Ein passender Abschluss: Titelgewinn vor heimischem, vor hessischem Publikum (Foto: Steinbrenner)
Schon das erste Quartal hat es in sich: Kür der Liga-Pokalsieger, drei Medaillen beim Europe Top 16, Boll zum 13sten

Jahresrückblick 2019: Januar bis März

Winfried Stöckmann 26.12.2019

Frankfurt/Main. Auch das Tischtennis-Jahr 2019 war mal wieder gespickt mit Höhepunkten. Im ersten Quartal haben die Ligen ihre Pokalmeister gekürt, beim Europe Top 16 gab es zweimal Gold und einmal Bronze für Deutschland, und Timo Boll verabschiedet sich mit Einzel-Titel Nummer 13 von der DM-Bühne.

Januar

4./5.1.: Neue Titelträger werden bei den deutschen Pokalmeisterschaften in Berlin und Ulm gekürt, Bei den Damen stürzt DJK Kolbermoor den zuvor fünfmal erfolgreichen ttc berlin eastside vom Thron. Das vorzeitige Aus des zuletzt sechsmaligen Seriensiegers Borussia Düsseldorf nutzen die TTF Liebherr Ochsenhausen, um sich im Finale mit 3:1 gegen Werder Bremen den Herren-Titel zu sichern.

13.1.: Die Mühen des Zweitligisten Tus Uentrop haben sich gelohnt. Mit 1.854 Zuschauer im Meisterschaftsspiel gegen die Leutzscher Füchse stellen sie einen neuen deutschen Besucherrekord für Damen auf.

15.-20.1.: Während kein DTTB-Starter in die Entscheidungen bei den Hungaria Open in Budapest eingreifen kann, sichern sich die Chinesen nicht nur alle sieben Titel, sondern sind in sechs Endspielen sogar unter sich.

24./25.1.: In den Viertelfinal-Hinspielen der European Champions League gewinnt Borussia Düsseldort bei Bogoria Grodzisk Mazowiecki 3:1, der Post SV Mühlhausen unterliegt dem UMMC aus Russland, und bei den Damen muss ttc berlin eastside nach dem 1:3 bei Stavoimpex Hodonin um den Einzug ins Halbfinale bangen.

Im ETTU-Cup setzt sich der 1. FC Saarbrücken mit 3:1 gegen Chartres ASTT durch.

 

Februar

1.-.3.2.: Der Post SV Mühlhausen verpasst trotz des 3:2-Sieges bei UMMC das ECL-Halbfinale nur um die Winzigkeit von zwölf Bällen. Düsseldorf gewinnt auch das Rückspiel gegen den polnischen Vertreter, und die Berliner Damen schaffen das Kunststück, trotz der Hinspielniederlage im tschechischen Hodonin mit 3:0 die Vorschlussrunde zu erreichen.

2./3.2.: Zwei Titelgewinne und ein dritter Platz dokumentieren das herausragende Abschneiden des deutschen Teilnehmer beim Europe Top 16 in Montreux. Petrissa Solja setzt sich im Damen-Endspiel trotz eines 0:3-Rückstandes ebenso durch wie Dimitrij Ovtcharov bei den Herren, nachdem er Timo Boll im Halbfinale bezwungen hat.

10.2.: Mit Peter von Pierer verstirbt im Alter von 88 Jahre ein ehemaliger Nationalspieler, der sich auch als langjähriger DTTB-Sportwart nachhaltige Verdienste erworben hat.

13.-17.2: Ohne Medaillengewinn bleiben die deutschen Starter bei den Portugal Open in Lissabon.

16./17.2.: Beim DTTB-Top 12 der Jugend und /Schüler in Lehrte belegen Anastasia Bondareva (Mädchen), Kay Stumper (Jungen), Annett Kaufmann (Schülerinnen) sowie Tom Schweiger (Schüler) die ersten Plätze.

23.2.: In München erleben 4.500 Zuschauer den 3:2-Erfolg von TTF Liebherr Ochsenhausen gegen Borussia Düsseldorf im Spitzenspiel der TTBL.

