Vor einer schweren Saison steht der Aufsteiger SC Poppenbüttel (Foto: Verein)
3. Damen-Bundesliga Nord: Spannung im Kampf um den Klassenerhalt / Vier neue Teams am Start

Hannover 96 besitzt die Favoritenrolle

Marco Steinbrenner 14.09.2019

Frankfurt am Main. Mit einem Rückstand von fünf Punkten auf den Meister Füchse Berlin musste sich Hannover 96 in der Saison 2018/19 mit der inoffiziellen Vizemeisterschaft zufrieden geben. Das Team aus der Landeshauptstadt zählt für die neue Spielzeit ebenso wie der bisherige Dritte, VfL Kellinghusen, zu den Favoriten auf Platz eins. Der TSV Schwarzenbek und der Aufsteiger SC Poppenbüttel werden es nach Ansicht der Vereinsvertreter schwer haben, die Klasse zu halten.

Hannover 96 und VfL Kellinghusen werden in der Spitzengruppe erwartet

Eine „Platzierung im oberen Tabellenbereich“ strebt nach Angaben von Team-Manager Marko Heuer Hannover 96 an. Nach ihrem Auslandsjahr kehrt Maria Shiiba in die Mannschaft zurück. Ansonsten vermelden die Niedersachsen keine personellen Veränderungen. „Wir sind ausgeglichen und stark besetzt. Hinzu kommt unsere sehr gute Spitzenspielerin Shiho Ono, die allerdings nicht immer zur Verfügung stehen wird“, ergänzt Heuer.

„Wir möchten so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben und den Top-Teams gut Paroli bieten“, verrät Andreas Wagner, Betreuer des VfL Kellinghusen. „Außerdem streben wir wieder an, beste Mannschaft aus Schleswig-Holstein zu werden und unseren Zuschauern guten sowie abwechslungsreichen Sport zu bieten.“ Mit Nikita Petrovova (SKST Banik Havirov/Tschechien) wurde eine neue Nummer drei unter Vertrag genommen. Liliya Andriyanova, an Position zwei aufgestellt, steht aus beruflichen Gründen nur noch sporadisch zur Verfügung. Isabelle Laskowsky wird hauptsächlich in der Reserve (Verbandsoberliga) zum Einsatz kommen. „Die Mannschaft besitzt einen sehr guten Teamgeist und ist ausgeglichen besetzt“, so Wagner.

Im Mittelfeld tummeln sich vermutlich viele Teams auf Augenhöhe

Nach zuletzt Rang vier haben sich die Spielerinnen des TSV 1909 Langstadt II erneut vorgenommen, „einen Platz in der oberen Tabellenhälfte einzunehmen. Die Liga ist in dieser Saison noch stärker. Deshalb wird es sicherlich nicht einfach“, sagt TSV II-Mannschaftsführerin Janina Kämmerer. Nachwuchstalent Ayumu Tsutsui (TTC GW Staffel) und die bereits auf Erstliga-Erfahrung zurückblickende Inka Dömges (TSG Oberrad) sind neu. Dafür stehen Sonja Busemann (TV Bieber) sowie Cornelia Neumann-Reckziegel (TTC GW Staffel) nicht mehr zur Verfügung. „Wir kennen uns schon sehr lange und trainieren zusammen in Frankfurt. Die Stimmung ist sehr gut“, so Kämmerer. Aufgrund verschiedener Spielsysteme ist die Truppe aus Hessen sehr variabel besetzt. Bedingt durch die beiden Neuzugänge gilt es zunächst, „sich in den Doppeln einzuspielen. Das wird bestimmt aber auch kein großes Problem sein.“

Der Teamgeist und die Zuschauer-Unterstützung bei Heimspielen verhalf dem SV DJK Holzbüttgen in der abgelaufenen Saison zu einem, so Spielerin Elisabeth Scherring, „grandiosen fünften Platz. Auch diesmal möchten wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Mit Martyna Dziadkowiec wurde eine Spielerin neu unter Vertrag genommen, die zuletzt mit dem TTC Langweid den Meistertitel in der 3. Bundesliga Süd gewann. Miriam Jongen wird pausieren.

