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Routiniert ins Achtelfinale: Shan/Solja (Foto: MS)
Filus im Achtelfinale gegen Lokalmatador Jha, Boll gegen Wang / DTTB-Damen, Franziska und Duda ausgeschieden

WM aktuell: Die Spiele der Deutschen am Donnerstag

SH 26.11.2021

Houston. Von Donnerstagnachmittag und in der Nacht zum Freitag ist es erneut ein voller Spielplan für Team Deutschland - mit Einzel, Doppel und gemischtem Doppel. Von Donnerstagnachmittag und in der Nacht zum Freitag ist es erneut ein voller Spielplan für Team Deutschland - mit Einzel, Doppel und gemischtem Doppel.

Drei DTTB-Doppel haben das Achtelfinale erreicht. Timo Boll/Patrick Franziska dagegen sind ausgeschieden. Ebenfalls eine Runde weiter sind die WM-Dritten von 2019 im Mixed, Patrick Franziska/Petrissa Solja.

Nach dem Ende ihrer Doppel-Aufgaben am Donnerstagabend geht es für die Deutschen nach einer Pause im Einzelwettbewerb ab 1 Uhr MEZ weiter.

Live-Ticker, Ergebnisse, Ansetzungen auf der WTT-Website

Livestream bei XYZsports.tv (Tische 1-4 kostenpflichtig, 10 Euro pro Monat) und auf YouTube (Tische 5-8 kostenfrei)

Donnerstag, 25. November, bzw. in der Nacht von Donnerstag auf Freitag

Damen-Einzel, 3. Runde (32)

Shan Xiaona – Chen Xingtong CHN 0:4 (-5,-8,-9,-6)

"Sie hat wirklich stark gespielt, ich hatte das Gefühl, sie war wie eine Mauer. Ich musste den Ball vier oder fünf mal schießen, um einen Punkt zu machen. Schade, dass ich den 3. Satz nach 9:6-Führung nicht gewinnen konnte. Vielleicht wäre sie dann etwas nervös geworden. Mit dem Turnier bin ich zufrieden, obwohl ich mich anfangs nicht so gut gefühlt wegen eines Materialwechsels und den zwei Monaten in der japanischen Liga."

Han Ying – Sun Yingsha CHN 0:4 (-6,-10,-4,-8)

"Mein Ziel war ein Satz zu gewinnen, aber sie ist eine Top-Spielerin und die Chinesin, die am besten gegen mich spielt. Ich habe versucht, etwas Stress zu machen und Dinge asuzuprobieren."

Tamara Boros über den Einzelwettbewerb der Damen: "Für uns war das nicht das beste Turnier. Ying und Nana haben gut gespielt, aber ihre Gegner war heute einfach zu stark. Das restliche Team war nicht in bester Verfassung. Petrissa hat keine optimale Vorbereitung, Nina hat in den letzten Monaten zu viel gespielt. Für sie war es auch schwierig, mit den Erfolgen bei Europe Top 16 und EM mental umzugehen. Sabine hatte gestern den Start verpasst und der zweite Satz war der Schlüssel, als sie gegen Doo eine 8:4-Führung verspielte. Wir müssen erst mal zur Ruhe gekommen, und dann analysieren, was wir besser machen können."

Herren-Einzel, 3. Runde (32)
Patrick Franziska – Truls Möregardh 3:4 (3,-7,-8,-6,9,10,-11)

Franziska: "Ich bin enttäuscht, verärgert - alles so ein bisschen. Im ersten Satz habe ich gut angefangen, auch taktisch war's genau so, wie ich spielen wollte. Dann hat er drei Sätze lang mit seiner unorthodoxen Spielweise gut aggressiv gespielt, und ich war einfach nicht so da, wie ich sein muss und auch will. Ich habe viele einfache Fehler gemacht. Dass ich mich danach zurückkämpfe, obwohl ich mich nicht so gut fühle, danach beim Matchball einen Kantenball gegen mich zu haben, und dann fällt meiner wahrscheinlich nach außen - so genau habe ich es nicht gesehen -, tut weh.
Er spielt einfach einen anderen Rhythmus. Ich habe vor Kurzem schon mal gegen ihn gespielt. Da war es ähnlich. Ich bin nicht so ins Laufen gekommen. Nach dem 1:3 hat Rossi gesagt: 'Spiel mehr mit der Vorhand, lauf mehr, beweg dich!' Früher hätte ich es nicht geschafft, mich da noch mal so herauszukämpfen. Wenn man etwas Positives daraus ziehen will, dann dass ich weitergemacht und weiter gekämpft habe, obwohl bis zum 1:3 meine Bälle nicht so kamen, wie sie kommen können - gerade mit der Rückhand."