26.2.: Bereits zum 15. Mal belegt Timo Boll Platz eins bei der Wahl zum „Spieler des Jahres“ 2018: Boll. Der Titel „Spielerin des Jahre“ fällt deutlich an Kristin Lang, während der deutsche Schülermeister Mike Hollo in der Kategorie „Nachwuchs“ die meisten Stimmen erhält.

 

März

1.-3.3.: Für Timo Boll ist der souveräne Gewinn des 13. Einzeltitels bei den 87. Deutschen Meisterschaften in Wetzlar ein würdiger Abschied von den nationalen Titelkämpfen. Das Damen-Einzel entscheidet überraschend Nina Mittelham gegen Petrissa Solja für sich und sichert sich im Doppel mit Franziska Schreiner noch eine weitere Goldmedaille. Ihren Vorjahreserfolg im Herren-Doppel können Dang Qiu/Benedikt Duda wiederholen, und das wieder ins Programm genommene Mixed entschieden Petrissa Solja sowie Patrick Franziska für sich.

7.3.: Zwei Niederlagen von Timo Boll beim 1:3 in Jekaterinburg (UMMC) machen den Einzug von Titelverteidiger Borussia Düsseldorf in das Finale der European Champions League fraglich.

7.-10.3.: Den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere feiert Gerrit Engemann mit Platz zwei bei den U21-Europameisterschaften im portugiesischen Gondomar. Im Endspiel fehlt ihm nur eine Kleinigkeit zum Titelgewinn.

9./10.3.: Zwei Nachwuchstalente beherrschen die Deutschen Schüler-Meisterschaften in Rees. Die neuen Einzelmeister Naomi Pranjkovic und Felix Köhler setzen sich auch im Doppel durch. Hier siegt Pranjkovic an der Seite ihrer Einzel-Endspielgegnerin Annett Kaufmann.

17.3.: Trotz einer Niederlage am letzten Spieltag beenden die TTF Liebherr Ochsenhausen die TTBL-Saison auf Rang eins.

19.3.: Im Halbfinal-Rückspiel um den ETTU-Cup revanchiert sich der 1. FC Saarbrücken in Polen bei KS Dekorglass Dzialdowo für die 2:3-Heimniederlage mit dem gleichen Ergebnis und erreicht dank des besseren Spielverhältnisses das Endspiel.

20.3.: Das 1:3 in Jekaterinburg wog zu schwer, als dass Borussia Düsseldorfs 3:2-Sieg das Halbfinal-Aus in der European Champions League gegen UMMC noch hätte wettmachen können.

20.-24.3.: Bei den Spanish Open in Guadalajara gibt sich Dang Qiu erst im Herren-Finale geschlagen und gewinnt mit Kilian Ort das Doppel. Einzel-Bronze sichert sich außerdem Steffen Mengel.

23.3.: In Zagreb fehlen dem ttc berlin eastside nur zwei Bälle, um nach dem 3:2-Hinspielerfolg gegen Titelverteidiger Dr. Casl das Finale der Damen-ECL zu erreichen.

Mit zwei Halbfinalerfolgen über Rekordmeister Düsseldorf bzw. Bergneustadt qualifizieren sich der 1. FC Saarbrücken und TTF Liebherr Ochsenhausen für das Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

24.3.: Die Normalrunde der Damen-Bundesliga beendet ttc berlin eastside als Spitzenreiter.

26.-31.3.: Für Timo Boll ist Weltmeister Ma Long bei den Qatar Open im Achtelfinale die Endstation. Eine Runde weiter schafft es Patrick Franziska, der im Doppel mit Boll erst im Endspiel kapitulieren muss.

28.3.: Das deutsche Team kehrt von den Weltspielen der Special Olympics für Sportler mit geistiger Behinderung in Abu Dhabi mit neun Silber- und zwei Bronzemedaillen zurück.

Von 2002 bis heute: Die DTTB-Chronik von Winfried Stöckmann

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