Yang Ting vom TSV Schwabhausen ist für höhere Aufgaben gerüstet (Foto: Nils Rack)

Der TSV Schwabhausen das Nonplusultra

Martina Emmert 30.04.2010

In der 2. Bundesliga Süd der Damen hat der TSV Schwabhausen einen Start-Ziel-Sieg hingelegt und steigt mit 36:0 Punkten in die 1. Bundesliga auf. Mit Yang Ting (25:4) kommt die stärkste Spielerin aus diesem Team. Die Folgeplätze mit dem TTC Langweid und dem TTC Optolyth Optik Wendelstein ergaben sich erwartungsgemäß. Die bislang beste Zweitligasaison absolvierte die NSU Neckarsulm, die sich über den fünften Tabellenplatz besonders erfreut zeigte. Ein überraschender Abschluss ergab sich Kampf um den Klassenerhalt, denn Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz sah sich nach der Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 schon „klinisch tot“. Der grandiose Sieg beim ATSV Saarbrücken rettete das Team um Mädchennationalspielerin Anna Krieghoff schließlich doch noch.

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1. TSV Schwabhausen 36:0 Punkte<o:p></o:p>

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Perfekter kann eine Saison nicht laufen, denn der TSV Schwabhausen drehte seine Kreise vom Anfang bis zum Ende völlig ungefährdet. Selbst wenn das Bayernteam beim Schlusslicht SpVgg DJK Wolframs-Eschenbach beinahe ein 5:5 mitgenommen hätte, wäre die Meisterschaft niemals in Nöte geraten. „Yang Ting gab ihre Einzel bei der SpVgg wegen einer Verletzung kampflos ab, und Agnes Kokai siegte nur knapp im fünften Satz. Doch meine zwischenzeitlichen Befürchtungen bestätigten sich nicht, wir haben 6:2 gewonnen“, erinnert sich TSV-Manager Helmut Pfeil an die einzige kritische Situation. Nur in der Hinrunde spielte der TSV zweimal 6:3, in der Rückrunde wurden keinem Kontrahenten mehr als zwei Gegenpunkte zugestanden. „Vor Beginn der Die Karriere von Sabine Winter geht steil nach oben (Foto: Nils Rack)Saison war das erklärte Ziel der Aufstieg. Dieses Ziel konnten wir in eindrucksvoller Art und Weise erreichen. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Pfeil. Ein besonderes Ergebnis habe es nicht gegeben. „Eher insgesamt, denn diese Form der Überlegenheit der Mannschaft haben wir nicht erwartet. Das 6:0 in Langweid in der Hinrunde war auf alle Fälle eine positive Überraschung. Die einzelnen Spiele waren zwar nicht so deutlich für uns, aber die hervorragenden Leistungen unserer Damen an diesem Tag waren schon äußerst positiv“, erklärte der Manager.  Die statistischen Werte bestätigen diese Aussage zu einhundert Prozent: Yang Ting 25:4, Sabine Winter 18:4, damit führen sie die Top 10 an, Olga Nemes 6:0, Yin Na 11:0, Platz eins und zwei der Bestenliste, Agnes Kokai  belegt mit einer 14:5-Bilanz Rang fünf. Kein Wunder, das Kokai/Yang Ting mit 8:0 und Winter/Yin Na 8:1, außerdem Nemes/Yang Ting 6:0 auch erstklassige Doppelbilanzen ablieferten. <o:p></o:p>

Dank der frühen Gewissheit konnten die Planungen für die 1. Bundesliga rechtzeitig beginnen. „Im organisatorischen Bereich haben wir noch einiges zu erledigen. Die 1. Liga erfordert einen höheren Aufwand in dieser Richtung. Im Marketing-Bereich sind wir ebenfalls schwer am Arbeiten und sind noch offen für weitere Sponsoren. Zum Endspiel gegen Langweid war der Bayerische Rundfunk mit einem Kamerateam vor Ort. Sie werden uns auch in der 1. Liga mit begleiten“, berichtete Pfeil erfreut. In dieser Partie, die der TSV mit 6:2 gewann, und der eine riesengroße Meisterschaftsparty folgte, unterlag Sabine Winter im fünften Satz gegen Wang Lei. „Das war ungewöhnlich, denn Sabine führte 7:2 und verlor 7:11. Eigentlich ist das eher umgekehrt, Sabine liegt hinten und dreht das Spiel noch. Die Niederlage war natürlich überhaupt kein Beinbruch“, meinte Pfeil. Den Beweis trat Winter aber eigentlich an, denn sie lag 0:2 nach Sätzen zurück.<o:p></o:p>

