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Vorschau NDM 2019: Bolls Abschied, Soljas Angriff

MS 28.02.2019

Wetzlar. Die 87. Deutschen Meisterschaften in Wetzlar, sie haben bereits vor ihrem ersten Ballwechsel einen überaus prominenten Platz in der Geschichte der nationalen Titelkämpfe sicher. Denn letztmalig wird Superstar Timo Boll in der Rittal Arena an Deutschen Einzelmeisterschaften teilnehmen, das kündigte der Rekordsieger in dieser Woche an. Außer diesem emotionalen Höhepunkt verheißt die mit zahlreichen Nationalspielern gepickte DM von Freitag bis Sonntag drei Tage lang Weltklassesport in Hessen. Darunter auch den Angriff von Europe-Top-16-Siegerin Petrissa Solja auf ihren zweiten nationalen Titel.

Ob 12 oder 13 Titel – Bolls Rekord ist für die Ewigkeit 

Noch mehr als um den sportlichen Teil drehen sich die Diskussionen um die Deutsche Meisterschaft in dieser Woche um den Abschied von den nationalen Titelkämpfen, die Vorjahressieger Boll am Dienstag verkündete. Besorgte Fans dürfen aber beruhigt sein, Bolls künftiger Verzicht auf die DM ist lediglich die Antwort auf den immer dichter werdenden internationalen Turnierkalender. „Der Weltverband verlangt uns immer mehr ab und belastet uns mit Pflichtterminen. Um in der Weltrangliste gut platziert zu sein, muss man so viele Turniere spielen. Zudem habe ich mit Borussia Düsseldorf noch viele Ziele. Da muss ich vernünftig sein und ein wenig auch meinem Alter Tribut zollen“, erklärt Boll.  

Der 37-Jährige, der am 8. März Geburtstag feiert, wird künftigen nationalen Titelkämpfen zwar fehlen, seine Rekordmarke dürfte indes für die Ewigkeit Bestand haben: Mit zwölf Einzeltiteln führt er die Bestenliste der Deutschen Einzelmeister vor Eberhard Schöler und Conny Freundorfer (beide 9) und Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf (8) deutlich an. Auch wenn Boll selbst die Titel schon lange nicht mehr zählt, Erfolg Nummer 13 würde wohl auch dem bescheidenen Odenwälder bei seinem Abschied gut gefallen. Er schlösse den Kreis, den der zweimalige World-Cup-Gewinner 1998 in Saarbrücken zu ziehen begann – damals gegen Torben Wosik im Finale. Die letzte Teilnahme ist auch für Boll nicht ohne Emotion: „Es ist mein Abschied von den nationalen Titelkämpfen, meine letzte Teilnahme an diesem Turnier, das mir immer sehr wichtig war. Die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften war für mich immer Ehre und Verpflichtung.“ 

Weltklassefeld jagt Boll 

Die Setzungsliste jedenfalls weist den Vorjahressieger, Rekordeuropameister und aktuellen Weltranglistenfünfte noch einmal als den Titelfavoriten Nummer eins aus. Die Konkurrenz ist jedoch stark und ehrgeizig, darunter der Weltranglisten-15. Patrick Franziska, der weltbeste Defensivspieler Ruwen Filus, der zweimalige nationale Meister und zweimalige EM-Dritte Bastian Steger sowie deren medaillenverdächtigen Nationalmannschafskollegen Ricardo Walther, Benedikt Duda, Qiu Dang und Kilian Ort. Aus dem Team des WM-Zweiten und Europameisters Deutschland fehlt nur Dimitrij Ovtcharov. Der übervolle Terminkalender und der Blick auf die Olympischen Spiele 2020 hatten den Weltranglisten-14. und Deutschen Meister des Jahres 2013, der sich im Vorjahr lange mit Verletzungssorgen herumplagte, zu einer Absage bewegt. Ovtcharov: „Ich muss mit meinem Körper haushalten, um keine neuen Verletzungen zu riskieren und benötige zudem entsprechende Vorbereitungsphasen für die wichtigen Turniere, um gute Leistungen zu bringen. Die Absage tut mir wirklich sehr leid. Ich hoffe aber, meine Fans in Deutschland verstehen das.“ 

