Volle Ränge und gute Stimmung in Merseburg. (Foto: DTTB)

EM-Qualifikation: Souveräne Siege vor vollen Rängen in Merseburg

BP 27.09.2016

Merseburg. Zum fünften Mal war Merseburg bereits Gastgeber eines DTTB-Länderspieltages. Sowohl die deutschen Damen als auch die Herren konnten ihre ersten Qualifikationsspiele für die Europameisterschaften gegen England und die Schweiz souverän mit 3:0 gewinnen. Einzig Nina Mittelham bot den 550 Zuschauern ein richtig spannendes Match.


Damen: Deutschland – England 3:0


Gegen die amtierende englische Meisterin und Nachwuchshoffnung Tin Tin Ho hatte Han Ying im Auftakteinzel nur im ersten Satz etwas Probleme. Ganz anders Deutschlands Nummer Zwei Nina Mittelham. Nach einem 2:0-Satzrückstand kämpfte sich die 19-Jährige gegen Kelly Sibley in den fünften Satz, den sie schließlich mit 11:8 gewann. Im vierten Satz musste Mittelham dabei noch drei Matchbälle abwehren. Auch Yuan Wan startete in ihr Einzel gegen Karina Lefevre etwas nervös und verlor den ersten Satz. Im Anschluss fand sie aber zu ihrem Spiel und gewann 3:1. Für Yuan Wan war das Länderspiel in Merseburg ihr Debüt im Nationaltrikot: „Ich wollte bei meiner Premiere und vor den vielen Zuschauern gut spielen und habe mich etwas unter Druck gesetzt, danach lief es ganz gut.“ Auf jeden Fall habe sie Lust auf mehr gekommen und wäre auch gerne bei weiteren Länderspielen mit an Bord. Das entscheidet natürlich die Bundestrainerin Jie Schopp, die mit ihren „Mädels“ heute sehr zufrieden war: „Die Drei hatten die richtige Einstellung und haben sehr solide gespielt.“ Und auch für die Merseburger hatte sie nur lobende Worte: „Die Halle war voll, das war super. Und die Stadt ist auch schön, ich habe heute mit meinem Handy direkt ein paar Fotos gemacht.“ Das nächste Spiel ist Anfang November in Slovenien, die ähnlich einzuschätzen sind wie die Engländer. „Mal schauen wie wir spielen, vielleicht wieder mit einer Mischung aus Erfahrung und jungen Spielerinnen.“


Herren: Deutschland – Schweiz 3:0


Keinen Satz musste das Ro?kopf-Team gegen die Schweizer abgeben. Eine souveräne und konzentrierte Leistung des jungen Teams, das heute von Patrick Franziska angeführt wurde. „Etwas nervös waren die Jungs schon bei einem Spiel, das sie als klarer Favorit gewinnen müssen. Aber sie waren gut vorbereitet und fokussiert und haben hier niemanden unterschätzt“, so Bundestrainer Jörg Roßkopf. Der amtierende schweizer Meister Lionel Weber sah kaum Land gegen Patrick Franziska, und auch Ricardo Walther und Benedikt Duda setzten sich gegen ihre Gegner Nicolas Champod und Elias Schmid ohne Satzverlust durch. Benedikt Duda feierte dabei sein Debüt im Nationaldress: „Für mich war es das erste Länderspiel, schon etwas besonderes. Ich war etwas angespannt, aber freue mich, gewonnen zu haben und mit Selbstvertrauen an die nächsten Aufgaben zu gehen.“

Das nächste Länderspiel findet in Serbien statt, der vermeintlich stärkere Gegner in der Gruppe: „Serbien ist sicher der schwierigste Gegner in unserer Gruppe, aber wir werden natürlich dort auch versuchen zu gewinnen," kündigt Roßkopf an. Dann wird er voraussichtlich wieder auf ein junges Team setzen. Immerhin, so der Bundestrainer, sei der Wettbewerb ja auch ein Stück weit dafür gemacht, junge Spieler einzusetzen.


Volles Haus in Merseburg


Rund 550 Zuschauer sorgten in der Rieschmühlenhalle in Merseburg für volle Ränge und eine gute Stimmung. Wie schon bei den letzten vier Länderspielen, richtete der TSV 1990 Merseburg das Turnier aus, unterstützt von 35 Volunteers und angeführt von Organisator Klaus Ködel: „Die Zuschauer, Sponsoren und wir sind sehr zufrieden. Der DTTB ist hier immer herzlich willkommen“, sagt Ködel. Für den Deutschen Tischtennis-Bund ist Merseburg jedenfalls ein gutes Pflaster. Bis auf die deutschen Herren gegen Frankreich 2013, gab es für den DTTB nur Siege in der Rieschmühlenhalle.


Die Begegnungen im Detail:


Deutschland – England 3:0


Han Ying – Tin Tin Ho 3:0 (8, 2, 7)

Nina Mittelham – Kelly Sibley 3:2 (-4,-5,6,11,8)

Yuan Wan – Karina Lefevre 3:1 (-6,2,3,6)


Deutschland – Schweiz 3:0


Patrick Franziska – Lionel Weber 3:0 (5, 3, 3)

Benedikt Duda – Elia Schmid 3:0 (8,3,7)

Ricardo Walther – Nicolas Champod 3:0 (7,7,6)

 

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