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Mit dem Wechsel von Kathrin Mühlbach vom Erstligisten DJK TuS Essen-Holsterhausen zum Klub im Landkreis Dachau lüftete Manager Helmut Pfeil ein Geheimnis. Mühlbach spielt am Wochenende mit Sabine Winter bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend im Doppel. Ein guter Test für die kommende Saison. „Mit Kathrin haben wir eine junge deutsche Spielerin nach Schwabhausen geholt. Zusammen mit Sabine Winter bleiben wir unserer Vereinsphilosophie treu. Nämlich mit und für die Jugend zu arbeiten“, meinte Pfeil. Neu ist auch Bao Di, die zuletzt in Frankreich spielte, aber in der Liga keine Unbekannte ist. Zu ihren Stationen gehörten der TV Busenbach und 3B Berlin Tischtennis. Bleiben werden Yang Ting und Agnes Kokai. „Als abgeschlossen würde ich die Mannschaftsplanungen aber noch nicht unbedingt bezeichnen. Zumal noch nicht sicher ist, was Olga Nemes und Yin Na machen werden“, sagte der Manager.<o:p></o:p>

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2. TTC Langweid 30:6 Punkte<o:p></o:p>

 

Eine gute Saison absolvierte der TTC Langweid, der sich nur zwei Niederlagen gegen Schwabhausen einfing. In der Hinrunde ergab sich beim 0:6 allerdings ein Ergebnis, das in dieser Höhe nicht einkalkuliert war. Im zweiten Vergleich trat der TTC ersatzgeschwächt an, hier zeigte Spitzenspielerin Wang Lei mit zwei Siegen noch einmal eine starke Leistung. Mit ihrem Debüt in Deutschland darf die 19-jährige Chinesin insgesamt zufrieden sein, denn sie erspielte sich mit einer 25:6-Bilanz Platz drei in der Top 10.<o:p></o:p>

Die beiden Unentschieden gegen den TTC Optolyth Optik Wendelstein und BSC Rapid Chemnitz, als Katharina Schneider verletzungsbedingt fehlte, wurden in der Rückrunde in Siege verwandelt. <o:p></o:p>

Positiv von sich reden machte auch der zweite Neuzugang Larisa Stancu, die im unteren Paarkreuz auf eine 17:5-Bilanz und Rang drei kam. Obwohl der Verein durch die langjährigen, kontinuierlichen Erfolge seine Fans verwöhnte, und Langweid die Favoritenrolle des Meisters in dieser Saison zu deutlich bestätigt bekam, lobte der 1. Vorsitzende Gert Jungbauer die Zuschauer: „Nach unserem Abstieg aus dem Oberhaus auf Grund einer nicht konkurrenzfähigen Mannschaft, der Dominanz von Schwabhausen und weitestgehend unserer gegenüber den anderen Teams, ist es erfreulich, dass uns doch noch so viele Fans treu geblieben sind.“<o:p></o:p>

Durch den freiwilligen Rückzug des TV Busenbach und dem geplanten Rückzug des Tabellenachten TuS Bad Driburg aus der 1. Bundesliga sitzt der TTC noch zwischen den Stühlen, was die Saisonvorbereitungen 2010/11 betreffen. „Ob unsere Planungen mit dem Zugang von Aya Umemura vom Bundesligisten DJK TuS Essen-Holsterhausen abgeschlossen sind, hängt nicht allein von uns ab. Für die weitere Zugehörigkeit zur 2. Liga kann ich das bejahen. Falls für uns ein Aufstiegsrecht entstehen sollte, sieht dies anders aus. Doch da steht ein großes Fragezeichen die personelle und die finanzielle Möglichkeit betreffend“, sagte Jungbauer. Mit der derzeit möglichen Mannschaft wolle der Verein das Abenteuer wohl kaum angehen. Die Erfolge in der Vergangenheit seien eine Bürde. „Wir müssen so schnell wie möglich wieder zurück ins Oberhaus, doch hängt dies nicht von uns ab. Übrigens habe ich für die Entscheidung des TV Busenbach auf Spitzensport durch eingekaufte, fertige Spielerinnen im Interesse der Nachwuchsarbeit viel Sympathie. Unser Aufstieg von der Kreisliga bis hin zur 1. Bundesliga mit ausschließlich Eigengewächsen zeigt unser Verständnis vom Sport. Leider sprechen sich Sponsoren oft zwar für Jugendarbeit aus, wollen die Gegenleistung aber über Erfolge und Werbung im Spitzensport“, legte der Vorsitzende die Problematik offen. Den Tischtennissport professionell zu betreiben, besonders im Damensport, sei kaum möglich, dafür sei unser Sport zu sauber, zu fair und zu wenig spektakulär für die Medien. „Das zeugt nicht von Resignation meinerseits, sondern von nüchterner Erkenntnis aus vielen Jahren des Engagements“, kommentierte Jungbauer. <o:p></o:p>

