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Sieht sich im Mittelfeld: das Team der DJK Sportbund Stuttgart mit Saskia Becker, Alexandra Schankula, Ronja Mödinger, Ramona Betz, Ellen Wohlfart, Anja Eichner (v. l., Foto: Verein)
Einen Topfavoriten in der Liga, die am Wochenende mit zwei Partien in die neue Saison startet, gibt es nicht

3. Liga Süd: Eine Saison mit Überraschungspotenzial

Julian Hörndlein 09.09.2021

Frankfurt/Main. Überraschungen könnte es durchaus geben in der 3. Bundesliga Süd. Einen klaren Topfavoriten können die Vertreterinnen und Vertreter der Mannschaften, die am Wochenende mit zwei Partien in die neue Saison starten, nicht ausmachen. „Es ist schwer zu sagen, wer in der Liga ganz vorne mitspielt“, sagt Alexander Mohr von NSU Neckarsulm. Die Mannschaft hat mit Felicia Behringer einen Neuzugang erhalten. Sie kompensiert den Abgang von Wenna Tu, die nach Langstadt in die 3. Bundesliga Nord gewechselt ist. Die Baden-Württemberger peilen einen Platz im Mittelfeld an, Ziel ist der Klassenerhalt. „Wir versuchen, das mit neuen eigenen Kräften zu stemmen“, sagt Mohr. Neben Behringer sind in Neckarsulm Kathrin Hessenthaler, Simona Horvathova und Thi Minh Thu Nguyen aufgestellt.

Beim RV Viktoria Wombach muss man sich in dieser Saison erst einmal in der Liga orientieren. Die Mannschaft kam in der letzten, abgebrochenen Saison in die Liga und absolvierte entsprechend wenige Spiele. „Es geht darum, die Mannschaften kennenzulernen“, sagt Hans-Joachim Schmidt. Der Wombacher hofft auf eine stabile Saison ohne Corona-bedingte Unterbrechungen. Mit Sophia Deichert und Felicia Behringer hat das Team zwei Abgänge zu verbuchen, stattdessen wurde Anna Jansen verpflichtet. Die 22-Jährige hatte zuvor beim TSV Langstadt gespielt. Ziel für die Liga-Newcomer ist der Klassenerhalt. Als Titelfavorit macht Schmidt den Sportbund Stuttgart aus.

Den Favoriten ein Bein stellen

Der wiederum sieht sich im Mittelfeld. „Vielleicht können wir den Favoriten mal ein Bein stellen“, sagt Mannschaftsführer Rüdiger Betz. Als einen solchen sieht er Schwabhausen II. „Da führt kein Weg dran vorbei“, ist er sich sicher. Trotzdem sieht auch er noch Überraschungspotenzial. „Es hängt stark davon ab, wer zum Einsatz kommen kann.“ Betz geht davon aus, nur selten auf Ersatz zurückgreifen zu müssen. „Alle Spielerinnen kommen aus der Region“, sagt er. Er freut sich vor allem auf die Heimspiele, die teilweise gleichzeitig zu den Heimspielen des Herren-Teams stattfinden, das ebenfalls in der 3. Bundesliga Süd spielt.

Bei der TTG Süßen geht man von einer normalen Saison aus. „Hoffentlich bleibt das so“, sagt Spielerin Katharina Binder. Sie sieht ihre Mannschaft im vorderen Tabellendrittel, auf der Spitzenposition verstärkt Mallika Bhandarkar das Team. Für Binder kommen für den Titel Stuttgart und Schwabhausen infrage.

In Schwabhausen gibt es neben dem Klassenerhalt hingegen kein konkretes Saisonziel. „Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung der Spielerinnen auf den einzelnen Positionen“, sagt Mannschaftsführerin Sarah Diecke. Neu in der Mannschaft ist die 18-jährige Emine Ernst, die aus den Niederlanden nach Bayern wechselt. In der Saisonvorbereitung setzt das Team auf das gemeinsame Training mit der ersten Mannschaft, die in der 1. Bundesliga aufschlägt.

Keine Veränderung in Sindelfingen

Für Oliver Appelt vom VfL Sindelfingen ist die TTG Süßen der Favorit. Die Baden-Württemberger gehen unverändert in die Saison. Ziel der Mannschaft, die aus Eva Jurkova, Jasmin Lorenz-Kovacs, Eva Rentschler und Melanie Rheinbay besteht, ist der Klassenerhalt. Die Saisonvorbereitung war für das Team nicht ganz einfach: „Unsere Haupthalle steht erst zu Schuljahresbeginn zur Verfügung, da dort über Monate hinweg ein Impfzentrum für die Betriebsärzte eingerichtet war“, erklärt Appelt.

Ebenfalls personell unverändert geht der TV 1921 Hofstetten in die Saison. „Wir sind einfach gespannt“, sagt Trainer Timo Link. In Hofstetten greifen in dieser Saison deshalb erneut Svenja Horlebein, Sophia Deichert, Lea Fath und Anna-Luisa Herrmann zum Schläger. Man müsse in der Liga erst einmal schauen, wie sie sich nach dem Start einpendle. Link schreibt auch Fürstenfeldbruck die Favoritenrolle zu.

Fürstenfeldbruck sieht sich selbst auch im vorderen Tabellendrittel – vorausgesetzt, Corona macht keinen Strich durch die Rechnung. „Da die Liga im Vergleich zur vergangenen Saison an Stärke gewonnen hat, hängt unser Abschneiden stark davon ab, in welcher Aufstellung unsere Gegner jeweils spielen werden“, meinen die Spielerinnen Janine Hanslick und Stefanie Felbermeier. Zusammen mit ihnen spielt wieder die Ukrainerin Iryna Motsyk, neu hinzu stößt Olena Nalisnikovska auf der Spitzenposition, die ebenfalls aus der Ukraine kommt.

Die Vereine der 3. Bundesliga Süd in der Übersicht

  1. TSV Schwabhausen II
  2. NSU Neckarsulm
  3. TTG Süßen
  4. TV 1921 Hofstetten
  5. VFL Sindelfingen
  6. TuS Fürstenfeldbruck
  7. RV Viktoria Wombach
  8. DJK Sportbund Stuttgart
  9. BSC Rapid Chemnitz
  10. DJK SB Landshut
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