Für den Tabellensiebten der vergangenen Spielzeit, SC Niestetal, geht es nach Angaben von Betreuer Uli Kempe einzig und allein um den Klassenerhalt. Personell gibt es bei den Nord-Hessen nur eine Veränderung. Eigengewächs Sarah Rau, die bislang in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, wird fest zum Kader gehören. „Wir haben ein sehr junges und deshalb noch entwicklungsfähiges Team“, sagt Achim Spreckelsen, Abteilungsleiter des TSV Schwarzenbek. Für Karina Pankunin (Kieler TTK GW) kommt Olena Nalisnikovska aus der Ukraine neu hinzu. „Zwei bis drei Vereine werden mit uns gegen den Abstieg spielen“, ergänzt Spreckelsen.

Nach dem Rückzug aus der 2. Bundesliga möchte der TTK GW Großburgwedel nach Angaben des Vorsitzenden Michael Junker einen Mittelfeldplatz belegen. „Die Liga ist sehr ausgeglichen besetzt. Eigentlich ist zwischen Platz zwei und neun alles möglich.“ Polina Trifonova (ESV Weil) und Kristina Kazantzeva (Spanien) stehen nicht mehr zur Verfügung. Dafür sind Emilia Riliskyte (Litauen), Natalija Klimanova (Lettland) sowie Amelie Rocheteau (TTC GW Staffel) dabei.

Auch der TTC GW Staffel hatte sich nach der Saison 2018/19 dazu entschlossen, nicht mehr im Bundesliga-Unterhaus aufschlagen zu wollen. Team-Manager Andre Tamoschus gibt als Ziel „mindestens den vierten Platz aus. Wir müssen die Entwicklung der Youngster abwarten.“ Katharina Michajlova kommt vom deutschen Vizemeister SV DJK Kolbermoor. Lena Bucht (BTK Halmstad), Malamatenia Papadimitriou (Athen) und Tingzhuo Li (TTC Langen) haben ebenfalls in Großburgwedel einen Vertrag unterschrieben. Dafür stehen Lea Grohmann (TV Busenbach), Wenling Tan Monfardini, Gaia Monfardini (beide nach Italien) und Amelie Rocheteau (TTGK Großburgwedel) nicht mehr zur Verfügung. „Mit Katharina verfügen wir über eine sehr starke Nummer eins“, merkt Tamoschus an und bezeichnet sein Quintett als eine „geschlossene Mannschaft mit guten Charakteren“.

Zwei Regionalliga-Meister gehen an den Start

Mit nur zwei Minuspunkten gewann die DJK BW Annen den Meistertitel in der Regionalliga West und schaffte damit erstmalig den Sprung in die 3. Bundesliga. „Unser oberes Paarkreuz gehört zu den Besten der Liga“, sagt Geschäftsführer Paulo Rabaca und meint damit Oxana Fadeeva sowie Tatsiana Bahr. Natalia Zherebina, die zuletzt in der ersten portugiesischen Liga aktiv war, wurde zwar als Spitzenspielerin der zweiten Mannschaft gemeldet, „wird jedoch fast jedes Spiel in der Ersten mitmachen“.

„Wir möchten als Aufsteiger den Klassenerhalt mit einer Mischung aus Erfahrung und Frische schaffen“, verriet Spielerin Larissa Schmidt vom SC Poppenbüttel. Der Regionalliga Nord-Titelträger verstärkte sich mit der international erfahrenen Galila Nasser. Funke Oshonaike, Jasmin Kersten, Melanie Greil und Larissa Schmidt können auf Erfahrungen in der 2. und 3. Liga zurückblicken.

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