Jörg Roßkopf: "Das war unglücklich. Er ist gut reingekommen, dann aber zwei Sätze keine Chance gehabt. Er hat viele erste Bälle ausgelassen, auch im 7. Satz - das darf nicht passieren. Und dann auch noch ein paar Kantenbälle in wichtige Phasen gegen sich gehabt." 

Benedikt Duda – Liang Jingkun CHN, 1:4 (-8,-9,3,-9,-6)

Duda: "Da war viel mehr drin. Ich habe gut gespielt, hatte im zweiten Satz eine 8:4-Führung und habe den leider verloren.  Danach habe ich einen super dritten Satz mit tollen Ballwechseln gespielt. Im vierten Satz hatte ich dann noch eine 8:6 und 9:8-Führung. Das sind Führungen, die du gegen die Chinesen brauchst, um zu gewinnen. Besonders der zweite Satz war schmerzhaft für mich. Den hätte ich gewinnen können. Dann wäre es vielleicht ein anderes Spiel gewesen. Es waren ein paar Entscheidungen, die ich anders hätte treffen können, aber im Großen und Ganzen geht die Niederlage in Ordnung. Er hat gut dagegen gehalten. Er war heute der bessere Spieler. Ab der nächsten Woche arbeite ich daran, dass ich ihn das nächste Mal knacken kann."

Timo Boll - Pang Yew En Koen SIN 4:0 (4,7,5,5)

Boll: "Ich habe noch nicht häufig eine Partie erst um elf Uhr abends angefangen. Ich bin gut reingekommen. Ich kannte meinen Gegner noch nicht so gut, hatte ihn kaum auf der Tour gesehen, von daher war ich froh, schnell einen guten Rhythmus gefunden zu haben. Ich habe einen anderen Rhythmus gespielt, als er das vielleicht gegen jüngere Spieler gewohnt ist, etwas verzögerter, platzierter - dagegen hatte er massive Probleme."

Über das Achtelfinale gegen Wang Yang SVK: "Ich habe schon ein paar Mal gegen ihn gespielt, ab und zu war es auch knapp. Allgemein bin ich ein guter Spieler gegen Abwehr, aber da muss vor allem auch der Körper funktionieren. Man muss für die Punkte viel arbeiten. Mit 40 ist es immer meine größte Sorge, morgens aufzustehen und hoffen zu müssen, dass alles heil ist. Bisher war ich aber ganz gut drauf, von daher bin ich noch guter Dinge."

Ausblick auf das mögliche Viertelfinale gegen Ruwen Filus: "Mit einem hessischen Viertelfinale könnte ich sehr gut leben. Ich drücke Ruwen die Daumen. Er hat bisher sehr gut gespielt. Außerdem wäre es eine schöne Sache, dann auf jeden Fall einen Deutschen im Halbfinale zu haben."

Ruwen Filus – Jakub Dyjas POL 4:0 (3,7,4,9)

Filus: "Ich hatte mich auf ein schweres, langes Spiel eingestellt. Ich habe direkt einen guten Start erwischt, Druck gemacht, habe direkt meinen Rhythmus gefunden von der Abwehr zum Angriff zu wechseln. Es lief gleich sehr gut. Froh war ich, dass ich den letzten Satz noch drehen konnte, nachdem ich hoch hinten gelegen habe, dass es nicht noch in Satz fünf oder sechs gegangen ist. 4:0 ist ein sehr gutes Ergebnis, auch weil ich vor einem Monat beim WTT-Turnier in Tunis noch gegen ihn verloren hatte. Es war da das erste Mal, dass ich gegen ihn verloren habe. Ich hatte da aber eine 1:0- und 9:5-Führung und hätte 3:0 gewinnen können. Deshalb bin ich zwar mit einer Niederlage ins Spiel hineingegangen, war aber trotzdem optimistisch, dass ich es diesmal schaffe, mehr zu variieren und in den Angriff zu kommen. Dann kann das gut laufen. Dass es so souverän war, ist natürlich sehr erfreulich für mich. So verliere ich keine Körner. Es war zwar bei dieser WM bisher dreimal ein 4:0 für mich, aber es ist trotzdem ein langes Turnier, und die Anspannung und das Einspielen sind die ganze Zeit da. Das merkt man dann doch."

