Anzeige
Schwarzenbek ist mit der Vorrunde zufrieden: Jonathan McDonald, Moritz Spreckelsen, Lleyton Ullmann, Frederik Spreckelsen, Sören Wegner (v.l.n.r.)
Nur Borsum und Berlin müssen ein Duell der Hinrunde noch nachholen

3. Herren-Bundesliga Nord: Showdown zwischen Velbert und Buschhausen?

Julian Hörndlein 28.12.2021

Frankfurt/Main. Weitgehend unbeeinträchtigt von der Corona-Entwicklung ist die Vorrunde in der 3. Bundesliga Nord über die Bühne gegangen. Lediglich das Spiel zwischen den Füchsen Berlin und dem TTS Borsum musste verlegt werden. Die Einschätzungen der Vereinsvertreter zur Vorrunde fallen unterschiedlich aus.

Spitzenreiter Velbert erwartet Showdown mit Verfolger Buschhausen

„Der Blick auf die Tabelle spricht Bände“, sagt Thomas Brosig vom SV Union Velbert. Der Verein ist gleich mit zwei Teams in der Liga vertreten. Die erste Mannschaft belegt zum Ende der Vorrunde den ersten Platz und ist damit Herbstmeister. Velbert hat die Vorrunde gut überstanden, auch wenn zwischenzeitlich ein Coronafall auftrat. Das Ziel für die Rückrunde ist für Thomas Brosig klar: „Die erste Mannschaft hat den Anspruch, Meister zu werden. Die zweite Mannschaft soll den Klassenerhalt schaffen.“ Aktuell stehen die Zeichen dafür gut: Velbert II überwintert auf Platz vier der Liga. „Wir haben einen ziemlich großen Vorsprung auf die Abstiegsplätze“, erklärt Brosig. In der Rückrunde freut sich der Spitzenreiter auf das Duell mit dem SC Buschhausen, dessen Team der direkte Verfolger in der Liga ist. Nach aktueller Planung ist das das letzte Spiel des Vereins im April. „Das könnte ein Highlight-Finale werden“, so Brosig.

Auch in Buschhausen ist das Spiel rot im Kalender angestrichen. „Wir würden uns gerne noch mit Velbert messen“, sagt der Vereinsvorsitzende Michael Lange. Das Spiel gegen den Konkurrenten, das in der Hinrunde mit 3:6 verloren ging, ist für ihn auch der einzige Makel in einer sonst zufriedenstellenden Saison. „Der Schlüssel für den Erfolg war sicherlich unser Doppel“, meint Lange. Auch der Neuzugang, Jugendnationalspieler Heye Koepke, hat laut Lange überzeugt: „Wir sind sehr zufrieden mit ihm“, erklärt er. In Buschhausen beschäftigt man sich auch mit einem möglichen Aufstieg, die Situation rund um eine Relegation sei aber schwer planbar.

Zuschauer halten die Treue

Beim Drittplatzierten TTC 1957 Lampertheim freut man sich, dass die Zuschauer dem Verein unter Corona-Bedingungen die Treue gehalten haben. Auch auswärts habe es immer Unterstützung gegeben. Velbert und Buschhausen seien überlegen gewesen, erklärt Uwe van gen Hassend. Gegen Borsum sei allerdings mehr drin gewesen als das 5:5-Unentschieden. „Da hatten wir nicht unseren besten Tag“, sagt er. Für ihn funktioniert die Mannschaft gut, gerade das hintere Paarkreuz würde stark aufspielen. „Wir sind gespannt, was die Rückrunde bringt“, meint van gen Hassend.

Der TSV Schwarzenbek wird Weihnachten auf dem fünften Platz verbringen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Abteilungsleiter Achim Spreckelsen. Es sei gelungen, den Abstiegsplätzen fernzubleiben, obwohl Jonathan McDonald mit einer Verletzung zu kämpfen hatte. „Die Neuzugänge haben voll überzeugt“, meint Spreckelsen. Nach einem kleinen Trainingslager in der Winterpause soll es dann in der Rückrunde weitergehen.

Borsum und Berlin mit Nachholspiel

Der TTS Borsum und die Füchse Berlin müssen ihr Hinrunden-Duell noch nachholen und sind deshalb die einzigen, die noch nicht alle Spiele der Vorrunde absolviert haben. Jens Ruland vom Aufsteiger Berlin ist zufrieden mit dem Ergebnis. „Die Mannschaft ist stabil“, sagt er. In Borsum zeigt sich ein ähnliches Bild. „Mit 8:8 Punkten sind wir ganz gut im Soll“, erklärt Teammanager Olaf Sprung. Er wünscht sich, das Ergebnis in der Rückrunde bestätigen zu können. „Wir möchten so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, meint er.