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3. TTC Optolyth Optik Wendelstein 27:9 Punkte<o:p></o:p>

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Mit dem dritten Platz schaffte der TTC Optolyth Optik Wendelstein eine Punktlandung. Rang drei bis vier war das angestrebte Ziel. Zur Halbzeit belegte der TTC zwar noch den aussichtsreichen zweiten Tabellenplatz, doch das 3:6 gegen den NSC Watzenborn-Steinberg und das 4:6 gegen den TTC Langweid in der Rückrunde, zusätzlich zu den Niederlagen gegen Schwabhausen, ließen die Vizemeisterschaft nicht zu. Die Nummer eins der Mittelfranken, Svenja Weikert, erkämpfte sich mit einer 23:10-Bilanz den vierten Platz in der Abschlussstatistik. Lediglich Nicole Delle (Chemnitz) und Angelina Gürz (Watzenborn-Steinberg) stellten die 29-Jährige gleich zweimal vor unlösbare Aufgaben im Einzel. Platz acht der Top 10 sicherte sich Martina Smistikova mit 18:13. Als gute Verstärkung entpuppte sich Neuzugang Andrea Schiel, die 17 Siege und nur fünf Niederlagen verbuchte. Hinter dem Schwabhausen-Duo gehörte ihr Platz drei der Top 10.   <o:p></o:p>

Die Bestnote verdiente sich das Doppel Schiel/Svenja Weikert mit einer exzellenten 13:2-Bilanz.<o:p></o:p>

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4. NSC Watzenborn-Steinberg 26:10 Punkte<o:p></o:p>

 

Der NSC Watzenborn-Steinberg erzielte in der zehnten Saison in der 2. Liga das beste Ergebnis aller Zeiten. „Und das mit unserer nur aus deutschen Spielerinnen bestehenden Mannschaft – da müssen wir wohl zufrieden sein oder? Wir haben sehr stabil von Anfang an gespielt, auch Krankheit und Verletzungen haben uns nicht aus der Bahn geworfen. Wir sind sehr zufrieden(Foto: Dr. Stephan Roscher) mit allen Spielerinnen, die alle ihre Erwartungen erfüllt haben. So war es eine perfekte Saison, denn tatsächlich war sogar noch etwas mehr möglich, speziell in den beiden Spielen gegen Langweid“, zog NSC-Trainer Markus Reiter ein Resümee. Das sportliche Highlight sei das 6:3 in der Rückrunde gegen Wendelstein gewesen, denn es sei nach dem klaren 1:6 in der Vorrunde eine Revanche gegen eine besser platzierte und höher gehandelte Mannschaft gelungen. „Von der Stimmung her war unser Heimspiel gegen Langweid am Nikolaustag der absolute Saisonhöhepunkt. Viele Zuschauer, vor allem viele Kinder waren gekommen. Wir hatten ein Rahmenprogramm das ankam. Der Sport klasse, Spannung und Dramatik bis zum letzten Ballwechsel. Da hat alles gepasst – nur ein Punktgewinn fehlte. Ich hoffe, es gelingt uns in Zukunft häufiger, mehr Zuschauer durch mehr Rahmenprogramm und verbesserte Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen“, sagte Reiter. <o:p></o:p>