Über das Achtelfinale in der Nacht zum Samstag: "Ich bin ich froh und stolz, dass ich im Achtelfinale stehe und werde morgen gegen den Lokalmatador Kanak Jha mein Bestes geben. Ich gehe von einem langen, schweren 50-50-Spiel aus, was auch mental kräftezehrend sein wird. Gegen Kanak habe ich bisher zweimal gespielt: in der Liga und im Pokal. Einmal habe ich ein knappes Spiel gewonnen, einmal knapp verloren. Er ist ein Spieler, der eine sehr gute Kontrolle auch gegen Abwehr hat. Es kann ein sehr schwieriges, langes Spiel werden, das sehr an die körperliche Substanz gehen wird. Deshalb muss ich gleich noch mal zur Physio. In die Innenseite des Beins hat es schon ein bisschen reingezogen. Daran merke ich, dass ich nicht mehr so frisch bin und heute Abend und morgen Mittag noch mal gut dran behandelt werden muss. Ich hoffe, dass das dann wieder im Lot ist und ich Vollgas geben kann."

Mixed, 2. Runde (32)
Dang Qiu/Nina Mittelham - Lin Gaoyuan/Lily Zhang CHN/USA 1:3 (12,-8,-3,-10)

Tamara Boros: "Ich glaube es war ein Sieg möglich. Taktisch war das gut, Lin war nicht so gut wie wir das erwartet haben. Man bekommt gegen so ein Duo nicht viele Chancen, aber wir haben zu viele leichte Fehler gemacht. Nina hat nicht ihr bestes Tischtennis gespielt, aber die beiden haben als Mixed mit etwas mehr Training großes Potenzial in der Zukunft."

Nina Mittelham: "Wir hätten den vierten Satz gewinnen müssen. Da lag bei 9:8 ein hoher Ball auf. Im Fünften wäre alles offen gewesen. Wir hatten unsere Chancen."

Patrick Franziska/Petrissa Solja - Juan Lamadrid/Paulina Vega CHI 3:0 (5,8,6)

Herren-Doppel, 2. Runde (32)
Patrick Franziska/Timo Boll – Fan Zhendong/Wang Chuqin CHN 0:3 (-6,-11,-3)

Timo Boll: "Man wird gezwungen sehr präzise zu spielen gegen die beiden. Bei mir war alles so ein wenig neblig, ich war nicht so beweglich und habe zu viele schlechte Entscheidungen getroffen. Das kann man sich gegen so ein Doppel gar nicht erlauben. Vielleicht kann man das Spiel noch knapper halten - dafür muss man aber gut spielen und das habe ich heute nicht geschafft."

Patrick Franziska über die Setzungskriterien: "Wir haben in letzter Zeit nicht viel gespielt und dann rutscht man in der Doppelweltrangliste halt ab. Vielleicht kann man mehr als 16 Paarungen setzen, aber am Ende ist es egal ob man Letzte 32, 16 oder erst im Halbfinale gegen solche Doppel kommt."

Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf: "Der zweite Satz war ein wichtiger Satz. Sie haben die Führung nicht nach Hause gebracht. Im ersten und dritten Satz hatten sie wenige Chancen. Sie haben zu schlecht gespielt, um gegen die Chinesen Drucksituationen aufbauen zu können. Bezeichnend war, dass sie im ersten Satz mit 0:6 gestartet sind. Das darf in einem Spiel auf so hohem Niveau nicht passieren. Für mich sind Fan Zhendong und Wang Chuqin aktuell das beste Doppel der Welt. Die Auslosung war natürlich unglücklich, dass wir so früh auf sie treffen mussten." 

