Unbändige Freude: Falck mit seinem Coach Jörgen Persson (Foto: MS)
Liu Shiwen holt ihren ersten Einzel-Titel bei einer WM / Kein Doppel-Gold für Ionescu/Robles

Falck steht nach Sieben-Satz-Schlacht im WM-Finale

SH 27.04.2019

Budapest. Mattias Falck hat es tatsächlich geschafft. Der 27-jährige zukünftige Bremer hat das Endspiel der 55. Weltmeisterschaften in Budapest erreicht. In der Vorschlussrunde besiegte er den südkoreanischen Qualifikanten, die bisherige Turnierüberraschung als Nummer 157 der Weltrangliste, An Jaehyun mit 4:3. "Ich bin sprachlos. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach total glücklich", sagte Falck unmittelbar nach dem Spiel über das Hallenmikrofon zu den Zuschauern in der gut gefüllten Hungexpo.

Es ist der größte Erfolg in seiner Karriere noch vor dem Gewinn der Bronzemedaille mit dem Nationalteam bei Schwedens Heim-WM in Halmstad 2018. Nach 22 Jahren ist der Mann mit der starken Rückhand und den kurzen Noppen auf der Vorhand zudem der erste Schwede, der wieder in WM-Endspiel erreicht. Zuletzt wurde Tischtennis-Legende Jan-Ove Waldner 1997 in Manchester Einzel-Weltmeister. Im Finale am Sonntag trifft der Weltranglisten-16., Falck, auf Titelverteidiger Ma Long, der seinen chinesischen Landsmann Liang Jingkun in Schach hielt.

Damen: Erster Einzel-Titel für Liu Shiwen

Liu Shiwen hat in Ungarn Hauptstadt ihren ersten Einzel-Titel gewonnen. Die 28-jährige vierfache World-Cup-Siegerin bezwang in einem chinesischen Finale ihre Nationalteamkollegin Chen Meng mit 4:2. Am Freitag hatte Liu Ding Ning besiegt, die Titelverteidigerin und dreifache Einzel-Weltmeisterin. Für Liu Shiwen ist es der zweite Titel des Turniers, nachdem sie am Vortag den Mixed-Wettbewerb an der Seite ihres Landsmanns Xu Xin gewonnen hatte.

Die Goldmedaille im Herren-Doppel für Europa ist ausgeblieben. Die rumänisch-spanische Kombination Ovidiu Ionescu/Alvaro Robles unterlag dem chinesischen Duo Ma Long/Wang Chuqin deutlich in fünf Sätzen. "Sie haben taktisch besser als wir gespielt, und wir konnten kaum etwas ändern", sagte der EM-Finalist im Einzel von 2018, Ionescu. "Ich glaube nicht, dass wir im Finale schlecht gespielt haben, und ich muss unserem Gegner gratulieren, weil er den Sieg verdient hat."

Im Damen-Doppel-Endspiel am Sonntag stehen die Japanerinnen Hina Hayata/Mima Ito der chinesischen Kombination Sun Yingsha/Wang Manyu gegenüber.

DIE SPIELE IN BUDAPEST AM SAMSTAG

Herren-Doppel, Finale um 12 Uhr
Ma Long/Wang Chuqin CHN - Ovidiu Ionescu ROM/Alvaro Robles ESP 4:1 (3,-8,7,3,5)

Damen-Einzel, Finale um 13 Uhr
Liu Shiwen CHN - Chen Meng CHN 4:2 (-9,7,7,-7,0,9)

Herren-Einzel, Halbfinale
Ma Long CHN - Liang Jingkun CHN 4:1 (8,-6,9,9,12)
*Mattias Falck SWE - An Jaehyun KOR 4:3 (-8,7,-3,4,9,-2,5)

Finale am Sonntag um 13.30 Uhr
Ma - Falck

Damen-Doppel, Halbfinale
*Hina Hayata/Mima Ito JPN - Honoka Hashimoto/Hitomi Sato JPN 4:2 (9,-10,-14,5,5,7)
*Chen Meng/Zhu Yuling CHN - Sun Yingsha/Wang Manyu CHN 3:4 (-3,-9,9,6,-6,9,-5)

Finale um 14.30 Uhr
Hayata/Ito - Sun/Wang

*Hinweis: Um lange Spielpausen zu vermeiden, sollten die vorangegangenen Matches schnell zu Ende sein, beginnen einige Partien direkt nacheinander und ggf. früher als zur angegebenen Uhrzeit. Die Matches, die ggf. früher starten, sind mit * markiert.

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