationswettbewerbe ausgetragen, bei deren Begrenzung der Ausrichter die Wahlmöglichkeit für maximale Teilnehmerzahlen wie folgt hat: Einzel 32, 48 oder 64 (48, 64 oder 96), in Doppelwettbewerben 16 (Contender 16 oder 32). In beiden Turnierkategorien schaffen nur je 8 Einzelspieler sowie vier Doppel den Sprung aus der Qualfikatiion in die Hauptfelder, im Mixed wird erst gar keine Vorrunde ausgetragen.

Meldung von Top-20-Spielern nur eingeschränkt zugelassen

Maximal 6 Einzelspieler (Contender: 4) sind pro Turnier und Nation zugelassen, spezielle wildcard-Regelungen gibt es für die Gastgeber sowohl für das Hauptfeld als auch für Qualifikation. Zwei (Contender: 1) Nominierungen pro Turnier stehen zudem auch WTT als Veranstalter zu.

Neu eingeführt wurde die Top 20 Play Down Restriction (PDR), die Athleten ab Platz 21 der Weltranglisten bessere Möglichkeiten zum Gewinn von Weltranglistenpunkten verschaffen soll. Die neue Regelung reduziert die Startmöglichkeit für Top-20-Spieler auf die maximale Anzahl von vier bei einem Star-Contender-Event Contender: 2). Ein fünfter Akteur der Top 20 könnte jedoch über eine der WTT-wildcards in das Feld rücken.

Für die Turniere in Doha haben die WTT-Organisatoren allerdings eine Ausnahme von der Regel erlassen: Acht Top-20-Spieler werden für das Star-Contender-Event und vier für das Contender-Turnier zugelassen.

Prause: "Für Bewertung noch zu früh. Wir freuen uns auf die Turniere"

DTTB-Sportdirektor Richard Prause will die Regelungen und Neuerungen bei Contender und Star Contender noch nicht bewerten: "Dazu ist es einfach noch ein bisschen zu früh." Der ehemalige Nationalspieler erklärt: "Die Turniere in Doha sind nach dem Showturnier in Macau im November ja der erste seriöse WTT-Auftakt, bei dem man nun auch um Weltranglistenpunkte spielt. Um jetzt schon zu bewerten, dies ist schlecht, das ist gut, hier sollte man ändern, dort ist ein Quantensprung, dafür sind die Voraussetzungen im Moment nicht gegeben." Prause freut sich vor allem, dass bald wieder international Tischtennis gespielt wird: "Wir hoffen, dass Contender und Star Contender als Auftakt von WTT tolle Turniere werden. Vor allem aber ist es gut, dass wir wieder die Möglichkeit haben, Wettkämpfe zu spielen. In der Bubble in Doha wird es möglich sein, die dafür nötigen Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten."

WTT Contender Series: Alles, was Sie wissen müssen

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