Benedikt Duda/Dang Qiu – Mihai Bobocica/Niagol Stoyanov ITA 3:1 (11,-11,5,6)

Damen-Doppel, 2. Runde (32)
Nina Mittelham/Sabine Winter – Goi Rui Xuan/Wong Xin Ru SIN 3:0 (6,9,0)

Winter: "Es war ein solides 3:0, und wir sind zufrieden. Wir hatten schon in Slowenien 3:0 gegen sie gewonnen, aber da waren die Sätze sehr viel knapper. Heute haben wir gut unseren Fokus gehalten und unser Spiel bis zum Ende durchgezogen."

Über das Achtelfinale gegen die Japanerinnen Hina Hayata/Mima Ito: "Morgen legen wir noch mal eine Schippe drauf, damit es ein spannendes Match wird. Die beiden sind sicher eines der absoluten Topdoppel. Unter normalen Umständen wären sie hier unter den ersten Vier gesetzt. Ich traue ihnen viel zu. Aber das System 'Best of five' kann immer mal zu einem Stolperstein werden. Wenn Nina und ich gut treffen, sind wir ein gefährliches Doppel. Hoffen wir, dass wir morgen treffen und dann schauen wir, was geht."

Petrissa Solja/Shan Xiaona – Giorgia Piccolin/Debora Vivarelli ITA 3:0 (10,7,4)

Solja: "Es hat gleich von Anfang an gepasst. Es war ein gutes Spiel zum Reinkommen gegen die beiden. Ein paar mehr längere Ballwechsel wären für uns nicht schlecht gewesen, damit wir auch die Laufwege in den Rallyes haben." 

Über die nächsten Gegnerinnen, die Chinesinnen Wang Manyu/Sun Yingsha: "Wenn man von Anfang in Führung kommt, sind die anderen nicht so locker, gerade bei drei Gewinnsätzen. Andersrum freuen die sich auch nicht, gegen uns zu spielen, schließlich sind wir auch ein super Doppel. Wir müssen auf jeden Fall eine Schippe drauflegen."

Die Spiele der Deutschen am Freitag bzw. in der Nacht von Freitag auf Samstag

Herren-Doppel, Achtelfinale
Benedikt Duda/Dang Qiu – Florent Lambiet/Martin Allegro BEL, 18 Uhr, Tisch 2

Damen-Doppel, Achtelfinale
Nina Mittelham/Sabine Winter – Hina Hayata/Mima Ito JPN, 18.40 Uhr, Tisch 2
Shan Xiaona/Petrissa Solja - Wang Manyu/Sun Yingsha CHN, 19.20 Uhr, Tisch 1

Mixed, Achtelfinale
Patrick Franziska/Petrissa Solja - Ho Kwan Kit/Lee Ho Ching HKG, 21 Uhr, Tisch 4

Herren-Einzel, Achtelfinale
Timo Boll - Wang Yang SVK, 23.50 Uhr, Tisch 1
Ruwen Filus - Kanak Jha USA, 3.10 Uhr, Tisch 1

Trainerteam und Delegationsleitung

Richard Prause (Sportdirektor), Tamara Boros (Bundestrainerin Damen), Jörg Roßkopf (Bundestrainer Herren), Lars Hielscher (Cheftrainer Düsseldorf), Sascha Nimtz (Wissenschaftskoordinator, IAT Leipzig), Ralph Färber (Athletiktrainer, Olympiastützpunkt Hessen in Frankfurt am Main) Rainer Kruschel (Delegationsleiter und DTTB-Leistungssportreferent)

Medizinisches Team
Dr. Antonius Kass (Teamarzt), Dr. Christian Zepp (Sportpsychologischer Experte), Birgit Schmidt und Annette Zischka (Physiotherapeutinnen, OSP Hessen)

Schiedsrichter-Team der ITTF
Kerstin Duchatz (Düsseldorf), Nico Zorn (Wuppertal)

Offizielle DTTB-Vertreter in ITTF-Gremien
Michael Geiger (AGM-Delegierter), Matthias Vatheuer (AGM-Delegierter), Heike Ahlert (DTTB-Vizepräsidentin Leistungssport, ETTU-Vizepräsidentin, Mitglied im ITTF Board of Directors), Dr. Torsten Küneth (Equipment Committee), Manfred Schillings (ITTF Media Committee und DTTB-Presse & -Kommunikation)

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