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Dimitrij Ovtcharov (Foto: MS)
DTTB-Herren besiegen Belgien mit 3:0, DTTB-Damen nach 3:1 über Schweden im Halbfinale

European Games: Die Spiele und Stimmen der deutschen Teams am Donnerstag

SH 29.06.2023

Krakau. Am Donnerstag greifen erstmals die topgesetzten deutschen Mannschaften in die European Games ein. Ihre Kontrahenten im Viertelfinale, Schwedens Damen und Belgiens Herren, gehen nach Siegen in ihren Auftaktmatches gegen die Slowakei bzw. Polen mit Rückenwind in die Partien. Für die erst nach den Einzelwettbewerben zum DTTB-Aufgebot hinzugestoßenen Xiaona Shan und Sabine Winter bzw. Timo Boll und Patrick Franziska wird es ein zwar ein Kaltstart ins Turnier, aber das ist keine ungewohnte Situation.

Die Spiele am Donnerstag

Herren-Mannschaft, Viertelfinale
Deutschland - Belgien 3:0
Patrick Franziska/Dimitrij Ovtcharov - Martin Allegro/Adrien Rassenfosse 3:2 (7,8,-9,-9,5)
Dang Qiu - Cedric Nuytinck 3:0 (7,7,5)
Ovtcharov - Rassenfosse 3:0 (5,7,6)

Ovtcharov: "Wir waren ziemlich gut im Doppel. Haben klar mit 2:0 und dann 7:5 und 9:8 geführt. Dann haben sie viel riskiert und viel getroffen. Im Vierten haben wir 9:5 geführt und 9:11 verloren - da dachte ich schon, das sei mein Einzel 2.0. Zum Glück haben wir uns gesammelt und das Spiel dann gewonnen. Damit haben wir die Weichen für einen souveränen Sieg gestellt. Dang war ganz souverän und hat stark gespielt. Ich habe am Ende auch nichts mehr anbrennen lassen. Es war heute ein souveräner Erfolg, aber morgen gegen Portugal um einiges schwerer."

Qiu: "Ich habe die letzten beiden Tagen ein bisschen trainiert und mich so gut es geht vorbereitet. Wir sind jetzt lange hier. An den letzten drei Wettkampftagen will ich voll da sein. Das ist jetzt der Endspurt."

Franziska: "Jede Halle ist anders. Daher war es gut, heute am Tisch gestanden zu haben. Im Training fühle ich mich nach dem WTT Contender Tunis gut und habe Selbstvertrauen, aber in der Haupthalle war es doch noch mal etwas anderes. Ich fand, dass wir ein gutes Doppel gespielt haben. Auch im Dritten und Vierten haben wir die ganze Zeit geführt. Dann haben die beiden gute Bälle gespielt und wir vielleicht einen Tick zu passiv. Alles in allem bin ich mit meinem Debüt heute zufrieden.
Gegen Portugal ist es fast schon ein Klassiker. Wir haben schon viele große Spiele gegen die Portugiesen gemacht. Den Sieg vom Halbfinale vor vier Jahren gegen sie versuchen wir zu wiederholen. Sie haben gerade viel Selbstvertrauen in der Mannschaft."

Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf: "Ich bin sehr zufrieden mit dem 3:0. Die Belgier haben gestern ein wirklich gutes Spiel gegen die Polen gemacht und das Match nach Rückstand noch gedreht. Das hat der Mannschaft viel Selbstvertrauen gegeben. Das Doppel zu gewinnen war für uns heute sehr wichtig wie eigentlich immer in diesem Olympia-System. Denn dann weiß der Einzelspieler im Anschluss, dass die Gegner ein bisschen mehr Druck haben als er selbst. Nachdem Dima und Franz die beiden relativ sicher im Griff hatten, ging es doch noch in den fünften Satz. Dang hat gegen Nuytinck, der gestern sehr stark gespielt hatte, souverän gewonnen. Dima hatte gegenüber dem Einzelwettbewerb eine deutliche Steigerung gezeigt. Es war von uns insgesamt eine gute Leistung, wir müssen uns morgen aber definitiv noch mal steigern. Portugal hat uns in den vergangenen Jahren immer alles abverlangt und wird auch morgen wieder fest an den eigenen Sieg glauben."

Timo Boll: "Es ist schön, diese alte Routine wieder zu spüren, vor allem die alte Turnierroutine. Auch wenn ich heute noch nicht gespielt habe, fühlt es sich im Training trotzdem ganz gut an. Weil es die ersten Einheiten hier mit Partner sind, höre ich viel in meinen Körper hinein. Nach drei Monaten Pause hat man noch nicht ganz so viel Vertrauen in den eigenen Körper. Aber mein Niveau ist schon wieder besser als ich gedacht habe. Wenn Not am Mann ist, springe ich hier auf jeden Fall ein. Wir schauen, wie es sich von Tag zu Tag entwickelt.
Nach dem heißen und intensiven Training mit den Jungs versuche ich die Schulter im Anschluss direkt zu regenerieren, zu kühlen. Dafür habe ich mir extra eine Maschine angeschafft und benutze sie immer sofort nach dem Training."

Portugal - Rumänien 3:0
Frankreich - Dänemark 3:0
Schweden - Slowakei 3:0

Halbfinale am Freitag
Deutschland - Portugal, 19 Uhr
Frankreich - Schweden, 16 Uhr

Damen-Mannschaft, Viertelfinale

Deutschland - Schweden 3:1
Nina Mittelham/Xiaona Shan - Linda Bergström/Christina Källberg 3:0 (8,9,4)
Ying Han - Filippa Bergand 3:0 (1,3,1)
Nina Mittelham - Christina Källberg 1:3 (-6,6,-4,-9)
Han - Bergström 3:2 (6,-6,4,-3,5)

Damen-Bundestrainerin Tamara Boros: "Es war wichtig, dass die Mädels das Doppel gewonnen haben. Nina und 'Nana' haben wirklich gut gespielt. Die ersten beiden Spiele waren fast ein bisschen zu einfach. Danach haben wir die Spannung etwas verloren. Nina hat sich heute nicht so wohl gefühlt, hat sich nicht gut bewegt und konnte den Fokus nicht halten. Ying hat es in den Abwehrduellen mit Linda nie einfach. Das haben wir schon im Einzel am Sonntag gesehen. Am Ende haben wir's aber geschafft, und das zählt."

Xiaona Shan: "Wir haben heute als Doppel gut angefangen, und ich fühle mich gut. Dafür, dass es für mich das erste Spiel bei diesem Turnier war, bin ich ganz gut reingekommen. Im Doppel bin ich auch nicht so nervös wie im Einzel."

Portugal - Ukraine 3:1
Frankreich - Polen 3:0
Rumänien - Ungarn 3:0

Halbfinale am Freitag
Deutschland - Portugal, 10 Uhr
Frankreich - Rumänien, 13 Uhr

Ablauf des Olympia-Spielsystems

Mannschaft ABC - Mannschaft XYZ
1. Partie: Doppel, Spieler C+A oder C+B - Spieler Z+X oder Z+Y
2. Partie: Einzel, Spieler A - Spieler X
3. Partie: Einzel, Spieler B - Spieler Y
4. Partie: Einzel, Spieler A oder B (Spieler, der kein Doppel gespielt hat) - Spieler Z
5. Partie: Einzel, Spieler C - Spieler X oder Y (Spieler, der kein Doppel gespielt hat)

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