Meister NSU Neckarsulm (Foto: Verein)
Meister NSU Neckarsulm verliert das letzte Spiel / Bietigheim-Bissingen bleibt dadurch in der Liga

Süd: Niederlage mit großer Bedeutung

Marco Steinbrenner 25.05.2018

Frankfurt am Main. Mit einem Vorsprung von drei Punkten auf den Verfolger TTC Langweid gewann die NSU Neckarsulm souverän den Meistertitel in der 3. Damen-Bundesliga Süd. Ausgerechnet am letzten Spieltag kassierte das Sportunion-Team die erste und gleichzeitig einzige Saison-Niederlage. Neckarsulm spielt damit zukünftig in Liga zwei, während der TV 1921 Hofstetten und VfL Sindelfingen in die Regionalliga absteigen müssen.

Ausgerechnet am letzten Spieltag kassiert die NSU Neckarsulm die einzige Niederlage

15 Spiele hatte die NSU Neckarsulm in Folge gewonnen und damit bereits frühzeitig die Weichen in Richtung Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga gestellt. Beim 5:5-Unentschieden gegen den Viertplatzierten BSC Rapid Chemnitz wurde dann der erste Punkt abgegeben. Nach einem 6:1-Sieg in der Spitzenpartie gegen den Verfolger TTC Langweid gab es ausgerechnet am letzten Spieltag noch eine 4:6-Niederlage beim TTC Bietigheim-Bissingen. Damit wurde das Saisonziel, Platz eins oder zwei belegen zu wollen, souverän erreicht.

Dem TTC Langweid war schon frühzeitig Rang zwei nicht mehr zu nehmen. „Schade ist allerdings, dass wir den bereits nach der Hinrunde vorhandenen Rückstand von drei Punkten auf Neckarsulm nicht noch verkürzen konnten“, merkte Mannschaftsführerin Martina Erhardsberger an. „Etwas mehr Spannung wäre, vor allem auch für das Zuschauerinteresse, positiv gewesen.“ So aber kam das Team aus dem bayerischen Schwaben wie auch die NSU Neckarsulm in der zweiten Saisonhälfte auf sieben Siege, ein Unentschieden (5:5 beim TuS Fürstenfeldbruck) sowie eine Niederlage. „Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt.“ Auch die Einsätze von Nachwuchsspielerin Sarah Alzinger seien „sehr positiv“ gewesen.

BSC Rapid Chemnitz drittbeste Rückrunden-Mannschaft

Der Aufsteiger SV DJK Kolbermoor II überzeugte als Tabellendritter, wenngleich die Erstliga-Reserve in der Rückrunde nur acht statt zuvor zwölf Punkte holte. Trainer Michael Fuchs zeigte sich mit dem Abschneiden dennoch „äußerst zufrieden“. Laura Tiefenbrunner, die in der nächsten Saison für den Zweitligisten TSV Schwabhausen aufschlagen wird, überzeugte mit einer 10:4-Bilanz an der Spitzenposition. Hinter der NSU Neckarsulm und dem TTC Langweid (beide 15:3 Punkte) belegt der BSC Rapid Chemnitz mit 13:5 Zählern Position drei in der Rückrunden-Tabelle. Im Abschlussranking verbesserte sich das Team aus Sachsen aufgrund der sechs Siege in der zweiten Serie noch auf Position vier. Lediglich gegen Kolbermoor II (4:6) und Langweid (3:6) gab es nach der kurzen Winterpause eine Niederlage. Zudem wurde gegen Neckarsulm ein Unentschieden erreicht.

Den fünften Tabellenplatz bezeichnet Sandra Peter, Trainerin des TuS Fürstenfeldbruck, als ein „sehr zufriedenstellendes und hervorragendes Ergebnis“. Bereits das Team aus Bayern befand sich lange Zeit in Abstiegsgefahr. Dank einer überragenden Wei Yuan Hui (12:0 Bilanz) wurde der Klassenerhalt am Ende souverän geschafft. Zehn der insgesamt 16 Punkte sammelte der Sechste TTG Süßen in der Rückrunde. Aus den abschließenden sieben Spielen holte das Team von Kapitänin Katharina Binder sieben Zähler. „Diese Serie hat letztlich zum Verbleib in der Liga geführt.“ Das Abstiegs-Endspiel wurde beim TV 1921 Hofstetten mit 6:3 gewonnen. Überragende Leistungen zeigte Katharina Sabo, die zwölf ihrer 17 Einzel gewann.

Spannender Dreikampf um den zweiten Abstiegsplatz

„Wir sind mit Platz sieben zufrieden“, stellt Cristina Tugui, Mannschaftsführerin des TSV Schwabhausen, fest. Mit Natalia Mozler hatte das Team aus dem Landkreis Dachau eine Stammspielerin zur Saison-Halbzeit aus persönlichen Gründen in Richtung TTC Bietigheim-Bissingen verlassen. Der Klassenerhalt wurde dennoch geschafft. Maßgeblich trug dazu Christina Feierabend bei, die bei sieben Siegen nur eine Niederlage gegen Katharina Sabo einstecken musste. „Die Rückrunde war ein einziges Auf und Ab mit dem glücklichen Ausgang, dass wir die Klasse gehalten haben“, bilanzierte Matthias Grünenwald, Vorsitzender des TTC Bietigheim-Bissingen. Spitzenspielerin Ina Karahodzina wurde zwei Spieltage vor dem Saisonende suspendiert, „da sie uns wiederholt kurzfristig abgesagt hatte“. Nach dem 6:4-Heimsieg gegen die NSU Neckarsulm zeigten sich die Spielerinnen des Tabellenachten überglücklich. „Wenn wir auch auf den letzten Drücker noch den Abstiegsplatz neun verlassen konnten, so hat sich die Mannschaft am Ende den Nichtabstieg verdient“, so Grünenwald.

Vier Siege und damit acht Punkte reichten dem TV 1921 Hofstetten am Ende nicht, um den spannenden Dreikampf mit der TTG Süßen und dem TTC Bietigheim-Bissingen bei der Suche nach dem zweiten Absteiger neben dem VfL Sindelfingen erfolgreich zu gewinnen. Spitzenspielerin und Eigengewächs Franziska Schreiner verlässt den Verein und schließt sich dem Erstligisten TV Busenbach an.

Der VfL Sindelfingen konnte den Rückzug von Topspielerin Yang-Xu Yanhua nicht verkraften. Mit nur einem Punkt (5:5-Unentschieden in der Hinrunde gegen den TV 1921 Hofstetten) stand der Verein schon frühzeitig als erster Absteiger in die Regionalliga fest. In den neun Begegnungen der zweiten Saisonhälfte wurden nur neun Einzel sowie drei Doppel gewonnen. Die Höchststrafe von 0:6 gab es allerdings nur einmal – beim Meister NSU Neckarsulm.

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