Petrissa Soljas Angriff auf Titel Nummer 2 / Han Ying sagt krankheitsbedingt ab

Bei den Damen ist nach ihrem Europe-Top-16-Triumph Anfang Februar in Montreux (Schweiz) Petrissa Solja an Position Eins gesetzt. Die Titelverteidigerin, Abwehr-Ass Han Ying musste kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Kristin Lang, die in dieser Woche die Wahl zur Spielerin des Jahres für sich entschied, ist bereits dreimal (2010, 2016, 2017) auf dem Siegerpokal eingraviert und als Nummer zwei gesetzt. Gefolgt Shan Xiaona, die bei den letzten Deutschen Meisterschaften in Wetzlar 2014 die Nase vorne hatte. Bei den Damen erweitern zudem Nina Mittelham und Sabine Winter den Anwärterkreis auf die Medaillen

Für Solja ist das Gastspiel in Wetzlar ein besonderes. Die 24-Jährige spielt seit dieser Saison für den TSV Langstadt und fühlt sich in Hessen pudelwohl. Seit ihrem Wechsel in das Rhein-Main-Gebiet geht die Leistungskurve der WM-Bronzemedaillengewinnerin im Mixed von 2017 beständig nach oben. In Wetzlar will sie den nationalen Einzeltitel, den sie bislang erst einmal, 2015 in Chemnitz, gewinnen konnte: „Der Sieg beim Europe Top 16 hat mir natürlich noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Es wäre toll, hier in meiner sportlichen Heimat in Hessen meinen zweiten Deutschen Meistertitel holen zu können. Ich hoffe, die hessischen Zuschauer helfen mir dabei.“
Nur noch Restkarten für das Tischtennisfest mit Mixed-Renaissance / Zwei Tische im Sportdeutschland.TV Stream

Insgesamt kämpfen vom 1. bis 3. März jeweils 48 Damen und 48 Herren in der Rittal Arena um die Titel. In den drei Doppelkonkurrenzen, die im Gegensatz zum Einzel nur auf drei Gewinnsätze gespielt werden, gehen jeweils 24 Kombinationen an den Start. Erstmals seit dem Jahr 2006, als sich in Minden Zhenqi Barthel und Patrick Baum in die Siegerliste eintrugen, werden im Jahr 2019 auch wieder Medaillen im Mixed vergeben, das vom IOC in die Wettbewerbe der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio aufgenommen wurde. 

Die Deutschen Meisterschaften 2019 werden, soviel steht fest, an den Erfolg aus dem Jahr 2014 anknüpfen, als an drei Turniertagen 7.700 Besucher die Deutschen Meisterschaften zu einem hessischen Tischtennisfest machten. Für den Samstag und Sonntag sind alle Sitzplätze bereits ausverkauft, an der Tageskasse wird es nur noch Stehplätze geben. Wer am Freitag ab 15 Uhr kommt, profitiert von der Feierabend-Aktion und erhält ein Getränk gratis. 

Die Stehplatzkarten kosten regulär 12 Euro und ermäßigt 8 Euro und können am Samstag und Sonntag ab 9 Uhr an der Tageskasse der Rittal-Arena gekauft werden. Insgesamt gibt es 300 Tickets pro Tag, Interessierte sollten also schnell sein. Ansonsten bleibt noch der Freitag. Neben dem regulären Ticket, das es an der Tageskasse gibt, wird ab 15:30 Uhr das „Feierabendticket“ angeboten. Diese erhalten Sie ausschließlich an der Tageskasse der Rittal Arena. Für 5 Euro gibt es nicht nur eine Sitzplatzkarte, sondern auch einen Gutschein für ein Getränk (0,4 Liter). Dieser Gutschein kann am Freitag an den Catering-Ständen der Arena eingelöst werden.
Informationen und Tickets unter www.ndm2019.de

Außerdem wird Sportdeutschland.TV zwei Tische übertragen - die Streams finden Sie auch auf www.tischtennis.de 

Hier geht es zu den Teilnehmerlisten & Auslosungen (ab Donnerstag ca. 20 Uhr) auf MKTT-Online

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