Aufsteiger VfL Kellinghusen (Foto: Verein)
Spannung im Kampf um den Klassenerhalt ist vorprogrammiert / Fünf neue Teams

Nord: Am TTC GW Staffel 1953 führt kein Weg vorbei

Marco Steinbrenner 01.09.2017

Frankfurt am Main. Nach lediglich acht Mannschaften in der vergangenen Saison ist die 3. Damen-Bundesliga Nord wieder vollzählig. Zehn Teams kämpfen um die Meisterschaft und gegen den Abstieg. Als Titelkandidat Nummer eins wird der TTC GW Staffel 1953 von den Vereinsvertretern eingestuft. Bei der Frage nach den Absteigern werden häufig Borussia Düsseldorf und die Kasseler Spvgg. Auedamm genannt.

Wenling Tan-Monfardini verstärkt den TTC GW Staffel 1953 an der Spitzenposition

Nachdem der TTC GW Staffel 1953 in der zurückliegenden Spielzeit hinter dem Meister und Aufsteiger TTK Großburgwedel sowie Torpedo Göttingen den dritten Platz belegt, wollen es die Grün-Weißen für die neue Saison wissen: Mit Wenling Tan-Monfardini wurde vom SV DJK Kolbermoor eine neue Spitzenspielerin unter Vertrag genommen. „Wenling ist eine sehr starke Nummer eins, die im vorderen Paarkreuz Punkte garantiert“, sagt Betreuer Andre Tamoschus über die zweifache EM-Finalistin und Mannschafts-Europameisterin im italienischen Dress. Mit Gaia Monfardini, Lea Grohmann und Yuki Tsutsui folgen drei Nachwuchsspielerinnen, „die bereits in der vergangenen Saison gezeigt haben, dass sie in der 3. Liga positiv spielen können“. Bei der Formulierung des Saisonziels hält sich Tamoschus ein wenig bedeckt. „Auch wenn ich uns nicht als Topfavorit sehe, möchten wir trotzdem ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden.“ Außerdem baut der Klub auf seine Heimstärke, denn zuletzt wurde keine einzige Partie vor eigenem Publikum verloren. „Ich möchte, dass wir insbesondere zu Hause eine Macht sind und den Zuschauern tollen Sport zeigen.“

Als Tabellenzehnter der 2. Bundesliga musste der Kieler TTK GW den Abstieg verkraften. Meike Müller (Rödinghausen) sowie Victoria Lauenroth (zuletzt nicht aktiv gewesen) ersetzen die beiden Abgänge Jule Wirlmann (Hannover) und Larissa Schmidt (Poppenbüttel). Mit Lin Sievers und Hanna Patsayeva verfügen die Grün-Weißen nach Einschätzung von Mannschaftsführerin Catharina Grothkopp über ein „spielstarkes und erfahrenes oberes Paarkreuz“. Als Saisonziel wurde ein Platz „im vor dem Abstieg unberührten Mittelfeld“ ausgegeben. „Wir werden aufgrund zahlreicher internationaler Einsätze von Hanna nicht immer in Topbesetzung antreten können.“

Für den TSV Schwarzenbek ging es als Schlusslicht des Bundesliga-Unterhauses eine Klasse tiefer. Polina Trifonova (Großburgwedel) und Vivien Scholz (Tostedt) verließen den Verein. Dafür wurde Kateryna Kiziuk (Flensburg) verpflichtet. „Wir haben eine ausgeglichen besetzte Mannschaft, einen großen Teamgeist und ein tolles Publikum“, verrät Kapitän Oliver Zummach und möchte mit seinem Team den Klassenerhalt schaffen. „Da erstmals die Sollstärke von zehn Mannschaften erreicht wurde und es deshalb auch Absteiger geben wird, haben sich viele Vereine verstärkt“, analysiert Zummach die Aufstellungen der Konkurrenz. „Wir bleiben trotzdem unserer Philosophie treu und setzen im Schwerpunkt auf Eigengewächse aus dem Verein beziehungsweise der eigenen Region.“

Nach der Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison hat sich die Mannschaft von Torpedo Göttingen auf zwei Positionen verändert. Mallika Bhandarkar (Weinheim) und Liliya Kolyucheva (Kellinghusen) stehen nicht mehr zur Verfügung. Dafür sind Rianne van Duin (Anröchte) und Camille-Chloe Linke (Schweiz) neu mit dabei. „Wir haben eine ausgeglichen besetzte, junge Mannschaft, die entsprechend ihres Durchschnittsalters von 18,5 Jahren hungrig agieren wird“, prognostiziert Trainer Tim Wiegand und gibt als Ziel einen „guten Mittelfeldplatz“ aus. Als Topergebnis bezeichnet der Coach „unter die besten Fünf zu kommen“.

