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Die TTG Süßen möchte die vorderen Mannschaften der Liga angreifen (Foto: Reinhard Arras)
Mit 16:2 Punkten hat sich zwar die Mannschaft vom TSV Schwabhausen II die Herbstmeisterschaft gesichert

Kopf-an-Kopf-Rennen in der 3. Bundesliga Süd

Julian Hörndlein 19.12.2021

Frankfurt/Main. Das Rennen an der Spitze der 3. Bundesliga Süd der Damen ist denkbar knapp: Mit 16:2 Punkten hat sich zwar die Mannschaft vom TSV Schwabhausen II die Herbstmeisterschaft gesichert, sie wird jedoch dicht gefolgt vom DJK Sportbund Stuttgart, der mit 15:3 Punkten auflauert. Auch der TuS Fürstenfeldbruck folgt direkt.

„Es kam für uns überraschend, dass wir so weit vorne mitmischen“, sagt Thomas Walter vom Sportbund Stuttgart. „Wir haben von unserer großen Ausgeglichenheit in der Mannschaft profitiert. Von Nummer eins bis fünf stehen alle positiv oder ausgeglichen in der Bilanz, dazu hatten wir sehr starke Doppel“, meint Walter. Er hofft, dass die Rückrunde in Gänze durchgeführt werden kann und der Sportbund weiterhin die Möglichkeit hat, nach der Spitze zu greifen.

Stark in Schwabhausen: Emine Ernst

Dort steht aktuell Schwabhausen. Auch Spielerin Sarah Diecke ist überrascht über das Ergebnis: „Dass es am Ende so gut läuft, damit hatten wir nicht gerechnet“, erklärt sie. Ihr sei jedoch bereits vor der Saison bewusst gewesen, dass Schwabhausen über ein starkes Team verfüge und auch auf die Spitzenspielerin zurückgegriffen werden könne. Als Neuzugang hat Emine Ernst das Team verstärkt, sie steht nach der Vorrunde bei einer Bilanz von 9:3. „Sie hat sich nicht nur spielerisch super geschlagen, sondern hat sich vor allem auch von Anfang an in die Mannschaft integriert“, sagt Diecke. Ein fixes Ziel für die Rückrunde gibt es in Schwabhausen nicht. „Wir schauen einfach mal, wie’s läuft“, meint Diecke.

Die TTG Süßen, die auf dem vierten Platz der Liga überwintert, hatte zu Beginn mit Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen. „Spielerisch hätten wir gerne ein paar mehr Punkte gegen die starken Teams der Liga geholt“, sagt Spielerin Katharina Binder. Für die Rückrunde hofft sie, die vorderen Mannschaften noch etwas „ärgern“ zu können. „Wir hoffen natürlich, dass sich die Lage wieder beruhigt und die Rückrunde unter normalen Bedingungen stattfinden kann“, so Binder.

Beste Bilanz der Liga: Fürstenfeldbrucks Irina Motsyk

In Fürstenfeldbruck ist man zufrieden mit der Vorrunde. „Wir wollten im vorderen Drittel der Tabelle landen und dies ist uns bisher auch gelungen“, erklärt Sandra Peter. Irina Motsyk weist mit einer Bilanz von 15:1 Spielen die beste Bilanz der Liga auf. „Wir hoffen, den Platz in der Rückrunde festigen zu können“, sagt Peter. Aktuell befindet sich die Mannschaft auf Platz 3 der Liga.
Im Mittelfeld der Liga stehen aktuell der BSC Rapid Chemnitz, der VfL Sindelfingen und NSU Neckarsulm. „Es lief nicht so überragend“, sagt der Neckarsulmer Christian Hofmann. Innerhalb der Mannschaft passe das Zusammenhaltsgefühl. „Jetzt müssen die notwendigen Punkte her“, meint Hofmann.

Einen Platz weiter unten schätzt Timo Link vom TV 1921 Hofstetten die Lage ein: „Wir sind in dem Bereich, wo wir uns erwartet hatten“, erklärt er. Die Höchstleistung habe nicht erbracht werden können. Trotzdem ist er zuversichtlich, sich auf einem Nicht-Abstiegsplatz halten zu können. Aktuell trennen das Team zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz, den der RV Viktoria Wombach belegt. „Ein zwei Punkte mehr wären drin gewesen“, erklärt der dortige Betreuer Hans-Joachim Schmidt. Die Mannschat gebe laut ihm immer das Beste. Neuzugang Anna Jansen hätte mit 6:5 einen „tollen“ Einstand geliefert. Das Ziel für die Rückrunde ist laut Schmidt der Klassenerhalt.

Schlusslicht der Liga ist aktuell die Mannschaft vom DJK SB Landshut. „Wir sind unglücklich in die Saison gestartet, waren in wichtigen Spielen ersatzgeschwächt und haben viele Partien knapp verloren“, sagt Spielerin Katharina Teufl, die alle Spiele der Vorrunde absolviert hat. Ihr Ziel für die Rückrunde ist es, sich für die knapp verloren gegangenen Spiele der Vorrunde zu revanchieren. „Wir müssen jetzt wirklich Gas geben und wollen in der zweiten Saisonhälfte zeigen, dass wir auf keinen Fall aufgeben“, so Teufl.

Im Januar müssen die Begegnungen zwischen Chemnitz und Neckarsulm sowie Wombach und Hofstetten nachgeholt werden. Die Rückrunde startet planmäßig am Wochenende des 8. und 9. Januar.

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