Beim Vorjahres-Aufsteiger SVH 1945 Kassel war die Vorrunde eine Eingewöhnungszeit. „Das war für uns eine neue Situation. Wir mussten uns erstmal ans Verlieren gewöhnen“, sagt Vorsitzender Dieter Salmen. Aktuell steht das Team auf dem achten Platz und damit knapp vor den Abstiegsplätzen. „Wir hoffen, die Klasse halten zu können“, sagt Salmen. Mit vier deutschen Spielern habe man nur wenige Coronaprobleme.

Die Abstiegsplätze belegen aktuell der VfR Fehlheim 1929 und der TSV Bargteheide. Für beide ist das Ziel der Klassenerhalt. „Die Vorrunde war durchwachsen“, sagt Fehlheims Timo Freund. Wegen Corona sei es nicht immer möglich gewesen, die ausländischen Spieler einfliegen zu lassen. In Bargteheide soll das „Standard-Ergebnis“ von 4:6 zur Rückrunde auch in Siege umgemünzt werden. „Wir sind guter Dinge, dass wir das noch drehen können“, sagt Teammanager Thomas Grätsch. Er wünscht sich, dass die Rückrunde stattfinden kann, auch der Zuschauerzuspruch sei gut gewesen. „Das war eine schöne Atmosphäre“, meint Grätsch.

Links

weitere Artikel aus der Rubrik
3. Bundesliga Nord Herren 18.04.2022

3. Bundesliga Nord: Corona und der Krieg stellen die Teams vor Herausforderungen

Der SV Union Velbert hat in dieser Saison ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit gleich zwei Mannschaften war der Verein in der 3. Bundesliga Nord der Herren vertreten. Beide werden auch im kommenden Jahr wieder in der Liga antreten, die erste Mannschaft hat auf den Aufstieg verzichtet.
weiterlesen...
3. Bundesliga Nord Herren 05.04.2022

Velbert sichert sich den Titel in der 3. Bundesliga Nord

Die 3. Bundesliga Nord der Herren hat einen klaren Meister: Die erste Garde des SV Union Velbert hat sich mit einer Punktebilanz 35:1 ungeschlagen an die Spitze der Liga gesetzt. Damit beansprucht der Favorit den Titel für sich.
weiterlesen...
3. Bundesliga Nord Herren Ligen 08.09.2021

Bescheidenheit zum Saisonauftakt der 3. Bundesliga Nord

Die Erleichterung, dass endlich wieder eine Saison startet, ist bei den Teams der 3. Bundesliga Nord groß – noch größer ist die Hoffnung, die Saison auch zu Ende bringen zu dürfen. Die Corona-Krise stellt die Teams auch dieser Liga vor einige Unwägbarkeiten. „Da ist eine gewisse Unsicherheit da“, sagt Uwe van gen Hassend vom TTC 1957 Lampertheim. Gerade Mannschaften mit vielen ausländischen Spielern stünden vor dem Problem, nicht zu wissen, ob die Spieler auch tatsächlich nach Deutschland einreisen und dort zum Schläger greifen können.
weiterlesen...
3. Bundesliga Nord Herren 12.09.2020

Spannung oben und unten

Gleich mit elf Mannschaften startet die 3. Herren-Bundesliga Nord in die neue Saison. Der Grund: Die Vizemeister aus den Regionalligen Nord und West, TSV Bargteheide und SVH Kassel, haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht aufzusteigen. Für die Vereinsvertreter zählt der TTC Champions Düsseldorf sowie die erste Mannschaft aus Velbert zu den Titelkandidaten.
weiterlesen...
3. Bundesliga Nord Herren 16.04.2020

Die alte Dame jubelt

Saisonziel erreicht: Mit der maximal möglichen Punktzahl von 26:0 Zählern gewann Topfavorit Hertha BSC Berlin den Meistertitel in der 3. Herren-Bundesliga Nord und schaffte damit gleichzeitig den Aufstieg. Sowohl der TTC Ruhrstadt Herne als auch Hannover 96 haben auf sportlichem Weg den Klassenerhalt geschafft, meldeten ihre Teams jedoch nicht mehr für die kommende Spielzeit.
weiterlesen...
3. Bundesliga Nord Herren 02.01.2020

Hertha BSC eine Klasse für sich

Bei Hertha BSC Berlin kann der Meistersekt nicht nur eingekauft, sondern so langsam auch schon kaltgestellt werden. Das Team aus der Bundeshauptstadt führt die Tabelle in der 3. Herren-Bundesliga Nord ohne Verlustpunkt an. Der Vorsprung auf Rang zwei beträgt stolze sechs Zähler. Deutlich mehr Spannung verspricht dagegen der Abstiegskampf.
weiterlesen...
© Deutscher Tischtennis-Bund e.V. - DTTB - Alle Rechte vorbehalten

Datenschutz | Impressum