Hannover 96 freut sich über die Rückkehr von Caroline Hajok und Maria Shiiba

Über zwei Rückkehrerinnen freut sich Marko Heuer, Team-Manager von Hannover 96. Caroline Hajok und Maria Shiiba, die zuletzt für den Zweitligisten MTV Tostedt aktiv waren, schlagen wieder in der Landeshauptstadt auf. „Durch Caroline sowie Maria ist die Mannschaft noch einmal stärker geworden und insgesamt sehr ausgeglichen besetzt.“ Da sich das Quartett untereinander schon seit mehreren Jahren kennt, „passen die Spielerinnen auch menschlich gut zueinander“. Nach dem fünften Rang in der abgelaufenen Saison soll es diesmal, so Heuer, „zu einem Platz in der oberen Tabellenhälfte reichen“.

Mit zwei Siegen, einem Unentschieden sowie elf Niederlagen schloss die Kasseler Spvgg. Auedamm das vergangene Spieljahr auf dem siebten und damit vorletzten Tabellenplatz ab. Mit nur einer Veränderung geht das Team in die neue Saison. Vom Regionalligisten TTSV Schloss Holte-Sende wurde Kristin König unter Vertrag genommen, die hinter Diana Tschunichin und Katja Heidelbach sowie vor Sarah Grede an Position drei auf Punktejagd gehen wird.

Wie das Team aus Kassel wird auch Borussia Düsseldorf um den Klassenerhalt kämpfen müssen. „Wir wollen in der Liga bleiben“, sagt Kapitänin Melissa Dorfmann. „In den vergangenen zwei Jahren hatten wir immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Seit zwei Monaten sind alle fit. Ich hoffe, die acht Wochen haben gereicht, um wieder unser richtiges Niveau abrufen zu können.“ Personelle Veränderungen im Team des Tabellenletzten der abgelaufenen Saison gibt es nicht. „Wir haben bewusst keine teuren Spielerinnen eingekauft, weil wir lieber unsere Eigengewächse fördern wollen“, so Dorfmann.

Drei ehemalige Regionalligisten freuen sich auf die 3. Bundesliga

Nach dem Meistertitel in der Regionalliga West fällt es Mannschaftsführerin Lisa Scherring vom SV DJK Holzbüttgen nicht schwer, das Saisonziel für die neue Spielklasse zu formulieren. „Als Aufsteiger zählt der Nicht-Abstieg.“ Mit der zuletzt so erfolgreichen Mannschaft wird nun das Abenteuer 3. Bundesliga in Angriff genommen. Der Teamgeist, Zusammenhalt und die Zuschauerunterstützung bei den Heimspielen sollen dazu beitragen, dass am Ende eine Platzierung „über dem Strich“ herauskommt.

Vier Punkte hinter dem Team aus Holzbüttgen belegte der SC Niestetal den zweiten Platz und schaffte ebenso den Aufstieg. Die deutsche Jugend- sowie Schülermeisterin Sophia Klee wechselte zum Erstligisten TuS Bad Driburg. Dafür schlagen nun Airi Avameri (Estland) und Tatyana Maksimenko (Offenburg) in Niestetal auf. Betreuer Uli Kempe gibt als Ziel „einen Mittelfeldplatz“ aus. Da drei der vier Spielerinnen in Kassel wohnen, „kann häufig zusammen trainiert werden“.

Ebenfalls als Vizemeister, allerdings in der Regionalliga Nord, hat der VfL Kellinghusen den Aufstieg geschafft. „Wir möchten es in der gesamten Saison genießen, in der 3. Liga spielen zu dürfen“, sagt Mannschaftsführer Andreas Wagner. „Es wird wichtig sein, dass unsere Eigengewächse weiter dazulernen und wir neue Zuschauer für unsere Sportart gewinnen.“ Für Elena Uludintceva (Schnelsen) wurde Liliya Kolyucheva (Göttingen) als neue Nummer 1 geholt. „Wir zählen uns selber zum Kreis der Abstiegskandidaten in einer voraussichtlich sehr ausgeglichenen Liga“, so Wagner weiter. „Uns hat immer ein guter Teamgeist ausgezeichnet.“ Außerdem sei der Neuling aufgrund von fünf Spielerinnen mit fünf recht unterschiedlichen Spielsystemen „nicht ganz einfach auszurechnen“.

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