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In Langstadt überragend: Bingens Nummer eins Lea Rakovac (Bild: Dr. Stephan Roscher).
TSV Langstadt – TTG Bingen-Münster/Sarmsheim 5:5

Langstadt trotz 2:0 in den Doppeln nur Remis

Dr. Stephan Roscher 02.03.2024

Langstadt. Vor 140 Zuschauern, für die für Langstädter Verhältnisse völlig ungewohnte Anfangszeit um 10.30 Uhr ein guter Besuch, konnte der TSV Langstadt auch das „Derby“ gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim nicht gewinnen und musste sich nach fast vier überaus spannenden Stunden mit einer Punkteteilung zufriedengeben.

Dabei hatte alles so gut begonnen für den Tabellenzweiten. Der bisherigen negativen Doppelbilanz zum Trotz, Bingen stand dagegen in den Doppeln hoch positiv, lag Langstadt rasch mit 2:0 in Führung. Franziska Schreiner/Lorena Morsch hatten Lea Rakovac/Karolina Mynarova ebenso mit 3:0 abgefertigt wie Chantal Mantz/Izabela Lupulesku ihre Gegnerinnen Elena Kuzmina/Katerina Tomanovska, denen in den drei Sätzen zusammen nur zehn Punkte gelungen waren.

Es folgten viele enge, umkämpfte Einzel. Zunächst spielte man in den einzelnen Paarkreuzen jeweils 1:1. Chantal Mantz besiegte Elena Kuzmina vorne mit 3:2, Franziska Schreiner unterlag Lea Rakovac, beste Gästespielerin an diesem Tag, mit 2:3. Hinten konnte Izabela Lupulesku das Match gegen Karolina Mynarova nach 0:2-Satzrückstand noch herumreißen, während die junge Lorena Morsch der Tschechin Katerina Tomanovska nach fünf Durchgängen gratulieren musste. Anschließend ging es im Spitzenpaarkreuz mal etwas deutlicher zu: Chantal Mantz unterlag Lea Rakovac mit 1:3, doch „Franzi“ Schreiner sorgte durch ein klares 3:0 über Elena Kuzmina, dafür, dass der Zwei-Punkte-Abstand zugunsten des Gastgebers einstweilen Bestand hatte.

Doch im letzten Durchgang des hinteren Paarkreuzes konnte die TTG die Partie noch drehen und den ersehnten Punkt ergattern. Nun gab es wieder packende Fünf-Satz-Spiele – und beide gingen an Bingen. Izabela Lupulesku verlor gegen Katerina Tomanovska ihr sechstes Einzel in dieser Saison, obwohl sie im Entscheidungssatz mit 9:6 geführt hatte. Und Lorena Morsch zog gegen die kampf- und nervenstarke Karolina Mynarova knapp den Kürzeren, obwohl sie zwischenzeitlich mit 2:1 Sätzen vorne gelegen und im vierten Durchgang einen Matchball hatte. Mynarova blieb ruhig und fokussiert und sicherte sich die Sätze vier und fünf mit 12:10 und 11:9 zur Punkteteilung. 24:19 Sätze und ein klares Plus in den Bällen (434:379) hatten den Langstädterinnen nicht zum Sieg gereicht.

In Langstadt ist man die vielen Punkteteilungen, nun bereits sieben an der Zahl, drei davon in der Rückrunde, allmählich leid. “Irgendwie fühlt sich das Unentschieden mal wieder wie eine Niederlage an. Nach dem 5:2 schaffen wir es leider nicht, den Sack zuzumachen“, so ein etwas enttäuschter Manfred Kämmerer, Langstadts Sportlicher Leiter. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Sieben Unentschieden, das ist sicher auch ein 'Rekord'.“ Trainerin Anna Rauch meinte nach der Partie: „Diesmal ein idealer Start mit zwei gewonnenen Doppeln. Zum Schluss wieder unser Standardergebnis, mit dem wir dieses Mal nicht zufrieden sein können. Doch die gewonnenen Doppel machen zumindest Mut für die kommenden Aufgaben.“

Bingens Vorsitzender Joachim Lautebach kann mit dem Remis besser leben als der Langstädter Manager. „Anfangs sah es nicht gut aus, beide Doppel verloren, das hatten wir in der ganzen Saison noch nie, unsere Mädels waren noch nicht richtig da und haben erst später in die Partie hineingefunden“, erklärte Lautebach. „Doch wir haben uns gewehrt, haben gut dagegen gehalten und sind dran geblieben. Mit unserer tollen Moral und dem von mir schon oft gelobten Teamgeist haben wir uns am Ende den Punkt gesichert, der sicher nicht unverdient war. Jetzt müssen wir schauen, dass wir morgen bei dem schweren Spiel gegen Dachau wieder von ersten bis zum letzten Ball alles geben.“

Während Bingen mit dem Punktgewinn dem Klassenerhalt wieder ein Stück nähergekommen ist, konnte Langstadt den Negativtrend – man ist in der Rückrunde noch ohne Sieg - vorerst nicht stoppen, hofft aber auf die Wende am morgigen Sonntag gegen Jena in Bad Königshofen.

 

Die weiteren Partien des Wochenendes:

SV DJK Kolbermoor – TSV Dachau 65 (Samstag, 14 Uhr)

SV SCHOTT Jena – SV Böblingen (Samstag, 18 Uhr)

ttc berlin eastside – SV Böblingen (Sonntag, 13 Uhr)

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim - TSV Dachau 65 (Sonntag, 14 Uhr)

SV DJK Kolbermoor – TTC 1946 Weinheim (Sonntag, 14 Uhr)

SV SCHOTT Jena – TSV Langstadt (Sonntag, 17 Uhr, in Bad Königshofen)

 

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