Die beste Spielerin im Team war Angelina Gürz, die sich mit einer 19:10-Serie Platz fünf der Top 10 eroberte. „Angelina startete mit einer Klassebilanz von 7:0 Spielen im vorderen Paarkreuz in die Rückrunde, und dabei hat sie auch ein paar gute Ausländerinnen geschlagen. Das war schon sehr beeindruckend gewesen“, lobte der NSC-Trainer. Auch Désirée Czajkowski (15:7) habe in der zweiten Saisonhälfte auf Position vier einen Lauf gehabt, der ihr neben einer zwischenzeitlichen Bilanz von 6:1 im Einzel und 5:1 im Doppel mit Julia Lutz, auch noch den Titel der Südwestdeutschen Meisterin eingebracht habe. Position vier der Bestenliste erspielten sich Inka Dömges/Gürz mit zwölf Erfolgen und nur halb so viel Niederlagen. Auf Grund der großen Zufriedenheit wurden die Verträge mit allen Spielerinnen um ein Jahr verlängert.<o:p></o:p>

Mit einem leichten Schmunzeln erinnert sich der Trainer an das Spiel beim TSV Schwabhausen: „Nach einer über sechsstündigen Tortur bei der Anreise haben wir es nur mit knapper Not geschafft, nach etlichen Baustelle, Unfällen und Staus pünktlich zu erscheinen. Nur 30 Minuten blieben zum Einspielen. Alle waren fertig von der Fahrt – und dann stand es plötzlich in beiden Doppeln 2:0 für uns. Da war es für einen Moment wirklich mucksmäuschenstill in Schwabhausen geworden.“<o:p></o:p>

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Als der NSC vorrübergehend den zweiten Tabellenplatz inne hatte, bekam der Verein Anfragen zum Aufstieg in die 1. Liga. „Unsere Mannschaft harmoniert sehr gut und besteht aus deutschen Spielerinnen, doch keine kann im vorderen Paarkreuz der Liga mithalten. In ganz Hessen gibt es zurzeit keine Akteurin, die in absehbarer Zeit das Niveau erreichen kann. Und gerade der regionale Bezug ist uns wichtig, um den Identifikationscharakter zu erzielen“, sind sich Reiter und Manager Ingo Hofmann einig. Der organisatorische Aufwand sei ehrenamtlich gut verteilt. Für hauptamtlich stabile Strukturen, wie sie für die 1. Liga sinnvoll seien, würden die Mittel und Möglichkeiten fehlen. „Wir sind ein Familienverein, bei dem gemeinschaftliche und familiäre Werte sehr bedeutsam sind. Entsprechend legen wir großen Wert auf Kameradschaft, Akzeptanz, Integration und Beständigkeit sowie eine ausgeprägte Balance zwischen Breitensport und Spitzensport bei unseren zurzeit 17 Mannschaften. All das ist bei uns sehr gut gegeben und das wollen wir nicht leichtfertig aufgeben“, meinte das Duo. Deshalb sei ein Aufstieg auf absehbare Zeit ausgeschlossen worden.<o:p></o:p>

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5. NSU Neckarsulm 16:20 Punkte<o:p></o:p>

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Die NSU Neckarsulm spielte eine ausgezeichnete Saison, dementsprechend Leistungsträgerin bei der NSU Neckarslum Alexandra Urbanpositiv war auch NSU-Pressewart Heinz Harst eingestellt: „Wir sind das vierte Jahr in der 2. Liga dabei und unsere beste Platzierung erreicht. Deshalb sind wir überaus zufrieden.“ Maßgeblich habe die Nummer eins Alexandra Urban zum Erfolg beigetragen. Urban erzielte mit einer 22:12-Bilanz Rang sechs in der Statistik und zusammen mit Paloma Ballmann Rang vier im Doppel (12:6). Für mehr Stabilität sorgte Neuzugang Ma Kun, die es auf ausgeglichene 15:15 Spiele brachte. „Ma Kun ist eine echte Verstärkung. Wir sind sehr zufrieden mit ihrer Leistung, obwohl sie zum Saisonausklang in Offenburg zweimal unglücklich scheiterte. Wir haben trotzdem 6:4 gewinnen können. Dieser Sieg sicherte uns den fünften Tabellenplatz. Verena Volz markierte den Siegpunkt“, sagte Harst. Bei einer 4:18-Serie ein schöner Abschluss für die 20-Jährige, die die NSU verlässt. „Verena geht nach Herrlingen in die Regionalliga. Sie studiert in Ulm, das ist näher. Dafür kommt die 25 Jahre alte Stine Christ vom TV Rechberghausen. In der Regionalliga belegte sie mit 22:10 Spielen Position neun der Top 10. Ihr Bruder Nico spielt beim TSV Gräfelfing in der 2. Liga“, erklärte Harst. <o:p></o:p>

