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Daniel Rinderer kam vom FC Bayern nach Passau. Foto: Verein
Die Fortuna ist mit ihrem Neuzugang höchst zufrieden

Ein echter Niederbayer für Passau

Julian Hörndlein 16.10.2022

Passau. Der TTC Fortuna Passau hat sich zur neuen Saison mit einem „Local Hero“ verstärkt. Daniel Rinderer stammt aus der Nähe von Deggendorf, das nicht weit von seiner neuen sportlichen Heimat in der Dreiflüssestadt entfernt liegt. Nach den ersten Spieltagen fühlt er sich im Verein rundum wohl.

„Ich bin relativ gut in die Saison gestartet“, sagt Rinderer, der in den Jahren zuvor beim FC Bayern München in der 3. Bundesliga Süd unter Vertrag gestanden hatte. Eigentlich war sein Ziel, immer mal wieder ein Spiel zu gewinnen, diesem Anspruch ist er längst gerecht geworden: Nach vier Spieltagen steht er bei einer positiven Bilanz von 3:2. Die neue Aufgabe 2. Liga geht der Niederbayer selbstbewusst an: In München spielte er im vorderen Paarkreuz, in Passau nun auf Position Vier. Der Unterschied ist für Rinderer zwar durchaus da, aber machbar. „Die Spieler in der Liga sind nicht unerreichbar“, meint er. Vor der Saison hatte er sich selbst das Ziel gesetzt, 30 bis 40 Prozent seiner Spiele zu gewinnen, mittlerweile hofft er auf 40 bis 50 Prozent. Die eigenen Spiele zu gewinnen, ist für den Youngster aber nicht alles. „Ganz oben steht der Klassenerhalt, die Mannschaft geht für mich vor“, sagt er. Und mit der Mannschaft funkt es. Zu seinen Teamkollegen Vyacheslav Krivosheev, Gustavo Gomez und Johan Oyebode hat er einen guten Draht. „Ich fühle mich sehr, sehr wohl in Passau“, erklärt Rinderer.

In diesem Jahr geht Rinderer noch zur Schule, die für ihm aktuell im Fokus steht. Deshalb nimmt er auch nicht an Turnieren oder Lehrgängen teil. Ganz anders als in der Vergangenheit, als Tischtennis-Veranstaltungen seinen Alltag bestimmt haben.

Zu seinen alten Teamkollegen aus München hat Rinderer noch regen Kontakt, er wohnt auch selbst noch in der Landeshauptstadt. Bayern-Spieler Tom Schweiger geht in seine Klasse, auch zu Nico Longhino hat er Kontakt. Wenn die Zeit es am Wochenende einmal zulässt, besucht er die Heimspiele seines Ex-Vereins. „Da ist auf jeden Fall Kontakt da“, meint Rinderer.

Er ist in seinen Ligen vernetzt und findet gut, dass verstärkt junge Spieler in die Teams kommen. Eine gute Freundschaft verbindet ihm mit dem Hilpoltsteiner Talent Hannes Hörmann, der auch häufiger schon einmal zusammen mit ihm im Doppel angetreten ist. Auf das Spiel gegen Hilpoltstein freut sich Rinderer deshalb ganz besonders. Dann werden Familie und Freunde in der Halle sein und mitfiebern.

Auch in Passau ist man zufrieden mit der Leistung des 20-Jährigen, der in der Vergangenheit bereits zu unterschiedlichen Gelegenheiten gezeigt hat, was er drauf hat. Als seinen größten Erfolg nennt Rinderer den 3. Platz bei der Jugend-WM im Team in Polen im vergangenen Jahr. „Das steht ganz weit oben“, meint er. Auch der bayerische Meistertitel 2020 ist ihm sehr in Erinnerung geblieben. Für Rinderer wird die nächste Herausforderung dann das Spiel gegen den TTC OE Bad Homburg sein, den er zusammen mit seinen Teamkollegen am 23. Oktober in der heimischen Halle begrüßen darf.

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