Das Düsseldorf Masters bringt die Profis in Wettkampfstimmung, auch wenn spielerisch noch nicht alles rund läuft

Prause: "Noch etwas hölzern nach der langen Wettkampfpause"

SH 03.06.2020

Düsseldorf. Das Düsseldorf Masters bringt die Profis in Wettkampfstimmung, aber spielerisch läuft noch nicht alles rund. DTTB-Sportdirektor Richard Prause im Interview über die Premiere des Matchpraxis-Turniers im Deutschen Tischtennis-Zentrum während der Corona-Pandemie.

Wie ist das allgemeine Fazit des ersten Durchgangs beim Düsseldorf Masters – von Trainer- und Spielerseite?
Richard Prause:
Das Fazit ist durchweg positiv. Es ist ein langsamer Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen. Es gibt sowohl von Spieler- als auch von Trainer-Seite nur sehr, sehr positive Rückmeldungen. Das Turnier ist eine runde Sache, aus der man gute Schlüsse fürs Training ziehen kann. Man merkt den Spielern an, dass ein bisschen Nervosität da ist wie vor einem echten Wettkampf. Mit diesem Format schaffen wir also den direkten Übergang vom Training zum Wettkampf. Wir wissen ja nach wie vor nicht, ab wann große Turniere wieder erlaubt sein werden.

Wo stehen die deutschen Nationalspieler und die U23-Kaderathleten spielerisch nach der langen Wettkampfpause?
Prause:
Spielerisch läuft längst nicht alles rund. Das eine oder andere ist noch etwas hölzern nach der langen Wettkampfpause. Das war nicht anders zu erwarten.

Wem nützt das Turnier mehr: den Spielern mit dem großen Namen oder den noch nicht so Bekannten?Prause: Es nützt den großen Namen genauso wie den U23-Spielern, um eine Rückmeldung über die eigene Form zu bekommen. Ein Aufeinandertreffen zwischen den etablierten Nationalspielern und den U23-Akteuren gibt es auf nationaler Ebene nicht so häufig, meist nur bei Deutschen Meisterschaften. Gerade die ersten Runden sind für die U23-Spieler sehr wertvoll. Aber auch für die Topspieler ist jedes Spiel wichtig, um unter Wettkampfbedingungen ein bisschen was auszuprobieren.

Wie wird sich das Feld in den kommenden Wochen entwickeln? Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf hatte angedeutet, es gäbe Anfragen von weiteren Spielern aus dem Ausland?
Prause:
Wir haben einen Kreis von 20 bis 25 Spielern, die regelmäßig in Düsseldorf trainieren. Der eine oder andere Ausländer wird hier sicher noch zusätzlich auftauchen. Diesmal war Alberto Mino aus Ecuador dabei. Beim nächsten Mal ist es vielleicht der US-Amerikaner Kanak Jha. Es gibt weitere Anfragen. Das Trainer-Team wird sondieren, wer noch ins Turnierformat hineinpassen könnte.

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