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6. DJK Offenburg 14:22 Punkte<o:p></o:p>

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Die DJK Offenburg wusste die zweite Chance zu nutzen. Im Aufstiegsjahr 2008/09 belegte die DJK den neunten Tabellenplatz, doch der Abstieg konnte am grünen Tisch vermieden werden. Diesmal reichten fünf Siege und vier Unentschieden für den sicheren Klassenverbleib. Obwohl DJK-Spitzenspielerin Yana Timina nicht ganz so stark wie in der zurückliegenden Saison agierte, brachte ihr eine 19:15-Bilanz noch Position neun der Top 10 ein. Mit Siegen unter anderem gegen Wang Lei (Langweid), Sabine Winter (Schwabhausen) oder Svenja Weikert (Wendelstein) bewies die fast 35-jährige Niederländerin ihre Qualitäten. Mit einer 9:20-Bilanz blieb Petra Heuberger, ehemalige Bundesligaspielerin der SV Böblingen, hinter den Erwartungen zurück. Ihre Premiere als gelungen darf  dafür die 20-jährige Neuverpflichtung aus den Niederlanden Nicky Zetsen bezeichnen. Mit einer 17:9-Serie erspielte sich die Nummer vier Rang neun der Top 10. <o:p></o:p>

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7. ATSV Saarbrücken 11:25 Punkte<o:p></o:p>

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Mit einer Nasenlänge Vorsprung holte sich der ATSV Saarbrücken gegenüber dem punktgleichen Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz den siebten Tabellenplatz. Eine Differenz von drei Spielen gab den Ausschlag. „Wir haben unser Minimalziel, den Klassenerhalt, zwar erreicht, wollten uns aber weiter vorne im Mittelfeld etablieren“, sagte ATSV-Abteilungsleiter Wolfgang Scholer. Zum Abschluss dieser Saison quittierte die Mannschaft noch ein überraschendes 1:6 gegen Chemnitz. „In der Vorrunde siegten wir 6:0, das hatten wir nicht erwartet, das gleiche gilt natürlich für unsere Niederlage. Man sieht hier, wie sehr die Tagesform, aber auch die Motivation der Mannschaften eine Rolle spielt. Chemnitz benötigte noch einen Punkt, für uns war bereits vorher alles gelaufen“, kommentierte Scholer. Zu Hause habe das Team oft schlechter gespielt als auswärts. „Die Runde wird uns in Erinnerung bleiben als Runde, in der wir immer wieder mit Verletzungen oder anderen Ausfällen zu kämpfen hatten. In der Hinserie hatte Mariana Stoian einen Bandscheibenvorfall, Theresa Adams fiel wegen einer Sehnenscheidenentzündung aus, Simone Haan in der Rückrunde wegen eines Muskelfaserrisses, und Ann-Kathrin Herges sowie Claudia Walerowicz hatten schulischen beziehungsweise beruflichen Stress. Das wird hoffentlich im nächsten Jahr besser“, wünscht sich der Abteilungsleiter. Da die Mannschaft unverändert zusammenbleibt, steht diesem Wunsch nichts entgegen. Mit einer 18:15-Bilanz darf Stoian auf Platz zehn der Bestenliste zufrieden sein. Für Neuverpflichtung Haan begann die Rückrunde mit vier Siegen in Folge erst einmal vielversprechend, ehe ihr die Verletzung dazwischen kam. Insgesamt erzielte die Luxemburgerin eine 10:7-Serie im unteren Paarkreuz.<o:p></o:p>

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8. BSC Rapid Chemnitz 11:25 Punkte <o:p></o:p>

 

Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz wird die Mannschaft mit dem lautesten Jubel und der größten Erleichterung am Ende der Saison gewesen sein. Das letzte Fünkchen Energie packte der BSC in das Match in Saarbrücken. Noch vor dem letzten Spieltag der Saison war der Abstieg so gut wie besiegelt, denn nach dem 0:6 in der Hinrunde an eigenen Tischen, war die Chance das nahezu Freuen sich über den Klassenerhalt (Aufnahme: Fotoart Hoffmann)Unmögliche zu schaffen sehr gering. Außerdem hatte die Mannschaft schon einmal dem Druck nicht stand gehalten, als sich ein bitteres 4:6 beim SV Darmstadt 98 ergab. Unmittelbar danach war die Enttäuschung riesengroß, doch schon beim engen 4:6 beim NSC Watzenborn-Steinberg, als drei Partien im fünften Satz verloren gingen, präsentierte sich der Neuling willensstark und gut erholt. Das 5:5 gegen die NSU Neckarsulm brachte den Klub am Nordrand des Erzgebirges auf den richtigen Weg. Das i-Tüpfelchen dieser positiven Serie wurde schließlich das 6:1 inSaarbrücken. Hier war es der BSC, der drei Spiele im fünften Satz gewann. <o:p></o:p>

Für den großen Rückhalt sorgte die Nummer eins Nicole Delle mit einer 21:11-Bilanz. Die 33-Jährige eroberte sich damit Platz sieben der Top 10. Nach einer fantastischen Hinrunde im unteren Paarkreuz mit 9:3 sprang Mädchen-Nationalspielerin Anna Krieghoff ins Spitzenpaarkreuz. Dort wehte für die erst 16-Jährige zwar ein rauer Wind, aber fünf hauchdünne Fünf-Satz-Niederlagen ließen erkennen, dass Krieghoff mehr als gut mithalten konnte. Delle/Krieghoff zeigten gleichfalls eine gute Leistung im Doppel mit einer positiven 10:7-Serie.<o:p></o:p>

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9. SV Darmstadt 98 9:27 Punkte<o:p></o:p>

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Der SV Darmstadt 98 entwickelt sich immer mehr zur klassischen Fahrstuhlmannschaft. In den vergangenen Jahren fehlte dem Team immer wieder eine Nuance, um den Klassenerhalt zu verbuchen. Bewundernswert die Motivation des Teams, sich immer wieder den Anforderungen stellen. Nur selten war der Optimismus vor einer Saison so groß, wie vor dieser. Spitzenspielerin Hana Sopova kehrte nach ihrer Babypause zurück und sollte den SV verstärken. Doch die 30-jährige Tschechin fand mit einer 6:13-Bilanz noch nicht ihre gewohnte Form. Lena Krapf schaffte ebenfalls nur sechs Siege bei 18 Niederlagen im oberen Paarkreuz. Dass der SV zwischenzeitlich Hoffnung schöpfte lag an den erfreulichen Resultaten unten von Sonja Bott mit 9:5 und Alina Heck, die zu einem ausgeglichenen 9:9-Konto kam. Das 6:4 im direkten Duell gegen Chemnitz sorgte für gute Stimmung, doch während die Darmstädterinnen drei deutliche Niederlagen folgen ließen, manövrierte sich die Delle-Truppe aus eigener Kraft aus der Gefahrenzone.<o:p></o:p>

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10. SpVgg DJK Wolframs-Eschenbach 0:36 Punkte<o:p></o:p>

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 Beim ersten Anlauf in der 2. Bundesliga Fuß zu fassen scheiterte die SpVgg DJK Wolframs-Eschenbach mit 1:39 Punkten. Das war in der Saison 2007/2008, und auch der zweite Versuch brachte nicht den vielleicht insgeheim erhofften ersten Sieg. Im Gegenteil, die Niederlagen fielen recht deutlich aus. Im ersten Heimspiel der Saison bekam der NSC Watzenborn-Steinberg noch eine Menge Gegenwind zu spüren. Der Aufsteiger führte sogar 4:2, ehe die Gäste mit 6:4 Oberwasser bekamen. Auch das 3:6 bei der NSU Neckarsulm nach einem 0:4 konnte sich sehen lassen. SpVgg-Spitzenspielerin Anna Walerjewna Baklanova gewann fünf Einzel, unter anderem gegen Angelina Gürz (Watzenborn-Steinberg), Ann Kathrin Herges (Saarbrücken) und Anna Krieghoff (Sachsen). Im unteren Paarkreuz ließen die 15-jährige  Selina Schießer und Carina Gallbrecht ihr Können aufblitzen.<o:p></o:p>

Der Abstieg hinterließ bei den Mittelfranken keinen bitteren Beigeschmack, denn die Mannschaft war in dem Bewusstsein aufgestiegen, sich nicht retten zu können.<o:p></o:p>

 

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